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Bravely Default II

Bravely Default II - Demo angespielt

In Excillant steht die nächste Pilgerreise an, denn es gibt erneut Ärger mit den Kristallen. Wir haben uns selbst ein Bild der Lage gemacht.

Seit kurzem gibt es im Nintendo-Switch-eShop eine spielbare Demoversion von Bravely Default II, dem dritten Spiel der Reihe, das exklusiv für die Nintendo Switch kommt. Intelligent Systems hat es mit Fire Emblem: Three Houses vorgemacht und auch Entwickler Silicon Studio verlässt nun die alte 3DS-Hardware, um es sich auf der super erfolgreichen Switch gemütlich zu machen. Wir haben uns natürlich einen Eindruck davon gemacht, was das dritte Kapitel des JRPGs für treue Spieler bereithält und uns das erste Abenteuer von vier neuen Helden angesehen.

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Solche Umgebungen konnten uns auf dem Nintendo 3DS bereits in ihren Bann ziehen.

Die Demo verzichtet jedoch auf eine Einführung der vier Spielfiguren. Stattdessen begrüßt uns der Hinweis, dass diese spezielle Fassung absichtlich etwas schwerer ausfallen wird, als das finale Spiel. Auf diesem Wege will der Entwickler Fans die taktische Finesse des Games erleben lassen. Diese interessante Entscheidung führte direkt dazu, dass ich bereits im ersten Kampf chancenlos draufgegangen bin (und dabei habe ich auf dem 3DS 200 Stunden in die beiden Vorgänger investiert). Der Anfang war selbst mit geeigneter Strategie relativ zäh, weil das bekannte Kampfsystem nicht aus dem Stehgreif verständlich wird.

In Bravely Default II wird rundenbasiert gekämpft und es gibt einen besonderen Clou: Die Einheiten können sogenannte Battle-Points, kurz BP, ansparen, um mehrmals pro Zug zu agieren oder um besonders mächtige Effekte zu nutzen. Maximal vier Aktionen lassen sich auf diese Weise pro Spielfigur in einer Runde ausführen und ihr könnt diesen Overkill auch dann aktivieren, wenn ihr noch gar nicht genügend BP gesammelt habt - dann seid ihr allerdings mehrere Runden lang schutzlos den feindlichen Zügen ausgeliefert und könnt nicht reagieren. Die Gegner beherrschen diese Mechanik ebenfalls, was zu intensiven Gefechten mit einer spannenden Dynamik führt.

Daran unmittelbar angekoppelt ist das großartige Klassensystem, für das Bravely Default bekannt ist. Im letzten Spiel Bravely Second: End Layer gab es 30 Klassen mit elf passiven und aktiven Fähigkeiten, die wir durch fortlaufende Kämpfe angesammelt und freigeschaltet haben. Damit ließen sich absurd mächtige Hybridklassen erstellen, die unfassbar viele komplexe Strategien zuließen. Bravely Default II zeigt uns die ersten sechs Klassen, auf die alle vier Charaktere gleichzeitig zugreifen dürfen (die Letzte schalten wir frei, indem wir den Boss der Hauptmission besiegen).

Bravely Default II
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Diese Demoversion wurde laut dem Entwickler vom Hauptspiel losgelöst und das sorgt dafür, dass wir quasi keine Informationen über die Geschichte des fertigen Spiels erhalten. Wir haben lediglich erfahren, dass unsere Truppe auf der Suche nach den vier Kristallen ist, um sie wieder unter Kontrolle zu bringen. Offenbar steht die Welt erneut vor dem Abgrund, beispielsweise hat der Windkristall dafür gesorgt, dass eine Wüstenstadt zur Hälfte im Oasenwasser versinkt. Inwieweit solche Vorkommnisse zeitlich in den Rahmen der beiden Vorgänger fallen, wird uns Nintendo sicherlich im Laufe des Jahres genauer erklären.

Unsere Truppe besteht aus Seth, der sein Gedächtnis verloren hat, der Kristallvasallin Gloria, die verführerische Söldnerin Adelle und einem sehr lustigen Trunkenbold namens Elvis. Die vier suchen in der Stadt nach Informationen zum Windkristall und stoßen während ihrer Recherche auf ein Gerücht, das sie in eine nahegelegene Ruine führt, wo sie schließlich auf einen Asterik-Träger stoßen (Asteriks sind Edelsteine, die uns den Klassenwechsel ermöglichen). Anschließend können wir noch ein, zwei Geheimnisse in der Spielwelt entdecken, beispielsweise wirft uns Silicon Studio zwei Superbosse entgegen, gegen die Level-20-Charaktere nicht den Hauch einer Chance haben - spaßig.

Die Klassen haben neuerdings übrigens eine Spezialattacke, die wir zuerst aufladen müssen, indem bestimmte Voraussetzungen erfüllt wurden. Als Freiberufler genügt es bereits zehn normale Angriffe vom Zaum zu lassen, um diese Fähigkeit bereit zu haben. Seth führt daraufhin eine starke Attacke aus, die unsere Truppe einen mächtigen Werteboost verleiht. Dieses Manöver verändert den Rhythmus des Soundtracks und solange die neue Melodie spielt, profitieren unsere Kämpfer von diversen Zusatzeffekten.

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Was den Entwicklern offenbar erneut sehr wichtig war, ist das Interface und generell die Menü-Navigation. Halten wir im Kampf beispielsweise die A-Taste auf dem rechten Joy-Con gedrückt, wird automatisch der letzte Befehl wiedergegeben, den die jeweilige Figur in der vorherigen Runde ausgeführt hat. Schon Bravely Default bemühte sich darum, den Grind so angenehm wie möglich zu gestalten und da möchte Silicon Studio offenbar dran ansetzen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern werden wir jedoch nicht mehr in Zufallskämpfe geworfen, sondern steuern unsere Gegner auf der 3D-Weltkarte oder in Dungeons direkt an.

Was uns in dieser frühen Version auffiel, war der ikonische Grafikstil, den wir leider nur noch in den Hintergründen erkennen können. Die 3DS-Games waren die schönsten Spiele auf dem alten Nintendo-Handhelden und sie haben den 3D-Effekt des Geräts wahnsinnig gut für sich nutzen können. In Bravely Default II sind diese Panoramen ebenfalls vorhanden, allerdings beißen sie sich meiner Meinung nach sehr stark mit dem überstilisierten und in diesem Werk auch super langweiligen Chibi-Stil der Spielfiguren. Die Charaktere wirken sehr plastisch und glänzen unnatürlich, was der visuellen Identität einfach nicht sehr gut tut. Ich fürchte deshalb ganz konkret darum, dass die charmante Präsentation den Übergang zur Switch nicht unbeschadet überstanden hat, was ein echter Verlust für die Marke von Square Enix wäre...

Unabhängig davon ist es offensichtlich, dass Silicon Studio viele Ideen aus den Vorgängern aufgreift, um das neue Kapitel der Reihe zu unterfüttern. Da sich jedoch bereits der Vorgänger trotz eigener Iden wie eine Kopie der originalen Formel anfühlte und wir in dieser Demo lediglich einen Ausblick auf bekannte Aspekte des Gameplays bekommen haben, ist unser Eindruck nach den ersten drei Stunden insgesamt etwas ernüchtert. Wir wissen, dass Silicon Studio in ihren früheren Spielen spannende narrative Kniffe einbauen konnte und das erwarten wir auch in Bravely Default II. Silicon Studio kann ihrem acht Jahre alten Spiel aber nicht für immer hinterherrennen - sie müssen uns langsam beweisen, dass sie mehr auf Lager haben.

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Gegen diese Gegner hatten wir nicht den Hauch einer Chance...

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