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Call of Duty: Advanced Warfare

Call of Duty: Advanced Warfare

Wir haben den Multiplayer von Call of Duty: Advanced Warfare kurz vor dem Start der Gamescom erstmals angespielt.

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Es ist das erste eigene Spiel, das Sledgehammer Games abliefert. Gegründet wurde das Studio 2009 und das Team wollte für Activision eigentlich einen Spinoff der Serie produzieren. Es sollte ein Shooter werden, der mehr wie ein Action-Adventure funktioniert. Hier sah man die eigenen Stärken - die beiden Gründer Glen Schofield und Michael Condrey waren ausführender Produzent und Director für das hochgelobte Dead Space. Leider kam der Konflikt mit Infinity Ward dazwischen und der Entwickler sprang ein, um dabei zu helfen Call of Duty: Modern Warfare 3 fertigzustellen. Das Experiment glückte und Sledgehammer Games bekam vor drei Jahren die Aufgabe, sich allein an die Arbeit zu machen.

Die eigene Handschrift ist Call of Duty: Advanced Warfare deutlich anzusehen. Das Szenario mit dem privaten Waffenhersteller Atlas, dessen Chef offensichtlich ein bisschen größenwahnsinnig geworden ist, mag nicht besonders innovativ sein. Obwohl ich ganz persönlich schon ziemlich gespannt bin, weil Kevin Spacey als Bösewicht nur Gutes erwarten lässt. Auch sind darüber hinaus fortschrittliche Waffensysteme und moderne Ausrüstung nichts Neues. Die Art und Weise aber, wie das Studio alles zusammengepackt hat, ist besonders. Sie verpasst der Spielerfahrung vor allem im Multiplayer einen frischen Anstrich.

Zentraler Aspekt ist die Einführung der Exoskelette. Sie verstärken die Bewegungen des menschlichen Körpers, lassen Soldaten höher springen oder schneller ausweichen. Ich freue mich schon auf die ersten Vergleiche mit Disneys Gummibärenbande. Und kommen noch ein paar bunte Strahlenkanonen dazu, glaubt man kaum, dass es sich hierbei um einen "seriösen" Shooter handeln soll. Auf der anderen Seite gibt es paar ziemlich coole Momente, wenn so ein kleiner Tempo-Schub ins Spiel kommt. Der Shooter gewinnt deutlich an Fahrt und fordert von seinen Spielern höchste Konzentration und viel Geschick. In den ersten Runden wird natürlich noch sparsam Gebrauch von den neuen Möglichkeiten gemacht, aber das Potenzial wird so schnell sichtbar, wie ein Exosoldat nach vorn preschen kann.

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Call of Duty: Advanced WarfareCall of Duty: Advanced Warfare
Wie bei Call of Duty: Black Ops 2 können wir nämlich unsere Soldaten anpassen, nur das wir bei Create-a-Class nun 13 und nicht nur zehn Elemente wählen können.

Zu den Grundausstattungen des Exoskeletts gehört der Boost Jump, mit dem wir höher springen können, dem folgen Dodge zum Ausweichen und Slide zum schnellen rutschen. Gann gibt es noch Slam, um nach unten zu krachen und Dash zum preschen. Gerade Dogde ist aber gar nicht so leicht zu aktivieren, weil wir den rechten Stick drücken und in die entsprechende Richtung bewegen müssen. Dazu kommen noch optionale Fähigkeiten des Exoskeletts. Mit Hover können wir beispielsweise schweben, es gibt ein Schild, mit Cloak werden wir fast unsichtbar und mit Ping sehen wir den Gegner auf dem Radar. Erweitert werden kann dies jeweils noch durch Perks. Dazu gehört etwa Overcharge, um mehr Energie zum Einsatz der Fähigkeiten zu haben, und Gung-Ho, um die Waffe beim Sprinten zu laden und beim Sliden zu schießen.

Die Fähigkeiten gehören allerdings in die Pick-13-Gruppe. Wie bei Call of Duty: Black Ops 2 können wir nämlich unsere Soldaten anpassen, nur das wir bei Create-a-Class nun 13 und nicht nur zehn Elemente wählen können. Der Grund dafür liegt aber nicht nur im Exoskelett und den neuen Möglichkeiten. Zurück sind auch die Scorestreaks. Wer also gut ohne die neuen Elemente auskommt, kann seine Punkte auch einfach nur für Waffenerweiterungen und Wildcards einsetzen oder aber den Scorestreak für den Geschützturm zum Raketwerfer aufwerten. Übrigens gibt es an der Stelle eine weitere Neuerung. Koop-Scorestreaks sollen auch weniger erfahrenen Spielern die Möglichkeit geben, diese coolen Extras zu nutzen, während beide gleichermaßen von den zusätzlichen Punkten profitieren.

Bei den Waffen gibt es natürlich eine eine moderne Ergänzung für das Jahr 2054, welche aber auf aktueller Forschung basieren sollen. Energie-Waffen gehören zur schweren Waffenklasse und sie feuern einen steten Energiestrahl ab. Hier braucht nicht nachgeladen werden, dafür aber können sie heißlaufen. Alle Waffen im Spiel haben zehn Optionen, die Optik und Attribute verändern. Unter dem Strich will Sledgehammer so über 350 verschiedene Waffen bieten. Sammeln lassen die sich über Supply-Drops, die wir nach einem Spiel erhalten können. In so einer Ladung sind neben Waffen und Verstärkungen auch Ausrüstung, wobei alles in die Kategorien Enlisted Professional und Elite eingeteilt wird. Je mehr wir spielen, desto mehr solcher Pakete lassen sich sammeln. Granaten und ähnliches sind übrigens im Exolauncher zusammengefasst. Sie bieten ganz unterschiedliche Funktionen und runden unser Arsenal ab.

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Call of Duty: Advanced Warfare ist also noch flexibler und bietet mehr taktische Optionen.

Diese Masse an Anpassungsmöglichkeiten hat das Team deswegen integriert, damit wir uns mehr ausprobieren und wandeln. Zur Erleichterung gibt es einen virtuellen Schießbereich, den wir per Tastendruck im Auswahlmenü vor dem Spiel immer anwerfen können. Es lässt sich also leicht antesten, wie eine Waffe reagiert. Gerade für den Einstieg ist das eine großartige Ergänzung. Neu ist auch die virtuelle Lobby, in der unser Soldat mit seiner Ausrüstung steht. Die Entwickler wollten nicht einfach nur mehr einen Spielernamen zeigen, sondern einen echten Charakter zeigen - der perfekte Ort, um ein bisschen mit der eigenen Ausrüstung zu protzen. Es sind beides nur kleine Details, die aber sehr positiv auffallen.

Call of Duty: Advanced Warfare ist also noch flexibler und bietet mehr taktische Optionen. Auch die Karten müssen sich natürlich anpassen und vor allem vertikaler werden. Spielbar waren vier Karten. Biolab ist eine Fabrik, in einer bergigen Schneelandschaft. Es gibt ein paar enge Gänge, verschiedene Gebäude zum Draufspringen und als Eigenheit laufen an Förderbändern Glasbehälter mit einer toxischen Flüssigkeit durch die Anlage. In deren Nähe halten wir uns besser nicht auf, wenn ein Gegner in der Nähe ist, denn sie sind leicht zerstörbar. Riot ist ein ausgebombtes Gefängnis, in dem aber Teile des Sicherheitssystem noch funktionieren. Gelingt es uns, das zu aktivieren, werden die Feinde mit einem sichtbaren Strahl markiert und sind leichte Beute.

Ascend war die, im Vergleich zu den anderen, weniger spannende Karte. Das Raumfahrt-Terminal ist in ein klassisches Drei-Wege-System aufgeteilt, bietet aber auch Besonderheiten wie eine Selbstverteidigungsanlage. Mein persönlicher Liebling war Defender. Das Level ist am Fuße der Golden Gate Bridge in San Francisco. Nicht nur, dass in den Außenbereiche sehr einfach das vertikale Spielen ausprobiert werden konnte, in regelmäßigen Abständen wird die Küste von kleinen Tsunamis heimgesucht. Wir müssen uns dann höhere Positionen suchen, um nicht in den Fluten unterzugehen.

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Komplett neu ist der Modus Uplink, der stark auf Teamwork setzt.

Hinsichtlich der Modi wurden Team Deathmatch, Capture the Flag, Domination und Team Domination bestätigt. Hard Point und Search & Destroy sind ebenfalls wieder mit dabei. Neu ist Momentum, dass auf dem Modus War basiert, der in Call of Duty: World at War enthalten war. Fünf Punkte existieren auf der Karte zum erobern, aber nur einer ist wechselnd aktiv. Komplett neu ist Uplink, der stark auf Teamwork setzt. Beide Teams kämpfen um eine Satelliten-Drohne, quasi eine mobile Flagge. Diese müssen wir zum gegnerischen Uplink bringen. Nett ist aber, dass wir die Drohne werfen können - auf einen Freund oder aber auf den Gegner. So lange wir diese nämlich in der Hand haben, ist es nicht möglich zu schießen.

Speziell der E-Sport-Bereich wird wieder besonders unterstützt. An Bord bleibt der Broadcaster-Modus, Rangspiele, Clan Wars und Lan-Lobbies. Zu den unterstützten Modi gehören etwa Hardpoint, Capture the Flag und Domination in rundenbasierter Form. In den kommenden Wochen will Sledgehammer aber dazu noch mehr verraten und wahrscheinlich versucht auch Activision weiter einen Fuß in der Tür zu haben. Eine aktive Community lebt schließlich ein Stück weit auch von den Profis.

"Power changes everything", so lautet das Motto für Call of Duty: Advanced Warfare. Wir haben diesmal ziemlich viel Macht, können einen Haufen Sachen so anpassen, wie sie uns schmecken. Dazu kommen die mächtigen Exofähigkeiten. Ich bin mir zwar noch nicht sicher, ob mehr Tempo wirklich der richtige Weg ist. Das Rumgehüpfe fand ich bei Counter-Strike schon zu skurril. Tatsächlich ist es dem Studio aber gelungen, etwas anders zu machen und trotzdem die typische Erfahrung zu liefern. Wer nörgelt, dass sich bei der Serie ein gewisser Trott einstellt, dem wird nun der Wind aus den Segeln genommen. Und wie ich finde, darf Sledgehammer Games genau deswegen sehr stolz auf das neue Spiel sein.

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