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Baphomets Fluch: Der Sündenfall

Baphomets Fluch: Der Sündenfall

Der fünfte Teil der beliebten Adventure-Serie steht in den Startlöchern und es ist der erste, den das Studio ganz alleine stemmt.

  • Martin Eiser

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Sich von Charles Cecil in Berlin das neue Adventure Baphomets Fluch: Der Sündenfall zeigen zu lassen, ist eine Einladung, die man nur schwer ausschlagen kann. Der Kopf hinter der Reihe ist nämlich nicht nur ein sehr symphatischer Zeitgenosse, sondern auch das Spiel im Gepäck ist interessant. Angekündigt wurde es im August des letzten Jahres. Für Cecil war damals klar, dass er mit den finanziellen Mitteln von Revolution Software lediglich ein simples Abenteuer erzählen könnte. Also wurde der Weg über Kickstarter gegangen und mehr als das doppelte an Geld eingespielt, was ursprünglich erhofft wurde. Also haben er und sein Team sich mächtig ins Zeug gelegt und herausgekommen ist ein zweiteiliges Abenteuer, dessen erste Episode Anfang Dezember an den Start geht.

Wieder startet die Geschichte in Paris und die beiden Protagonisten, der Anwalt George Stobbart und Journalistin Nico Collard, werden während eines Ausstellungsbesuchs in einer Galerie zu Zuschauern eines Raubs mit einem Toten. Gestohlen wird allerdings lediglich ein Bild mit einer Schlange, aber eben jener Schlange, die dem Spiel im Englischen seinen Namen gegeben hat: Broken Sword: The Serpent's Curse. Natürlich beginnen die beiden mit ihren Ermittlungen und stellen fest, dass es sich keinesfalls um ein gewöhnliches Bild gehandelt hat. Bei den Nachforschungen zieht es sie an ganz unterschiedliche Schauplätze auf der ganzen Welt und sie enthüllen eine Verschwörung längst vergessener Tage. Das erste Spiel soll dabei eine in sich geschlossene Handlung erzählen, die allerdings bereits das zweite Abenteuer andeutet.

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Baphomets Fluch: Der SündenfallBaphomets Fluch: Der Sündenfall
Die Handlung dreht sich diesmal nicht um Templer, aber das Thema Verschwörung bleibt präsent.

Dass Revolution Software in den Abenteuern gern eine Verbindung zur europäischen Geschichte sucht, ist kein Zufall. Charles Cecil ist ein großer Freund dieser Vergangenheit. Wenn er von der Kirche spricht, von Konflikten, Agnostizismus und Verschwörung, dann leuchten seine Augen. Er weiß einiges darüber, kennt verschiedene Theorien und Hintergründe. Vieles davon ist auch in die neue Geschichte eingeflossen. Die kommt allerdings dieses Mal ohne die bekannten Templer auskommen. Und tatsächlich ist es dieser Ansatz von Baphomets Fluch, etwas derartiges in der Handlung zu verarbeiten, das es besonders macht. Für mich ist die Reihe immer so etwas wie die Arthouse-Variante eines Adventures gewesen.

Obwohl es humoristische Elemente gibt, blieben die Spiele in ihren Grundzügen ernsthaft und es gab immer den deutlichen Bezug zur Realität. So ist es auch jetzt. Die Charaktere wirken glaubwürdig und nicht so klischeehaft. Die Handlung ist nicht übertrieben, obwohl es schon schwieriger ist, ohne Fokus auf Humor und Witz zu begeistern. Cecil hat ein einfaches Konzept: Er will Archetypen schaffen, keine Stereotypen. Es sollen Vorbilder sein und nicht nur billige Abziehbilder. Und auch beim neuen Spiel scheint das geglückt, auch wenn wir noch nicht in die deutsche Sprachausgabe reinhören konnten.

Wer die Entwicklung von Baphomets Fluch: Der Sündenfall bereits verfolgt hat, der weiß, dass Revolution Software auf Wunsch der Fans wieder auf den typischen 2D-Stil setzen. Damit trotzdem eine zeitgemäße Optik realisierbar ist, wurden die Charaktere zunächst in 3D gerendert und dann wieder in die 2D-Welt konvertiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auch wenn die Präsentation relativ simpel ist. Das Spiel wird uns technisch nicht wegblasen, das wird gerade an animierten Sequenzen deutlich. Doch zumindest wurde tatsächlich der Charme der Originale hervorragend eingefangen. Und durch die neuen technischen Möglichkeiten gibt es auch in der 2D-Welt ein Gefühl für räumliche Tiefe durch unterschiedliche Ebenen.

Baphomets Fluch: Der Sündenfall
Technisch ist es nicht herausragend, aber es wurde ein schöner Stil gefunden, der den Charme der Originale einfängt.

Sehr schön ist das Ergebnis auch auf der Playstation Vita, auf die der Titel es übrigens nicht nur wegen des Touchscreens geschafft hat, sondern auch, weil die Zusammenarbeit mit Sony so angenehm sei, sagt Cecil. In all den Jahren, in denen es Revolution Software gibt, sei noch nie jemand von Nintendo oder Microsoft auf das Studio zugegangen. Sony lobt Cecil ausdrücklich und stellt auch eine Version für Playstation 3 und Playstation 4 in Aussicht. Die Steuerung ist aber derzeit auf Tastatur und Maus sowie den Touchscreen optimiert. Für die Vita wurde bereits mit einer Tastensteuerung experimentiert, aber das Team konzentriert sich jetzt mit Hochdruck auf die Fertigstellung der ersten Episode.

Nebenbei arbeitet Revolution Software an der zweiten Episode weiter, schließlich hat man den Fans versprochen, bis Ende Januar das fertige Werk am Start zu haben. Und Charles Cecil sind die Fans und ihre Meinung sehr wichtig. Er ist ihnen für die Unterstützung unendlich dankbar: "Ohne Kickstarter wäre es nicht das Spiel gewesen, was ich hätte machen wollen." Er überlegt dann kurz, aber sagt dann ganz entschieden: "Es wäre schon Okay gewesen, aber erst jetzt bin ich wirklich zufrieden." Am 4. Dezember können wir uns selbst davon ein vollständiges Bild machen, dann erscheint Baphomets Fluch: Der Sündenfall.

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