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Cyberpunk 2077

Cyberpunk 2077: Entwickler müssen angeblich noch bis zum Launch Überstunden schieben

Bis Mitte November sollen die Leute sechs Tage die Woche arbeiten. Einige tragen diese Belastung bereits viel länger auf ihren Schultern...

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Nachdem der ehemalige Kotaku-Journalist Jason Schreier letztes Jahr über extreme Überstunden und sehr anspruchsvolle Arbeitszeiten während der Entwicklung von Spielen, wie The Last of Us: Part II, The Witcher 3: Wild Hunt und Red Dead Redemption 2 berichtete, luden die Verantwortlichen bei CD Projekt Red den Reporter zu einem Interview ein, in dem sie darüber sprechen wollten, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben.

Der Studiochef Adam Badowski beteuerte bei dieser Gelegenheit, dass zukünftige Projekte vom Unternehmen anders gehandhabt werden, um diesen ungeheuerlichen Zustand - der als Crunch bekannt ist - nachhaltig zu vermeiden. Als Cyberpunk 2077 dann vor ein paar Monaten das letzte Mal verschoben wurde, haben einige Fans noch gehofft, dass die Polen diesen Schritt aus Rücksichtnahme vor den eigenen Angestellten unternommen haben, doch diese Fassade lässt sich nun wohl nicht länger aufrechterhalten.

Schreier, der jetzt für Bloomberg schreibt, hat in Erfahrung gebracht, dass Badowski angeblich eine interne E-Mail an die Entwickler von CD Projekt Red gesendet hat, in der er die Mitarbeiter vor einer erhöhten Menge an Arbeit warnt. Die Angestellten werden aufgefordert, in den nächsten sieben Wochen bis zur Veröffentlichung von Cyberpunk 2077 am 19, November ein Arbeitspensum zu bewerkstelligen, das sechs normalen Arbeitstagen entspricht. Der Studiomanager gibt zu, dass diese Anordnung den Versprechungen der Vergangenheit widerspricht, doch alle sonstigen Möglichkeiten seien bereits ausgeschöpft worden, weshalb dieser "Crunch-Modus" nun notwendig werde.

Im neuesten Bericht von Schreier heißt es weiter, dass einige Mitarbeiter von CD Projekt Red bereits seit über einem Jahr an Wochenenden und bis in die späten Abendstunden hinein arbeiten mussten, um regelmäßige Deadlines einzuhalten. Diese E-Mail mache demnach nur deutlich, dass diese Richtlinien nun auf das gesamte Studio ausgeweitet werden. Glücklicherweise soll die zusätzliche Arbeit immerhin bezahlt werden - schließlich ist das Unternehmen an polnisches Recht gebunden.

Mehrmals hat das Studio den Investoren und Spielern bis zu diesem Zeitpunkt versprochen, dass das Game nicht noch ein weiteres Mal verzögert wird. Obwohl das Sci-Fi-Rollenspiel bereits ein gutes Jahr hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegt, sind es nun also doch wieder die Angestellten, die den Kürzeren ziehen und Überstunden arbeiten müssen, um die Anforderungen der Chefetage zu erfüllen. Dass in dieser intensiven Entwicklungsphase gleichzeitig noch das Coronavirus für Unsicherheit sorgt, dürfte den internen Plänen der Polen sicherlich den letzten Rest gegeben haben.

Dass Cyberpunk 2077 bis zum 19. November "fertig" sein wird, ist ziemlich sicher - das Spiel würde wahrscheinlich in allen denkbaren Zuständen erscheinen, falls es nötig wäre. Die schlechte Nachricht ist, dass das alles offenbar nur dann möglich ist, wenn Menschen monatelang unter extremen Druck Ergebnisse bringen müssen. Hoffentlich werden sich die Bedingungen in der Spielebranche irgendwann allgemein verbessern...

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