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Captain Toad: Treasure Tracker

Captain Toad: Treasure Tracker

E3-Anspielsession: Sonst eher als Rennspiellegende bekannt, bekommt der kleine Toad nun auch ein eigenes Puzzlespiel. Wir haben mitgeknobelt.

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Inzwischen haben schon so ziemlich alle Figuren aus dem Pilzkönigreich ihr eigenes Spiel bekommen. Selbst Wario und Yoshi, die erst in den Neunzigern das Licht der Welt erblickten, bringen es auf eine Vielzahl eigener Spiele. Der aus Super Mario Bros. bekannte Toad wiederum spielte bis dato immer nur die zweite Geige. Ein bisschen hängt das vielleicht auch mit seiner Geschichte zusammen.

In seinem ersten Spiel hieß es immer nur: "Danke Mario, aber die Prinzessin ist in einem anderen Schloss". Von da an galt die stille Regel, dass ein Toad zu den tausenden Untertanen von Prinzessin Peach gehört und jeder Toad zunächst einmal auf den Namen Toad hört. Trägt immer eine blaue Weste, weiße Hosen und braune Schuhe - erkennbare Beine und Nase gibt es nicht. Toad, es war die universelle Füllmasse ohne echtes Profil.

Natürlich gab es mit der Zeit auch ein paar besondere Charaktere. Toadsworth und Toadbert sind nur zwei Beispiele. Irgendwann folgte mit Toadette auch ein weiblicher Charakter. Aber aus dem Schatten von Mario zu treten, es gelang noch nie. Auch Kapitän Toad ist eine solche Nebenfigur, die inzwischen auf eine Reihe von Auftritten zurückblicken kann. Los ging es indirekt bereits in Super Mario Sunshine. Danach schaute er in den drei folgenden großen Abenteuer mit seinem Suchtrupp vorbei. Nun hat Nintendo offenbar beschlossen, dass trotz seiner Ängstlichkeit endlich die Zeit für einen Ausflug ganz allein reif ist. Mit der bekannten Stirnlampe und Rucksack geht er in Captain Toad: Treasure Tracker auf Schatzsuche.

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Captain Toad: Treasure TrackerCaptain Toad: Treasure Tracker
Es ist manchmal verrückt, an welchen Orten durch eine Veränderung des Blickwinkels noch Wege auftauchen.

Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine aufgeblähte Version der Bonuslevel aus Super Mario 3D World, die als Abenteuer von Kapitän Toad bekannt sind. Noch immer kann der kleine Pilzkopf nicht springen und sollte definitiv jede Auseinandersetzung mit Gegnern meiden. Wir sammeln auf unserem Weg durch die Level Münzen, Kristalle und am Ende einen gelben Stern zum Abschluss des Levels. Gespielt wird meist aus einer isometrischen Perspektive, wie dies auch schon im Mario-Abenteuer der Fall war. Wir können die Kamera aber frei drehen und damit versteckte Geheimnisse entdecken. Es ist manchmal verrückt, an welchen Orten durch eine Veränderung des Blickwinkels noch Wege auftauchen. Nach den ersten angespielten Welten zu urteilen, macht dies einen nicht ganz unerheblichen Teil des Spaßes aus.

Natürlich bietet Captain Toad: Treasure Tracker deutlich mehr Abwechslung und Ideen. In einem Level fahren wir beispielsweise mit einer Minenbahn und werfen Rüben. Die Spielmechaniken gleichen dann einem Railshooter. Ein anderes Level baut sich kreisrund und über Leitern vertikal nach oben auf. In der Mitte hockt eine Feuerbestie, die Feuerbälle auf uns schießt. Es fühlt sich ein bisschen wie ein Bosskampf an, aber das Level kommt dabei komplett ohne Angriffe von uns aus. An anderer Stelle kann Toad wie in Super Mario Bros. Rüben aus der Erde ziehen und diese auf Gegner werfen. Dieser stark reduzierte Einsatz von Gewalt, der viele Nintendo-Spiele kennzeichnet, ist dabei wie üblich überhaupt nicht störend, sondern ein integraler Teil der Herausforderung.

Captain Toad: Treasure Tracker
Das Puzzle-Abenteuer wird im Weihnachtsgeschäft möglicherweise kaum Neulinge von der Wii U überzeugen, aber Besitzer der Konsole dafür umso glücklicher machen.

Darüber hinaus lassen sich auf dem Gamepad bestimmte Elemente der Spielwelt manipulieren und bewegen. Auch die Bewegungssensoren kommen optional zum Einsatz. Letzteres fühlt sich etwa bei der Kamerasteuerung anfangs ein bisschen komisch an, aber bald ist es eine ziemlich nette Ergänzung, von der man gern Gebrauch macht wie schon auf dem Nintendo 3DS. Welcher Umfang hier genau auf uns wartet, können wir trotzdem nur schwer einschätzen. Die drei spielbaren Level haben zumindest gezeigt, dass die Elemente Geschick, Rätsel und Erkundung genug Variation ermöglichen. Und im Trailer gab es etwa auch eine Spitzaxt zu sehen, mit der wir Blöcke einschlagen konnten. Und alte Bekannte wie Kugel-Willi und Gumba sind natürlich ebenso am Start.

Captain Toad: Treasure Tracker war eine echte Überraschung auf der E3 und mancher freut sich sogar darauf fast noch ein bisschen mehr als auf The Legend of Zelda für Wii U. Vielleicht hängt es einfach damit zusammen, dass Toad-Freunde endlich ihr eigenes Spiel bekommen haben. Gut möglich, dass es mit den Bonusaufgaben in Super Mario 3D World bereits eine sehr vielversprechende Demo für das Konzept gab. Wahrscheinlich ist, dass eine Mischung aus all dem für die positive Resonanz gesorgt hat. Das Puzzle-Abenteuer wird im Weihnachtsgeschäft möglicherweise kaum Neulinge von der Wii U überzeugen, aber Besitzer der Konsole dafür umso glücklicher machen.

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