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Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords

Wir haben uns die neue Erweiterung Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords in den USA ganz genau angeschaut und ausgiebig gespielt.

  • Kim Orremark

Der Neuzugang für Bungies riesiges Universum namens Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords (Rise of Iron im Original) bietet keine neuen Ausflüge und führt uns auch nicht an neue exotische Orte. Stattdessen wird der Faden der vorangegangenen Ereignisse wieder aufgenommen. Es geht hier um die Eisernen Lords, die den Traveler beschützten (die riesige runde Kreatur, um die es im Hauptspiel geht), bevor es die Guardians gab.

Die Eisernen Lords waren acht Männer und Frauen, die in einem Tempel im früheren Russland lebten - hoch oben in den schneebedeckten Bergen. Die Erweiterung beginnt mit Lord Saladin (der das Iron Banner austragen lässt) und uns um Hilfe bittet. Es geschehen seltsame Dinge auf dem Pass, wo sich der Tempel befindet. Wir machen uns auf den Weg - und bevor jemand Peter Dinklage sagen kann, tauchen auch schon die ersten Gegner auf. Die Fallen wollen den Berg erklimmen, aber momentan ist noch unklar, warum überhaupt. Oben auf dem Berg treffen wir zum ersten Mal auf den neuen Gegnertyp der Erweiterung und es ist kein anderer als der gute alte Sepiks Prime, der durch eine mysteriöse Kraft wieder zum Leben erweckt wurde.

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Natürlich sind auch Unmengen an neuen Waffen, Rüstungen und Gadgets am Start, um unsere Spielfigur zu verbessern. Der Licht-Level wurde von 335 auf 400 erhöht.

Die neuen Gegner gehören zu einer uralten Gruppe der Fallen, die sich Splicers nennt. Sie suchen nach einer SIVA-Technologie aus der Zeit, bevor die Eisernen Lords ihnen Einhalt geboten haben. SIVA ist ein technischer Virus und hat selbstheilende Kräfte. Die Menschheit hat einmal versucht, sich diese Kräfte zu nutze zu machen, ist aber gescheitert - und jetzt sind ein paar Schurken auf der Suche nach ihr. Als wir mit Chris Barrett, dem Designer der Erweiterung sprachen, wurde erklärt, dass der verschneite Hintergrund und das furchteinflößende Rot von SIVA eine bewusste Entscheidung war, um einen klaren Kontrast zu erschaffen.

Das funktioniert großartig und SIVA fühlt sich wirklich wie eine echte Bedrohung für das Universum an. Ich will nicht mehr von der Geschichte verraten, um Spoiler zu vermeiden, aber es gibt nicht nur neue Missionen, sondern auch ein paar Veränderung bei den Spielmechaniken.

Hauptmissionen und andere Aktivitäten scheinen überall auf uns zu warten. Es gibt eine neue Zone mit dem Namen Plaguelands, die man erkunden kann und in der eine Menge Geheimnisse warten. Es gibt eine neue Soziale Zone oben in den Bergen, genau dort, wo wir in der ersten Mission kämpfen mussten. Sie gleicht dem Court of Oryx aus The Taken King, wo die Spieler Events aktivieren und jeder in der Nähe zu Hilfe eilen kann. Ich durfte Tier 1 anspielen, hier mussten Gegner eliminiert werden, während sich ein Balken füllt. Wenn einer der Teilnehmer stirbt, wird er ausgeschlossen und kann nur mit einem Spezialschlüssel zurückgeholt werden, den man für andere Tätigkeiten in der Spielwelt erhält. Archons Forge ist schnelle Action, bei der die Feinde aus allen Richtungen heranstürmen und das mit Lava bedeckte Areal ist auch selbst nicht ganz ungefährlich.

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Der PvP kriegt ein Feature, nach dem die Fans schon seit Jahren rufen: private Spiele.

Es gibt auch einen neuen Strike namens The Wretched Eye mit einem neuen SIVA-Gegner. Der Endgegner unterscheidet sich stark von denen, auf die wir früher schon getroffen sind und der Schwerpunkt liegt hier klar auf Zusammenarbeit. Der erste Strike aus der Beta - Sepiks Prime - wurde mit neuen Gegnern und Mechaniken überarbeitet und ist ein nostalgischer Trip für mich, denn ich habe diesen Ort seit zwei Jahren nicht mehr betreten.

Natürlich sind auch Unmengen an neuen Waffen, Rüstungen und Gadgets am Start, um unsere Spielfigur zu verbessern. Der Licht-Level wurde von 335 auf 400 erhöht und dafür braucht man wirklich alles was man finden kann. Man kann seine liebsten Gegenstände natürlich weiter benutzen und den Licht-Level einer neuen Waffe für einen kleinen Unkostenbeitrag transferieren. Aber Bungie ist wirklich gut darin, neue und einzigartige Knarren zu entwickeln, die richtig Spaß machen.

Neu sind auch die veränderten Artefakte. Früher waren sie relativ sinnlose Gadgets mit kleinen Boni, aber jetzt gehören zu ihnen neue und einzigartige Perks, die sowohl im PvE als auch PvP ihre Wirkung entfalten. Eines erlaubt eine zusätzliche Granate, ein anderes lässt einen Gegner für kurze Zeit auf unserer Seite kämpfen.Wie sich das noch mit weiteren Perks und anderen Spielern verbinden lässt, muss sich noch zeigen, aber es könnte hier zu einigen unglaublichen Synergien kommen.

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Allerdings wird diese Erweiterung nur für die neue Konsolengeneration erscheinen, PS3 und Xbox 360 gehen leer aus.

Trotz der recht üppigen Kampagne wird die Spielzeit etwas kürzer sein, aber Bungie hat sichergestellt, das überall Kleinigkeiten und Geheimnisse auf uns warten. Wie das alles zusammenkommt, wird sich erst zeigen wenn das Spiel erschienen ist und die Spieler immer mehr Einzelheiten enthüllen. Es wird auch einen neue Raid geben, aber dazu wollte Bungie noch nicht mehr verraten. Mehr als das den Minimum-Lichtlevel von 330 und den Veröffentlichungstermin am 23. September war ihnen nicht zu entlocken (drei Tage nach dem Erscheinungstermin).

Die PvP-Modi von Destiny bekommen ebenfalls ein fettes Update. Zunächst einmal ein Feature, nach dem die Fans schon seit Jahren rufen: private Spiele. Hier können Regeln und Bedingungen festgelegt werden, Freunde herausgefordert oder Turniere abgehalten werden. Gleichzeitig hat Bungie auch den Betritt in die Welt des eSports angekündigt. In den privaten Spielen hat man Kontrolle über die Karte, den Spielmodus und den Effekt der Lichtlevel oder man übt einfach mit seinem Klan. Wunderbare Neuigkeiten.

Supremacy ist der neue Spielmodus. Hier zählen nicht die getöteten Gegner, sondern jeder gefallene Gegner lässt ein Wappen fallen, das man für Punkte einsammeln muss. Das funktioniert ganz wie Kill Confirmed bei Call of Duty und man muss eigentlich unbedingt immer mit mindestens einem Teamkameraden zusammenarbeiten, wenn man erfolgreich sein will. Dadurch wird die Dynamik der Mehrspieler-Partien erheblich verbessert, da Scharfschützen oft die anderen Spielmodi dominieren.

Rise of Iron enthält vier neue Karten (drei für Xbox-Spieler). Ich durfte mir "The Floating Gardens of Venus" und "Icarus" (Playstation exklusiv) ansehen und beide fühlten sich gut an. Mit den neuen Karten und Supremacy wird es auch einige Veränderungen bei der Waffenbalance geben und Klassiker wie Thorn und Gjallahorn sind wieder zurück.

Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords bietet eine ordentliche Dosis an neuen Inhalten, auf die viele Fans schon lange gewartet haben und verpasst dem Multiplayer einige Neuheiten. Mit einer filmreiferen Geschichte und mehr Kontext und Feedback der Figuren scheint die neue Erweiterung das fortzuführen, was The Taken King angefangen hat. Wie die Zukunft von Destiny aussieht, ist noch nicht klar, aber Bungie hat für Herbst und Winter einige Events angekündigt. Der Halloween Event kommt zurück und auch die Sparrow Racing League, mehr wurde noch nicht verraten.

Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords liefert Inhalte für alle Teile des Spiels und das Universum, das Bungie erschaffen hat, wird von Jahr zu Jahr fetter. Allerdings wird diese Erweiterung nur für die neue Konsolengeneration erscheinen, PS3 und Xbox 360 gehen leer aus. Die Erweiterung erscheint am 20 September.

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