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Anthem

Anthem

Wir haben in London in Anthem rumgetobt und sind sehr interessiert an mehr zu dem Bioware-Shooter.

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Bioware hat mit der Ankündigung von Anthem doch einige Spieler überrascht. Das Studio war bisher eher auf lineare, storylastige Titel spezialisiert und nicht auf etwas, bei dem es eher um Kämpfe gegen seltsame Kreaturen und die Suche nach besserer Waffen und Ausrüstung geht. Entfernt sich das Studio von seinen Wurzeln und folgt den Fußstapfen von Destiny und The Division? Nun - wir durften die ersten Stunden des Spiels antesten und können euch versichern: Bioware geht immer noch seinen ganz eigenen Weg. Wir genießen dabei einfach nur die Aussicht.

Alles beginnt mit einer beeindruckenden Videosequenz, die uns eine kurze Zusammenfassung davon gibt, wer die Freelancer sind und warum die Welt nicht voll von diesen Iron-Man-Anzügen ist. Und wie es dazu kommen konnte, dass alles so übel aussieht und sich die Bevölkerung nicht aus der Festung Fort Tarsis herauswagt. Bioware hat das Fundament eines faszinierenden Universums voller Mysterien und Potential erschaffen. In der Festung können wir mit einer Vielzahl interessanter Charaktere sprechen oder ihnen dabei zuhören, wie sie miteinander über ihre alltäglichen Probleme oder Freuden sprechen. Es ist uns selbst überlassen, wie tief wir in die Geschichte eintauchen möchten. Ben Irving, Lead Producer des Spiels, erklärt uns, dass dies dem Studio erlaube, die Erzählung auszubauen. Natürlich wissen wir noch nicht, wie sich die Dinge nach den ersten Stunden entwickeln werden. Aber die Eröffnung hat uns auf jeden Fall neugierig gemacht.

Das gilt gleichermaßen für das Gameplay. Anthem fühlt sich großartig an. Insomniacs Spider-Man wurde für das Gefühl beim Schwingen durch Manhattan gelobt. Bei Anthem ist es ganz ähnlich mit dem Fliegen. In die Luft zu springen oder sich von einer Klippe zu stürzen, bevor der Booster aktiviert wird, gelingt mit Leichtigkeit und lässt einen gleichzeitig vor Freude erschaudern. Und das ist sehr wichtig, denn die Kämpfe und Umgebungen sind dafür gemacht, fliegend und schwebend ausgetragen zu werden. Egal ob wir durch einen Wasserfall oder unter einer Klippe entlang düsen oder wilde Flugmanöver absolvieren - es bleibt stets intuitiv und die Steuerung reagiert hervorragend.

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Bioware hat sich bei den Kämpfen sehr ins Zeug gelegt. Jede Waffe hat in der richtigen Situation echten Einfluss auf den Kampf. Die Steuerung und das Feedback sind auf den Punkt. Aber das ist noch nichts im Vergleich mit den anderen Fähigkeiten und Ultimates. Eine große Feindesgruppe mit den Splitterraketen des Rangers auszuschalten, einen der heftigeren Gegner mit Storms Blitzschlag zu beharken oder sich mit den rasiermesserscharfen Klingen durch alle Feinde zu schnetzeln, das löst fast schon Euphorie aus. Verbunden mit den Fähigkeiten der anderen Spieler sind noch stärkere Kombos möglich, besonders wenn am Ende aus einer Gruppe Feinde ein Haufen Beute wird, die nahezu unendliche Möglichkeiten mit Attributen und Perks bietet.

Bestimmte Perks an bestimmten Komponenten verstärken sich eventuell gegenseitig, während andere uns vielleicht nur ein Prozent mehr auf die Wahrscheinlichkeit geben, dass ein getroffener Feind in Flammen aufgeht. So macht es sogar Spaß, nur ein paar Minuten zu spielen, um eine bessere Version unserer Lieblingsausrüstung zu finden, ohne das wir ständig auf Duplikate stoßen. Klingt doch toll!

Wer Angst hatte, die Animationen aus Mass Effect: Andromeda würden uns wieder heimsuchen, kann beruhigt werde. Bioware mag zwar behaupten, die Zwischensequenzen würden aus der Egoperspektive gezeigt, weil dies die Immersion verstärke. Aber sie wissen ganz genau, wie gut ihr Spiel aussieht. Die Animationen der Geschichter gehören zu den Besten, die wir je auf der Frostbite Engine zu sehen bekommen haben.

Und die Welt aus der Schulterperspektive zu erkunden macht da keinen Unterschied. Wir fühlen uns wirklich cool, wenn der Interceptor einen Salto von einem Kliff macht. Wir spüren echte Angst, wenn einer der größeren Titan-Gegner vor uns steht. Dadurch werden Erkundungstouren und Gegnerbegegnungen so spannend - egal, ob die Feinde so groß wie Wölfe oder so hoch wie ein Haus sind. Das Gefühl der Größe dieser Welt ist quantitativ beeindruckend, aber lässt uns manchmal auch zweifeln.

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Es scheint ein wenig an Abwechslung zu fehlen. Die paar Gegnertypen und Umgebungen, die wir erkunden, sind die gleichen, die uns die Entwickler schon in Streams und Trailern gezeigt haben. Das macht nichts, wenn es nur der Anfang des Spiels ist. Aber wenn das bis zum Endgame so weitergehen würde, könnte es schnell eintönig werden. Hoffen wir also, dass sie sich für die Vollversion noch Einiges aufgehoben haben.

Wenn das so wäre, könnte Anthem die eher mittelmäßigen Erwartungen ziemlich übertrumpfen. Mich hat es an das erste Mass Effect erinnert. Nachdem ich den Controller weggelegt hatte, bleiben ich mit dem gleichen Gefühl von Verwunderung und Neugierde zurück. Ein faszinierendes neues Universum zu erkunden und dabei die stark verbesserte Steuerung und unglaublichen Fähigkeiten zu genießen, hat Lust auf mehr gemacht. Jetzt interessieren uns besonders die Endgame-Inhalte. Denn wenn die abliefern, könnte das die Geburtsstunde eines neuen Franchise dieses beliebten Studios werden.

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