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Battlefield: Hardline

Battlefield: Hardline

Die Entwickler von Visceral Games wollen einigen einiges beweisen, wenn sie im Herbst ihr erstes Battlefield abliefern.

Wir müssen zugeben, dass wir ein wenig skeptisch waren, als bekannt wurde, dass die Macher von Dead Space an einem Battlefield mit dem uralten Kampf von Polizisten und Gangstern als Hintergrund arbeiten. Der hörte sich, obwohl sich der DICE-Militärshooter vom Zweiten Weltkrieg über Vietnam in die Gegenwart und Zukunft weiterentwickelt hatte, etwas eigenartig an. Schließlich ist die Reihe im Kern einfach ein Kriegsspiel.

Die EA-Pressekonferenz auf der E3 war ein bisschen eine Enttäuschung. Obwohl wir erste Einblicke und Versprechungen über Spiele von Bioware, DICE und Criterion bekommen haben - es hat sich alles eher vage und noch viel zu früh angefühlt. Battlefield: Hardline war die einzige Enthüllung, die man sich auch wirklich spielen konnte und EA überraschte alle, als nach der Konferenz der Vorhang zu 64 vernetzten Playstation 4 geöffnet wurde, auf denen Battlefield: Hardline gespielt werden konnte. Der Fakt, das gleichzeitig die Beta gestartet wurde, war für die Leute zu Hause wohl die größte Überraschung. Ein kleines bisschen E3, auch wenn man nicht in Los Angeles war.

Battlefield: HardlineBattlefield: Hardline
Man hat das Gefühl, die Fahrzeuge sind noch wichtiger geworden

Den Multiplayer zuerst zu zeigen, es war von Visceral Games sicher bewusst so geplant. Bekannt für großartige Singleplayer-Kampagnen wussten sie, dass sie den Battlefield-Fans ihre Fähigkeiten im Multiplayer erst noch beweisen müssen - nicht nur wegen mangelnder Erfahrung, sondern auch wegen der riesigen Probleme, die Battlefield 4 beim Start hatte.

Die Beta früh zu starten, sorgte dafür, dass die Leute verstehen, dass die Entwickler auf Feedback hören und weiterentwickeln. Das ist besonders wichtig, weil EA versucht, die Marke auch außerhalb des Kriegsthemas und jenseits von DICE zu etablieren. Natürlich ist DICE bei der Entwicklung von Hardline mit im Boot. Auch wenn General Manager Karl-Magnus Troedsson auf der Bühne steht und die Frostbite-Engine von DICE benutzt wird - das ist im Kern doch eine Visceral Produktion.

Mein erster Eindruck räumt einige Bedenken sofort aus. Das ist ein echter Battlefield-Multiplayer - auch wenn sich die Modi, Skins und das Setting unterscheiden. Man hat das Gefühl, die Fahrzeuge sind noch wichtiger geworden und das zeigt, wie wichtig Mobilität in Modi wie Heist ist, mit deren starkem Fokus darauf, die Beute von einem Ort zum anderen zu bringen. Die Front wird weniger betont, aber insgesamt ist genau jene Gefühl von Freiheit und taktischer Tiefe zu spüren, das man von Battlefield kennt

Battlefield: Hardline
Es ist durchaus vorstellbar, dass die Battlefield-Spieler mit beiden Games parallel ihren Spaß haben könnten, da sie sich deutlich genug voneinander unterscheiden.

Visuell ist Battlefield: Hardline nicht ganz so beeindruckend wie Battlefield 4. Eventuell wurde einiges der Optik etwas heruntergedreht, um für mehr Stabilität zu sorgen. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur an dem anderen Setting und Stil.

Heist ist der einzige der vier neuen Modi von Battlefield: Hardline, die bisher gezeigt wurden. Ein relativ einfacher und angemessen symmetrischer Modus, in dem Kriminelle versuchen, Pakete zu stehlen, während die Polizisten diese als Beweise einsammeln müssen. Die anderen Modi scheinen mit Verfolgungsjagden und Geiseln einzigartigere Szenarios zu bieten und es ergibt Sinn, dass EA Battlefield: Hardline etwas von der normalen Battlefield-Reihe abgrenzt.
Es ist durchaus vorstellbar, dass die Battlefield-Spieler mit beiden Games parallel ihren Spaß haben könnten, da sie sich deutlich genug voneinander unterscheiden.

Entscheidend wird die Einzelspieler-Kampagne sein. Visceral hat in den letzten Jahren eher mittelmäßige Spiele abgeliefert, aber das großartige erste Dead Space ist nicht vergessen. Es ist an der Zeit, eine ähnlich denkwürdige Einzelspieler-Kampagne abzuliefern - und hoffentlich gelingt ihnen genau dies. Den Film Heat als Blaupause für ein Spiel zu benutzen, ist sicher nicht besonders einzigartig, aber wir sind gespannt wie sich Hardline entwickeln wird.

Kürzlich haben wir bei Creative Director Ian Millham nachgefragt, woran noch gearbeitet werden muss: "Offensichtlich müssen wir noch den Rest des Spiels fertigstellen und es ist ein sehr ambitioniertes Spiel - also gibt es hier noch viel zu tun. Ein Grund, warum wir eine offene Beta haben und das die Leute wie irre spielen, ist, dass wir wirklich das Feedback der Leute bekommen wollten. Wir können online reagieren, wir haben die Foren im Blick, wir werden die Telemetrie bekommen, es werden Tonnen von Bugs gemeldet werden, wir werden alles Arten von Zeug bekommen, damit das hier das straffste Battlefield aller Zeiten wird." Es hört sich ohne Zweifel nach dem richtigen Ansatz an.

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