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Bericht: Spanische Regierung zieht Regulierung von Lootboxen in Betracht

Der Präsident des spanischen Verbandes zur Rehabilitation von Glücksspielsüchtigen bestätigt, dass entsprechende Maßnahmen mit dem Verbrauchsminister diskutiert werden.

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In Spanien tut sich etwas im Kampf gegen das Glücksspiel. Nachdem Anfang des Jahres ein neues Gesetz die Regulation von Werbung in verantwortungsbewusstem Glücksspiel beschränkt, beabsichtigt die Regierung nun offenbar auch, die in Videospielen (un-)beliebten Lootboxen zu überprüfen. Zumindest soll der spanische Verbrauchsminister Alberto Garzón eine klare Meinung zu diesem Bezahlmodell haben, kommentiert der Präsident des Lobby-Verbands FEJAR (Spanischer Verband rehabilitierter Glücksspieler), Enrique Gutiérrez Muélledes, gegenüber Millenium.

Der Minister habe sich verpflichtet, eine Reihe von Maßnahmen zur Kontrolle der Beutekisten-System in Spielen zu ergreifen, die in Ländern wie Belgien bereits verboten wurden. Obwohl FEJAR derzeit keine näheren Angaben darüber macht, woraus diese neue Verordnung wohl bestehen könnte, erklärt der Verband in einer Pressemitteilung, dass "der Minister sehr empfänglich für die [...] vorgelegten Vorschläge" war. Der Lobby-Verband unterstützt den Abgeordneten, der sich seit langem öffentlich gegen Wettbüros und Buchmacher im Pferderennen ausspricht.

In einem neuen Abkommen, das von der spanischen Koalitionsregierung zwischen PSOE und Unidas Podemos erarbeitet wurde, wird immerhin schon um eine "dringende Regulierung des Glücksspiels zur Verhinderung und Eindämmung" der erkannten Suchtgefahren gebeten. Es bleibt abzuwarten, doch ob diese Regelung auch auf Videospiele ausgeweitet wird, die Beutekisten und vergleichbare Mechaniken beinhalten, bleibt abzuwarten (unsere spanischen Kollegen meinen, dass einiges darauf hindeutet).

Nicht nur Belgien hat Maßnahmen gegen solche Systeme ergriffen, auch Südkorea oder Japan haben damit begonnen, Mikrozahlungen einzudämmen, was von den Nutzern nicht immer gut aufgenommen wurde. In Deutschland sehen die Verantwortlichen kein Problem darin, Kinder an das virtuelle Glücksspiel von Online-Casinos heranzuführen.

Bericht: Spanische Regierung zieht Regulierung von Lootboxen in Betracht
Alberto Garzón (Mitte) auf der Madrid Games Week. Bildquelle: @agarzon.


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