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Assassin's Creed Valhalla

Assassin's Creed Valhalla - Letzte Vorschau

Bevor Assassin's Creed Valhalla in wenigen Wochen veröffentlicht wird, begeben wir uns ein letztes Mal vorab ins England des 9. Jahrhunderts.

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Es ist erst wenige Jahre her, da habe ich mich lautstark für Assassin's Creed Origins als heißen Kandidaten auf das Spiel des Jahres eingesetzt. Wundersamerweise taten es mir einige meiner Kollegin*innen gleich. Wundersamerweise? Natürlich nicht, weil die Serie im Ruf stehen würde, schlechte Spiele hervorzubringen, sondern viel mehr, da neue Teile selten die Erwartungen an die bekannte Formel übertreffen. So unterhaltsam einzelne Spiele auch sind, so sind sie doch auf einer Reihe von Elementen aufgebaut, die für sich genommen zwar überzeugen, im zunehmenden Spielverlauf aber auch ermüden können.

Versteht mich nicht falsch: Bedenkt man, dass alle zwei Jahre ein neuer Assassin's-Creed-Blockbuster mit einer riesigen, offenen Welt erscheint, schlägt sich die Serie jedes Mal aufs Neue gut. Mein Punkt ist der, dass Origins für die Serie einen Quantensprung bedeutete, der von Kritikern und Fans gleichermaßen hervorragend aufgenommen wurde. Bereits der Nachfolger Assassin's Creed Odyssey war dann aber im Grunde einfach nur mehr von Origins (was viele von uns nicht wirklich gestört hat). Nun stellt sich natürlich die Frage, wie es mit Valhalla aussieht. Das neue Assassin's Creed stammt von dem Team, das für Origins verantwortlich war. Können wir also einen ähnlichen Kurswechsel wie damals bei Origins erwarten? Nein, können wir nicht. Auch Assassin's Creed Valhalla lehnt sich stark an Origins an, zumindest hat es aber auch ein paar eigene Ideen im Gepäck.

Assassin's Creed ValhallaAssassin's Creed Valhalla

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, sechs Stunden von Assassin's Creed Valhalla zu spielen. Die Ausgangslage: Protagonist Eivor versucht im England des 9. Jahrhunderts Handelsbeziehungen aufzubauen, Allianzen zu schmieden und sich Feinde vom Hals zu halten. Wir spielen eher einen Invasoren als einen Beschützer und das Spiel macht sich genau diesen Rollentausch zu Nutze. Gezeichnet wird das Bild eines Antihelden, der einen moralischen Kompass besitzt, der jedoch gelegentlich nachjustiert werden muss. Eivors Verbündete haben hingegen deutlich weniger Skrupel und es scheint, als liefe ein zentraler Handlungsstrang darauf hinaus, dass Eivor seine engsten Freunde davor bewahren muss, sich zu sehr ihrem Blutdurst hinzugeben.

Tatsächlich scheint die Hauptgeschichte in verschiedene Segmente unterteilt zu sein, die jeweils die Geschichte eines spezifischen Königreichs erzählen. Die Demo beginnt mit einer Phase der Besiedlung, in der ich "mein" Dorf ausbaue, indem ich meine Beute investiere. Zur Auswahl stehen Gebäude wie Barracken oder eine Bäckerei, die ich immer weiter ausbaue, um einen größeren Nutzen für meine Soldaten und mich zu erzielen. Um die Moral meiner Truppen zu stärken, kann ich beispielsweise auch ein Fest abhalten. Außerdem ist es möglich, das Dorf optisch zu gestalten - zum Beispiel durch Runensteine oder Statuen. Zugegeben, besonders viel Tiefgang hat der Ausbau des Dorfes nicht, zumindest geben meine Entscheidungen dem Ganzen aber einen persönlichen Touch.

Den Großteil der Demo verbringe ich übrigens fernab von heimatlichem Komfort. Eine meiner frühen Aufgaben: Den König von Merzien absetzen, um eine Marionette zu installieren, die gewillter ist, mit einer Horde von Wikingern zu verhandeln. Um diese Mission zu erfüllen, muss ich mich nach Ledecestrescire begeben und erhalte unterwegs einen ersten Eindruck von der (scheinbar) immensen Größe der Spielwelt.

Auffällig ist, dass die Optik in Assassin's Creed Valhalla deutlich weniger farbenfroh ausfällt als in Origins oder Odyssey. Trotzdem fühlen sich die allermeisten Orte handgemacht an und scheinen nicht zufällig zu existieren. Den immensen Detailaufwand, der in Watch Dogs: Legion betrieben wird, um London abzubilden, habe ich hier allerdings nicht angetroffen.

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Auf dem Weg nach Ledecestrescire komme ich an gegnerischen Siedlungen und den typischen Aussichtspunkten vorbei, löse spannende Runenrätsel und nehme Nebenmissionen an. Es scheint mir, als habe sich Ubisoft die Kritik zu Herzen genommen, dass es die Assassin's-Creed-Karten mit ihren überall aufploppenden Fragezeichen übertrieben haben. Trotzdem fühlt es sich immer noch so an, als würde man zwischen einer Checkliste von Inhalten hin- und herreisen. Deutlich schöner wäre es, wenn mein Forschungsdrang viel häufiger mit einzigartigen Details belohnt würde. Dennoch möchte ich festhalten: Im Vergleich zu Odyssey schlägt Valhalla zumindest den Weg der Besserung ein. Außerdem scheint es mir, als würde sich Valhalla deutlich ernster nehmen als Odyssey - egal, ob es um die Missionen, Zwischensequenzen oder simple Interaktionen mit Dorfbewohnern oder Siedlern geht. Ein Glück!

Endlich in Ledecestrescire angekommen, suchen meine Verbündeten und ich nach dem König und überfallen dabei noch ein paar Klöster und Siedlungen. Diese Szenen sind hervorragend inszeniert und haben etwas Episches an sich. Das Kampfsystem ist an das von Odyssey angelehnt, fühlt sich aber etwas bodenständiger an. Unter anderem besteht die Möglichkeit, Gift auf Waffen aufzutragen oder einen Gegner mit einem Sprungangriff zu töten. Alles in allem machen die Kämpfe keinen schlechten Eindruck, die vielen Waffen und Skills erlauben individuelles Vorgehen, wirklich neu ist das aber nicht.

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Die Preview-Version wurde uns per Stream zugänglich gemacht. Damit gingen zwar technische Einbußen einher, aber ich kann trotzdem sagen, dass Assassin's Creed Valhalla optisch genau das erfüllt, was es erfüllen muss, um schmutzige, schlammige und brutale Kämpfe zu inszenieren, wie ich sie mir von einem England des 9. Jahrhunderts vorstelle. Insgesamt hat mich die Vorschauversion von Assassin's Creed Valhalla beeindruckt. Wenn Ihr mehr von der Formel wollt, die Origins etablierte, werdet Ihr es bekommen. Falls Ihr euch damit nicht zufriedengebt, könntet Ihr jedoch enttäuscht werden.

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