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Batman: Arkham Origins

Batman: Arkham Origins

Alles auf Anfang heißt es auch bei Batman. Im neuen Spiel erleben wir einen Helden, der eigentlich noch gar keiner ist.

  • Martin Eiser

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Wie wird man eigentlich zum Superhelden? Diese Frage wurde schon oft versucht zu beantworten. Auch der Neustart von Batman auf der großen Leinwand hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Nun erreicht die Welle auch den Videospielhelden, der auf der Comicbuch-Reihe basiert. Der Batman, den wir aus Batman: Arkham Asylum und Batman: Arkham City kennen, ist ein starker Held und eine Figur, auf die Gotham City baut. Fünf Jahre zuvor ist das allerdings noch ganz anders gewesen. Batman ist erst seit einem Jahr als Fledermaus unterwegs und so gesehen noch ein Superhelden-Anfänger.

Commissioner Gordon ist noch kein Vertrauter von Batman, sondern nur ein weiterer Gegenspieler. Für Batman ist die Polizei korrupt und steht für nichts, auf das man sich verlassen kann. Und obwohl unser Held noch nicht lange im Anzug mit Cape steckt, hat er sich schon eine Menge Feinde gemacht. Und pünktlich zum Fest hat Black Mask auch noch eine Belohnung von 50 Millionen Dollar auf seinen Kopf ausgesetzt und damit jede Menge Superschurken angelockt. Für Batman bedeutet dies, dass sowohl die Unterwelt als auch die Polizei hinter ihm her ist - eine ganze Stadt will seinen Kopf.

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Batman: Arkham OriginsBatman: Arkham Origins
Trotz des neuen Entwicklers bleibt der Anspruch der gleiche: eine großartige Geschichte zu erzählen.

Der Entwickler von Batman: Arkham Origins sind beim neuen Spiel nicht mehr die Rocksteady Studios, sondern Warners neues Studio in Montreal. Trotzdem bleibt der Anspruch der gleiche: eine großartige Geschichte zu erzählen. Tatsächlich will das junge Team einen Fokus auf die Handlung legen und uns nahe bringen, wie Batman zum Dark Knight wurde. Und genau das ist auch der Grund, warum sie eigentlich gar nicht viel über die Ereignisse in Batman: Arkham Origins sprechen wollen. Es gibt mehrere Wendungen und Überraschungen, die auf keinen Fall vorweg genommen werden. Die Spielmechaniken allerdings zeigen sie gern.

Bei unserer Anspielsession bleibt natürlich nicht ganz aus, auch etwas über die Handlung zu erfahren. Wir sind an einem Tatort, an dem die Polizei eine Leiche nicht identifizieren kann. Batman allerdings glaubt, dass diese Person der Schlüssel für den Vorfall ist. Fünf Jahre später hätte er einfach Gordon angerufen und um eine Überprüfung gebeten. Jetzt müssen wir ins Polizeirevier einbrechen und uns Zugang zu den dortigen Computern verschaffen. Die Kämpfe hier laufen sauber und flüssig ab und zeigen das typische Kampfsystem aus den beiden bekannten Spielen. Natürlich sind die Fähigkeiten von Batman zunächst ein bisschen eingeschränkter, aber er lernt schnell.

Dieser Entwicklungsprozess ist übrigens ganz offenbar das Grundthema des Spiels. Wie erwähnt hält Batman die Polizei für korrupt. Er scheut daher auch nicht davor zurück, Gewalt gegen Beamte einzusetzen und kann seine Wut nur schwer unter Kontrolle halten. Und das, obwohl sein Butler Alfred versucht, ihm deutlich zu machen, dass dies irgendwann auch Verbündete sein können. Alfred ist der ruhende Pol gegenüber dem eher aggressiven Batman. Der Konflikt zwischen den beiden wird an einigen Stellen immer wieder eingebracht und es ist erstaunlich, wie stark die Reibungen manchmal sind. Wir dürfen schließlich nicht vergessen, dass Alfred tatsächlich der einzige Partner ist. In dieser Phase gibt es weder Catwoman noch Robin.

Batman: Arkham Origins
Die Größe der offenen Spielwelt hat sich gegenüber Batman: Arkham City verdoppelt.

Und so wie sich Batman verändert, versucht das Studio einen ganz ähnliche Prozess bei uns in Gang zu setzen. Obwohl alle Spieler vermutliche unterschiedliche Startvorraussetzungen haben werden, ist angestrebt, dass wir uns irgendwann mit dem Helden synchronisieren. Und so wie er sich entwickelt, werden wir auch besser. Wir müssen irgendwann lernen, dass einfach nur auf die Tasten kloppen uns nicht ans Ziel führt. Wir müssen unsere Reaktionen verbessern und geschickter werden. Es gibt sogar Trainingsmöglichkeiten in der Bathöhle, mit denen wir genau das üben können. Die gewachsene Stärke von Batman, so der Plan, sollen auch wir nachvollziehen, ja sogar fühlen können. Wir müssen uns verändern. Wir müssen der Dark Knight werden.

Natürlich lässt sich das nicht einfach so abschätzen. Denn obwohl die Vorstellung schön ist, dass dies gelingt, diesen Traum haben die meisten Entwickler. Der große Ausschnitt aus dem Werk hat bereits ein paar Stellen gezeigt, an dem Dialoge zwischen Batman und Alfred etwas aufgesetzt wirkten. Als Film wäre die Handlung womöglich gar nicht so gut. Allerdings sollten Spiele dies auch nie versuchen. Ihre Stärke ist es tatsächlich, uns über die direkte Kontrolle einzusaugen. Und zumindest spielerisch ist Warner auf dem richtigen Weg.

Die Größe der offenen Spielwelt hat sich gegenüber Batman: Arkham City verdoppelt. Neu ist daher, dass wir diesmal optionale Schnellreisepunkte haben. Bessere Gadgets liefert Wayne Tech, dazu kommen Verbesserungen für den Kampf aus den vier Teilbereichen Grundtechniken, Nahkampf, Unsichtbarer Jäger und Unterstützende Upgrades. Und weil das irgendwann recht umfangreich wird, werden alle ausführlich beschrieben und gezeigt. Warner will eben auch jene vor die Konsole bekommen, die die beiden Vorgänger vielleicht noch nicht kennen.

Batman: Arkham Origins
Warner will eben auch jene vor die Konsole bekommen, die die beiden Vorgänger vielleicht noch nicht kennen.

Wir erfahren, dass es zu den gewöhnlichen Schurken und Polizisten irgendwann auch noch die Attentäter kommen. Die sollen das Spielgefühl dann noch einmal drehen und den Schwierigkeitsgrad heben. Gesehen haben wir auch eine Begegnung mit dem Pinguin und dem verrückten Hutmacher. Letzterer zeigte sich in einem wirklich abgefahrenen Level, dass die Alptraumversion von Alice im Wunderland gewesen sein muss. Wie die traumartige Sequenz sich in das Spiel einordnet, wissen wir allerdings noch nicht.

Höhepunkt war aber der Kampf mit Deathstroke, der sich eben genau darum drehte, ob nicht nur Batman sich verändert, sondern auch wir besser werden. Der Bosskampf ist eine Art Test, ob wir auch schon bereit sind, das nächste Kapitel aufzuschlagen. In unserer Runde gelang es nicht jedem, Deathstroke zu schlagen - es fehlte die angesprochene Übung. Batman: Arkham Origins wird in jedem Fall ein sehr spannender Titel, den niemand unterschätzen sollte. Und sollte es Warner wirklich gelingen, die Grenze zwischen uns und Batman verschwinden zu lassen, dann wird es das versprochene dritte Meisterwerk. Auch ohne die Hilfe von Rocksteady.

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