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Assassin's Creed Valhalla

Assassin's Creed Valhalla - Dawn-of-Ragnarök-DLC

Eivor verlässt die Welt der Menschen, um in diesem mythologischen Abenteuer erneut in die Fußstapfen von Odin zu schlüpfen.

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Assassin's Creed ValhallaAssassin's Creed Valhalla
Wer sich auf Entdeckungsreise begibt, wird im Laufe der Erweiterung jede Menge Ressourcen finden, mit denen ihr eure Waffen und Rüstungen verbessert.

Wenn Assassin's Creed Valhalla kritisiert wurde, dann wohl vor allem für seine schieren Ausmaße. Die Welt ist unbestreitbar riesig und man braucht enorm viel Zeit, um sie in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Ich weiß das, denn ich habe allein mit dem Aufdecken der Karte aus dem Basisspiel rund 80 Stunden verbracht. Aber selbst das war Ubisoft noch nicht genug Inhalt, denn seither haben die Entwickler verschiedene Erweiterungen herausgebracht, die jeweils etliche Stunden an zusätzlicher Beschäftigung bieten und den Wikinger-Protagonisten Eivor nach Irland, Frankreich und nun in das mythische Reich Svartalfheim führen. Im jüngsten DLC erleben wir ein neues Abenteuer, das sich mit dem berühmten nordischen Gott Odin beschäftigt.

Diese Erweiterung unterscheidet sich von "Der Zorn der Druiden" und "Die Belagerung von Paris" insofern, da sie auf den historischen Rahmen verzichtet und stattdessen mythologische Überlieferungen aufgreift. Grundsätzlich sollten wir festhalten, dass wir nicht Eivor spielen sondern Odin, der den Feuerriesen Surtr unerbittlich verfolgt. Bevor der Fiesling die Eroberung des glorreichen Zwergenreichs Svartalfheim startete und die malerische Landschaft dabei in eine vom Krieg verwüstete Welt verwandelte, nahm er den Sohn des Herrn von Asgard (Baldr) gefangen.

Die Handlung weißt Intrigen und emotional komplexe Situationen auf, mit denen Ubisoft die Beziehungen zwischen den Asen, Zwergen, Muspels und Jötunn ergründet. All diese Parteien sind in diesem brutalen und grausamen Krieg, dem es an jeglicher Art von Reue fehlt, gefangen. Dieser Handlungsstrang unterscheidet sich auch deshalb von den anderen Assassin's-Creed-Valhalla-Erzählungen, da die Geschichte für sich allein steht und unabhängig von den Ereignissen des Hauptspiels besteht.

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Wie Irland und Frankreich ist Svartalfheim eine völlig eigenständige, offene Welt mit eigenen Missionen, Neben-Quests, Sammelobjekten, Sehenswürdigkeiten und Feinden. Das bedeutet im Wesentlichen, dass Ubisoft eine Erweiterung herausgebracht hat, die weitere 15 bis 20 Stunden Spielzeit bietet, vorausgesetzt, man ist wie ich ein Vervollständiger und möchte jeden interessanten Punkt abschließen, der einem auf der Karte angezeigt wird.

Ich muss allerdings festhalten, dass sich diese offene Welt nicht (mehr) so aufregend anfühlt, wie die vorherigen Welten. Es gibt weniger Weltereignisse, keine legendären Kreaturen und nur wenige Minibosse, die uns herausfordern könnten. Es ist vielmehr eine Welt, die sich darüber im Klaren ist, dass man zu Fragezeichen und unbekannten Symbolen reist, um dort eine Truhe zu plündern oder einen Gegenstand einzusammeln. Das wird nach ein paar Stunden ziemlich ermüdend.

Ubisoft Sofia hat fantastische Arbeit geleistet und mit Svartalfheim eine der denkwürdigeren Regionen Assassin's Creed Valhallas geschaffen. Die hoch aufragenden goldenen Gipfel und üppigen Wälder des Reiches wechseln sich mit Lavaströmen aus dem feurigen Land Muspelheim ab, was ein krasser Kontrast ist. Und als Krönung des Ganzen marschieren Legionen der Muspels durch die Welt und warten nur darauf, einen unglücklichen Zwergen zu finden. Auf diese Weise macht die Welt ihre langweiligen Erkundungssysteme wieder wett.

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Es gibt weniger Weltereignisse, keine legendären Kreaturen und nur wenige Minibosse, die uns herausfordern könnten.

Apropos Muspels: Diese neue aggressive Fraktion ist nicht zu verachten, denn Ubisoft Sofia hat eine ziemlich komplexe Auswahl an Gegnern geschaffen. Euch erwarten Bogenschützen, Berserker, Bestien und sogar eine Einheit, die gefallene Muspels wiederbeleben und sie zurück in den Kampf schicken kann. Ihr müsst eure Ziele sorgfältig auswählen, denn diese Feinde sind gleichermaßen tödlich, wild und hitzköpfig. Das wird noch dadurch verstärkt, dass jeder Gegner verschiedene Waffentypen nutzt und dass sich diese Fraktion durch Kriegsschreie und Gebrüll gegenseitig unterstützt.

Um die neue Herausforderung, die diese Kerle darstellen, auszugleichen, hat Ubisoft die Möglichkeiten zum Aufrüsten der eigenen Gegenstände mit der Einführung der göttlichen Qualitätsstufe erweitert. Wer sich auf Entdeckungsreise begibt, wird im Laufe der Erweiterung jede Menge Ressourcen finden, mit denen ihr eure Waffen und Rüstungen verbessert. Noch mehr Hilfe beim Kampf gegen die Muspelhorden bieten die Fähigkeiten des Hugr-Rip-Systems.

Dabei handelt es sich um einen Handschuh, mit dem ihr die Lebensessenz von besiegten Feinden und Kreaturen stehlen könnt, um sie als Treibstoff für mächtige Fertigkeiten zu verwenden. Mit der Kraft von Muspelheim ist es uns zum Beispiel möglich, Odin in einen Muspel verwandeln, der über Lava laufen kann, ohne sich zu verbrennen. Ebenso verwandelt uns die Macht von Jotunheim in einen Jotunn, der sich über das Schlachtfeld teleportieren kann, wenn ihr Pfeile in Weltknoten (also leuchtende magische Ziele) schießt. Diese Talente sind unterschiedlich hilfreich, denn es geht in erster Linie darum, den Spielern überhaupt etwas Neues anzubieten.

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Es ist gar nicht so leicht, Hugr-Energie zu bekommen, wenn man nicht gerade gegen Muspels kämpft. Hinzu kommt die Tatsache, dass man nur zwei Kräfte mit sich führen kann (drei, wenn man den Handschuh ausreichend aufwertet), sodass man sich gut überlegen muss, welche Fähigkeiten man mitnimmt, da sie oft entscheidend für das Abschließen von Aktivitäten in der Welt sind. Tatsächlich habe ich während meiner Spielzeit nur sehr wenige Gründe gefunden, die Macht der Wiedergeburt oder die Macht des Winters bei mir zu tragen, da diese Talente in der offenen Welt kaum oder gar nicht gebraucht werden (im Gegensatz zu vielen anderen Fähigkeiten).

Und damit ist die Dawn-of-Ragnarök-Erweiterung für mich in etwa zusammengefasst. Assassin's-Creed-Valhalla-Fans, die nach weiteren Möglichkeiten suchen, in diese Welt einzutauchen, werden an dem, was Svartalfheim bietet, sicherlich ihre Freude haben. Diejenigen, die sich mehr erhoffen, werden jedoch enttäuscht, denn diese Erweiterung beweist, dass auch Ubisoft irgendwann die Ideen ausgehen. Obwohl man diese Open-World-Erweiterung spielen kann, ohne Vorkenntnisse über das Hauptspiel mitzubringen, wird es für mich langsam sehr anstrengend, diese Inhalte weiter abzuarbeiten.

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Die Handlung weißt Intrigen und emotional komplexe Situationen auf, mit denen Ubisoft die Beziehungen zwischen den Asen, Zwergen, Muspels und Jötunn ergründet.
07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
Svartalfheim ist atemberaubend, Kämpfe gegen Muspel-Feinde sind komplex und herausfordernd.
-
Erkundung der offenen Welt ist häufig langweilig, die Hugr-Rip-Fähigkeiten sind nicht so beeindruckend wie erhofft.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

Leserkritiken

  • Haarmul
    Endlich wieder ein wirklich gut gelungener AC Teil. Was mit sehr gut gefällt ist die diesmal wirklich überschaubare Menge an Waffen, nicht mehr... 9/10

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