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Biomutant

Biomutant - Anspielerfahrungen

Wenige Tage vor der offiziellen Ankündigung haben wir Experiment 101 einen Besuch abgestattet, um mehr über ihr neues Spiel BioMutant zu erfahren.

  • Bengt Lemne

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Biomutant ist ein Spiel, das wir nicht unbedingt von einem neuen Entwicklerstudio mit lediglich 14 Mitarbeitern erwarten würden. Das Action-RPG ist in einer offenen Welt angesetzt und verbindet tiefgreifende Gameplay-Systeme mit großer Geschichte und verschiedenen Fraktionen. Es erinnert in seinem jetzigen Stand mehr an The Legend of Zelda: Breath of the Wild, als am eher lineareren Horizon: Zero Dawn.

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Das Studio ist durch den ehemaligen Art Director von Avalanche Studios, Stefan Ljungqvist, und einigen weitern Avalanche-Veteranen gegründet worden und umfasst nun auch einige Leute von Goodbye Kansas. Das Studio hat in der letzten Zeit vor allem an visuellen Effekten für Filme, CG-Trailer und In-Game-Assets für Spiele gearbeitet. Euch sei vergeben falls Biomutant für euch auf den ersten Blick an als Spiele im Stile von Just Cause oder Mad Max erinnert, allerdings ist die Basis des Abenteuers auf vielen Design-Entscheidungen aufgebaut, die daraus eine sehr unterschiedliche Erfahrung erschaffen.

"Biomutant ist ein postapokalyptisches Kung-Fu-Fable.", erklärt uns Ljugqvist auf der Studiotour. "Damit meine ich, dass man als Tier spielt. Wenn ihr euch wirklich [den Vergleich] geben wollt, dann ist es ein Kung Fu Panda. Es hat diese Einflüsse von Mad Max, allerdings nicht in seiner braun-dystopischen Art. Eigentlich ist es eher Zelda, allerdings hat [Biomutant] einen halbrealistischen Stil und stellt Spieler-Freiheit und die Entscheidung vor das Erzählen einer linearen Geschichte."

Der erste Prototyp von Biomutant war ein Top-Down-Action-Rollenspiel, doch kurz bevor sich das Team zum Meeting mit Sony auf den Weg machte, veränderten sie die Perspektive des Spiels. Dadurch kam es mittlerweile zu Änderungen, die mit dem eigentlichen Konzept nur noch sehr wenig zu tun haben. Wir haben einige Zeit mit der Gamescom-Demonstration verbracht und unser Abenteuer im Charakter-Anpassungsmenü gestartet. Dort legen wir das Aussehen und die Tribute unseres mutierten Piraten-Waschbärs (oder was auch immer wir spielen) fest. Ändern wir etwa das Gewicht unseres Streiters, verlangsamt sich seine Bewegungsgeschwindigkeit, im Gegenzug dafür erhalten wir Stärkepunkte. Sogar das Fell, die Fangzähne und die Krallen lassen sich individualisieren, doch wie genau sich diese Merkmale auf das Spiel auswirken, ist noch nicht bekannt. Vielleicht bleiben die Änderungen auf kosmetischem Niveau.

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Biomutant

Obwohl unser Charakter recht ausgewogen zwischen Stärke und Wendigkeit eingependelt wurde, ist Biomutant ein sehr schnelles Spielerlebnis. Im Kampf kommt es darauf an, Nahkampfangriffen auszuweichen, während wir wiederum mit unseren Waffen ballern oder Kombos nutzen. Im Grunde hauen, schießen und springen wir die ganze Zeit, dabei reicht es meist schon aus, nur grob in die Richtung des Feindes zu zielen, um erfolgreich Treffer zu landen. In diesem Sinne ist Biomutant mehr RPG als Action-Spiel.

Wir sind in der Lage einige ziemlich coole Fähigkeiten zu nutzen und setzen Mutationen ein, mit denen wir die Feinde lähmen oder ihre Bewegungsfähigkeiten einschränken. Damit wir in der Demo alle Dinge ausprobieren konnten und das volle Potential des Spiels zu sehen bekommen, waren wir viel zu stark unterwegs und hatten Zugriff auf alle Mutations-Fertigkeiten. Im richtigen Spiel müssen diese Talente durch das Sammeln von Ressourcen aus dem Fähigkeitenbaum freigeschaltet werden. Das werden wir auch tun müssen, denn die großen Gegnertruppen stellen selbst bei unserem übermächtigen Charakter eine kleine Herausforderung dar. Insgesamt fühlt sich der Kampf aktuell sehr schnell, flüssig und zugänglich an.

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Mit einer Fähigkeit konnten wir eklige Kleintiere auf unsere Feinde hetzen, um diese zu verwirren. Telekinese durfte ebenfalls eingesetzt werden und mit Trampolin-Pilzen bewegten wir uns akrobatisch über das Schlachtfeld. Neben den Mutationen besteht noch die Möglichkeit, sich mit "Cyborg-Verstärkungen" auszurüsten, um kybernetische Flügel zu bekommen (und länger gleiten zu können) oder einen Doppelspung auszuführen.

In der Demoversion kam zudem ein Ying-Yang-Karma-System zum Tragen, das sehr stark an Knights of the Old Republic oder die originale Mass Effect-Trilogie erinnert. Das Moralsystem wird unsere Interaktionsmöglichkeiten beeinflussen und soll sich auf die verschiedenen Fraktionen und die Geschichte auswirken. In unserer Präsentation wirkte sich diese Mechanik auf die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten aus, mit denen wir eine Situation angehen. Im Verlauf von Biomutant soll sich dadurch die Art und Weise verändern, wie Charaktere mit uns umgehen.

Die Geschichte von Biomutant dreht sich um eine Umweltkatastrophe und das Ende der Welt, was die verbleibenden Menschen in sechs unterschiedliche Fraktionen spaltete. Es ist die Rolle des Spielers, die Unterschiede zu überwinden und die Welt, genauer gesagt den Baum des Lebens, der über der zersplitterten Welt thront, zu heilen. Alternativ dürfen wir uns auch aktiv gegen die Rettung der Welt entscheiden und auf unseren eigenen Pfaden wandeln. Jede Wurzel des Baumes wird von einem Monster belagert, das die Lebensader des Jahrtausendealten Lebenwesens bedroht. Sollten wir uns dazu entscheiden, den Baum und die Welt zu retten, müssen wir dieses Monster besiegen. Ansonsten müssen die sechs Fraktionen ausgeschaltet werden, damit die Monster ihre grausige Tat ungestört angehen können.

Zu Beginn des Spiels werden drei Fraktionen auf der positiven Ying-Seite stehen und versuchen, den Lebensbaum zu bewahren. Ihre Gegenspieler wollen diese Pläne vereiteln und unsere Aktionen können sich auf das Gefühl dieser Stämme auswirken und dadurch "den Verlauf der Geschichte" beeinflussen. Im Grunde wählen wir aber einfach eine Fraktion aus und führen sie zum Sieg. Wer die Parteien lieber vereinen oder auslöschen möchte, darf sich alternativ daran probieren. Ein interessantes Detail ist eine Wolf-ähnliche Kreatur, die wir in ausgewählten Situationen während der Geschichte treffen werden. Sie ist der einzige verbleibende Fleischfresser auf der Welt und wie wir mit dem Wolf umgehen und was es mit dem Tier auf sich hat, ist eines der Schlüsselelemente des Spiels.

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Wo wir gerade vom Plot sprechen, wir folgen nicht wirklich einem vorgegebenen Weg, stattdessen wird die Geschichte durch die vielen Begegnungen mit anderen Charakteren vorangetrieben. Einige Figuren haben wir bereits getroffen, als wir in einem Bunker unterwegs waren. Dort gab es zum Beispiel Gizmo Greasemonkey, ein Mechaniker, der Mechs herstellt, mit deren Hilfe können wir ein konterminiertes Areal (die tote Zone) erkunden. Wir könnten uns diesem Schauplatz auch ohne Mech nähern, zum Beispiel mit einer Gasmaske, nur leider hält die nicht so lange, wie ein anständiger Roboter. Außerdem gibt es da noch Biomutants Äquivalent zu Q von James Bond. Wiz stattet uns mit allerhand technischen Gadgets aus, andere Figuren leihen uns einen Jet Ski oder ein Luftschiff für die freie Erkundung.

Experiment 101 wurde vor einigen Jahren gegründet, Biomutant ist seit etwas mehr als ein Jahr in Entwicklung. Unser Eindruck vom Spiel ist ziemlich positiv, obwohl sich das Spiel ja noch überhaupt nicht richtig geöffnet hat. Das Versprechen von lustigen Vehikeln, Mechs, Gadgets, Mutationen und einem voll funktionstüchtigen Karma-System mit verschiedenen Enden, Crafting- und Loot-Komponenten und dem bekannten RPG-Wahnsinn; das hört sich nach einer schönen Vision für ein offenes Spiel an. Hoffentlich gelingt es dem jungen Team, all diese Versprechen einzulösen.

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