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Kritiken
Bleeding Edge

Bleeding Edge

Das erste Spiel von Ninja Theory als Bestandteil der Xbox Game Studio ist ab sofort erhältlich und kann im Xbox Game Pass gekauft und gespielt werden.

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In den Anfangsjahren sah es für die Xbox One ziemlich öde aus, aber auf der E3 2018 gab es einen Hoffnungsschimmer. Phil Spencer betrat die Bühne, um zu enthüllen, dass Microsoft sein Portfolio um vier neue Studios erweitert hatte, darunter Ninja Theory - die Köpfe hinter Hellblade: Senua's Sacrifice und DMC Devil May Cry aus dem Jahr 2013. Bleeding Edge, die erste Veröffentlichung von Ninja Theory nach der Übernahme, ist ein radikaler Umbruch für das Team, denn es stellt das erste Projekt der Briten im Genre der Online-Arena-Brawler dar.

Bleeding Edge ist ein Mehrspielerspiel mit zwei Teams à je vier Spieler. Es gibt zwei Spieltypen, in denen die acht Teilnehmer eines Matches gegeneinander antreten: Objective Control und Power Collection. In der ersten Variante müssen Kontrollpunkte eingenommen und verteidigt werden. Die Alternative sieht so aus, dass Spieler auf der Karte Kraftzellen sammeln und an markierten Stellen ablegen müssen, sobald diese verfügbar werden. Diese Variante fühlt sich eher nach einem dynamischen Katz-und-Maus-Spiel an, da wir beim Tod alle gesammelten Kraftzellen fallenlassen. Wir können unsere gesammelten Zellen außerdem nicht abgeben, solange uns ein Feind Schaden zufügt.

Es ist entscheidend für unseren Erfolg, dass wir als Team arbeiten und eine abwechslungsreiche Teamkomposition haben. Wer alleine als einsamer Wolf durch die Karte zieht, wird nicht sehr weit kommen und er zieht die anderen Mitglieder seines Teams runter. Die Spieler können zwischen Tank-, Unterstützungs- und Kampfklassen wählen und jede dieser Unterscheidungen hat eine bestimmte Rolle zu erfüllen. Tanks sollten zum Beispiel immer an vorderster Front agieren und die Gegner davon abhalten, die empfindlicheren Teile des eigenen Teams anzugreifen. Die Supporter sollten sich bedeckt halten, Schilde verteilen und Teamkollegen mit Heilstrahlen aushelfen. Diese Betonung auf Teamarbeit wird jedoch zu einem Problem, wenn euer Team nicht zusammenarbeitet und das feindliche Team einzelne Spieler in Sekundenschnelle aufreibt.

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Derzeit gibt es außerdem kein Ranglisten-Matchmaking, was bedeutet, dass erfahrene Spieler nur selten unter kompetitiven Bedingungen aufeinandertreffen werden.

Was wir an Bleeding Edge sehr schätzten, war das Gefühl von Energie und Dynamik, das Ninja Theory durch die Gestaltung ihrer Arenen präsentiert. Auf jeder Karte befinden sich Sprungpads, mit denen wir auf höhere Plattformen gelangen oder in der Hitze des Gefechts einen Höhenvorteil erlangen und somit einem feindlichen Hinterhalt entkommen. Wenn wir die Richtungstaste gedrückt halten, können wir auf ein flottes Hoverboard wechseln, mit dem wir schneller über die Karte sprinten. Es gibt auch Umweltgefahren, vor denen wir uns in Acht nehmen müssen - die sich jedoch auch zu unserem Vorteil nutzen lassen. Während eines frühen Spiels warf uns ein gegnerischer Spieler beispielsweise vor einen entgegenkommenden Zug und löschte uns somit sofort aus. Die Karten fühlen sich alle gut ausgearbeitet an, aber es gibt im Moment nur fünf davon, also wiederholen sich die Dinge schnell. Bis wir alles gesehen haben, dauert es nicht länger als eine Stunde.

Wir fanden den Kampf bissig und leicht zu verstehen, nachdem wir das fünfminütige Tutorial abgeschlossen hatten. Jeder Charakter hat einen anderen, grundlegenden Angriff (einige sind Nahkämpfer, andere verschießen Projektile) und wir können ihre Angriffe wie in einem traditionellen Beat'em Up zu Kombos zusammenfügen. Jeder Charakter hat außerdem drei verschiedene Spezialfähigkeiten, die starke Effekte haben können, aber eine Abklingzeit von einigen Sekunden haben. Die wirkungsvollsten Fähigkeiten sind die Supers, die während eines Spiels sparsam eingesetzt werden müssen. Jeder Spieler hat zwei Varianten davon, kann aber immer nur eine aktiv haben. Daher ist taktisches Denken erforderlich, um die richtige Fähigkeit auszuwählen und zu wissen, wann diese verwendet werden soll.

An unseren Kämpfern dürfen wir noch weiter herumbasteln, da es eine Auswahl an Mods gibt, von denen wir pro Figur maximal drei Versionen gleichzeitig ausrüsten können. Wir konnten unmöglich alle Setups ausprobieren, aber zumindest die passiven Boosts wirken relativ ausgewogen und subtil. Es geht hier eher darum, den eigenen Kämpfer in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren - komplett unfaire Skills sind also nicht beabsichtigt (und wären auch blöd). Es gibt auch ein Dojo, in dem wir mit unseren neuen Build ausprobieren können, bevor wir damit in die Arena springen. Wir empfehlen diesen Bereich definitiv, wenn ihr ein bisschen herumexperimentieren wollt.

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Es gibt auch ein Dojo, in dem wir mit unseren neuen Build ausprobieren können, bevor wir damit in die Arena springen.

Der Online-Team-Brawler im schicken Cel-Shading-Look wurde mit elf spielbaren Charakteren gestartet (ein weiterer - Mekko, der Delphin - wird in Kürze hinzugefügt). Es hat uns erstaunt, wie viel Mühe Ninja Theory darauf verwendet, dass sich jeder Kämpfer einzigartig anfühlt, deshalb hat es auch nicht lange gedauert, bis wir ein paar Favoriten hatten. Mein persönlicher Liebling ist sicher Kulev, eine Roboterschlange, die um eine verfallende Leiche gewickelt ist, oder Buttercup, eine Dame, die mit einem Motorrad verbunden ist. Wir würden jederzeit Qualität vor Quantität stellen, aber so wie es aktuell aussieht, fühlt sich die Aufstellung leider etwas dünn an. Wir haben uns jedenfalls schnell daran gewöhnt, die gleichen, alten Gesichter auf dem Schlachtfeld zu sehen.

Was schmerzlich fehlt ist eine Art Matchmaking-Funktion, mit der wir auswählen, welche Art von Match wir erleben wollen. Das mag trivial klingen, da es derzeit nur zwei Modi gibt, aber wir haben festgestellt, dass Power Collection eigentlich immer gespielt wird. Wir gehen davon aus, dass wir noch länger auf unseren Lieblingsmodus warten müssen, sobald mehr Modi eingeführt werden. Derzeit gibt es außerdem kein Ranglisten-Matchmaking, was bedeutet, dass erfahrene Spieler nur selten unter kompetitiven Bedingungen aufeinandertreffen werden. Ob Mitspieler mit ähnlichen Fähigkeiten gruppiert werden, können wir nicht sagen.

Wir sind sicher, dass Bleeding Edge das Potenzial hat, zu etwas Besonderem zu werden, aber wir konnten nicht anders, als das Gefühl zu haben, dass die Dinge zum Start etwas zu nackt ausfallen. Der Brawler bietet derzeit nur zwei Modi und fünf Karten, was bedeutet, dass wir alles schon ziemlich früh gesehen haben. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass die auf Nahkampf ausgerichteten Schlägereien ein großartiges Gefühl der Energie mit sich bringen und dass die Besetzung der Charaktere für lustige Kompositionen mit ihren skurrilen Persönlichkeiten sorgt. Wenn ihr ein Game-Pass-Abonnent seid, würde es euch sicher nicht schaden, in ein oder zwei Matches zu springen. Dass ein talentiertes Studio etwas Neues probiert, sollte nämlich Beachtung finden.

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07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
alle Charaktere fühlen sich unverwechselbar und strahlen eine eigene Persönlichkeit aus, der Kampf ist bissig und lebhaft, das Mod-System bietet taktische Tiefe.
-
Inhalt beim Start ist überschaubar, es gibt kein klassisches Matchmaking.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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