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Rainbow Six: Siege

Entwickler von Rainbow Six: Siege nun doch offen für Free-to-Play-Modell

Ubisoft würde sich freuen, wenn das Spiel kostenlos gespielt werden könnte, damit mehr Spieler auf den taktischen Shooter zugreifen können. Vorher muss jedoch das Smurf-Problem gelöst werden.

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Rainbow Six: Siege wächst seit über vier Jahren stark, was auf einen steten Fluss von Updates zurückzuführen ist, die von den Fans gut aufgenommen werden. Eine Sache die während der gesamten Lebensdauer des Spiels konsistent war, ist die einer anfänglichen Paywall. Das Spiel wurde ursprünglich als Vollpreisprodukt eingeführt, doch man findet regelmäßig Angebote und andere Gelegenheiten, um das Spiel kostenlos auszuprobieren.

Obwohl nicht alle Spieler mit allen Entscheidungen der Entwickler zufrieden sind, kann man dem Taktik-Shooter nicht vorwerfen, Pay-to-Win-Inhalte zu vertreiben und dabei gibt es (kosmetische) Mikrotransaktionen im Spiel. Alle veröffentlichten Karten waren kostenlos, neue Charaktere werden mit der Spielwährung freigeschaltet und letztlich können sich Vielspieler sogar die meisten kosmetischen Gegenstände mit entsprechendem Zeit-Investment freispielen. Das hört sich alles ordentlich an, doch ist es in diesem Stadium noch immer nötig, Rainbow Six: Siege hinter einer Bezahlschranke zu verstecken?

Genau das hat PCGamer Leroy Athanassoff von Ubisoft kürzlich auf dem Six-Invitational-2020-E-Sport-Turnier gefragt und eine interessante Antwort erhalten. Zu jedermanns Überraschung würde Athanassoff diesen Wechsel gerne miterleben und er soll bei diesem Wunsch auch von anderen Mitgliedern des Entwicklungsteams unterstützt werden: "Es ist eine Unternehmensentscheidung. Ich denke, im Entwicklungsteam wollen wir das irgendwann. Wir wollen, dass das Spiel für alle zugänglich ist", sagte er, bevor er mögliche Probleme besprach, die aufgrund des wechselnden Bezahlmodells entstehen.

Ubisoft benötige zum Beispiel "eine gute Lösung für das Smurfen", ehe Siege kostenlos spielbar sein könne. Für diejenigen, die mit diesem Begriff nichts anzufangen wissen, eine kurze Erklärung: Sogenannte Smurfs sind Accounts von erfahrenen Spielern, die sich ein neues Konto erstellen, um absichtlich gegen neue Mitspieler anzutreten. Häufig entstehen dadurch Online-Matches, die sehr einseitig sind und einigen Spielern weniger Spaß bereiten, während der Smurf seine Fähigkeiten demonstrieren kann.

Viele große Online-Titel haben gegen solche Praktiken bereits Maßnahmen ergriffen, beispielsweise werden Accounts bei Diensten von Epic Games verbannt, sobald ersichtlich ist, dass jemand beim Smurfen erwischt wird. In Rainbow Six: Siege wird man nicht gleich für die Verwendung eines alternativen Kontos gesperrt (immerhin zahlt man ja dafür und nach einigen Matches steigen die entsprechenden Accounts auch in der Spielerwertung auf, sodass sie wieder gegen fähigere Spieler antreten). Trotzdem stellt diese Angelegenheit das Team vor einige Probleme. Doch falls Ubisoft solche Praktiken in den Griff bekommt, könnte ihr Taktik-Shooter möglicherweise irgendwann kostenlos spielbar werden. Aktuell sieht es jedoch nicht danach aus, dass das bald geschieht.

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