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Fallout 76

Fallout 76: Wastelanders-Update

Bethesda ist im Begriff, eine Armee von NPCs im postapokalyptischen West Virginia zu entfesseln. Aber ist es dafür nicht schon zu spät?

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Das Ende der Welt kann sich sehr einsam anfühlen - das wurde uns beim Schreiben unserer Kritik zu Fallout 76 klar. Das postapokalyptische West Virginia fühlte sich verlassen und leer an, weil sich Bethesda entschlossen hatte, im Spiel keine NPCs einzusetzen. Das sollte der Interaktionen zwischen den Spielern mehr Gewicht verleihen, allerdings ging das Prinzip nicht auf. Letztlich musste das Studio über den eigenen Schatten springen und das Ergebnis dieser Bemühungen sehen wir im kommenden Wastelanders-Update. Bethesda hat sich die Kritik zu Herzen genommen, endlich menschliche NPCs eingeführt und einige Fehler behoben, um das MMO wieder in Fahrt zu bringen.

Wir haben den Reklamationstag ein weiteres Mal gefeiert, um vergleichen zu können, wie sich das Spiel anfühlt, wenn man im Jahr 2020 mit Fallout 76 neu anfängt. Nachdem wir die Vault 76 zurück verlassen haben und an die Oberfläche traten, trafen wir auf zwei Schatzjäger, die von einem Barbesitzer übers Ohr gehauen wurden. Wir zogen also los und suchen die Bar, nur um festzustellen, dass ein Raider die Gäste mit gezogener Knarre in Schach hält. Wir versuchen Ruhe zu bewahren, doch als der Raider Antworten zu einem versteckten Schatz fordert, wird er von Mort - einem alkoholkranken Ghoul, der in der Bar lebt - kurzerhand niedergestreckt.

Es folgte die Vorstellungsrunde und wenig später besprechen wir, was wir gegen diese Gruppe schatzhungriger Raider tun sollen, da sie schon länger in der Nähe für Unruhe sorgen. In einer schönen Quest mussten wir mit Hilfe des Pip-Boys die Spur einiger vermissten Person verfolgen, die wir dann aus einer Mine voller wilder Ghoule retten. Diese kurze Quest diente gleichzeitig als Einführung in das C.A.M.P.-System, denn die Mitglieder unserer Gruppe benötigen einen Unterschlupf. Schnell ging es hier aber nicht mehr weiter, denn es war Level 20 nötig, um diesen Queststrang fortzusetzen. Also haben wir uns einige der überarbeiteten Quests vorgeknüpft.

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Bei den bereits vorher existierenden Quests fallen die neu hinzugefügten NPCs angenehm auf und verhindern das Gefühl von Leere, das sich früher durch die Audio-Logs und Computerterminals häufig breit gemacht hat. Diese Interaktionen verändern das Spiel nicht drastisch, aber geben uns organischer zusätzlichen Kontext, der normalerweise vielleicht untergegangen wäre (seien wir doch ehrlich, Textwüsten vertragen sich nicht mit drängelnden Freunden). Dank dieser Neuerungen fühlen sich die alten und neuen Quests ganz anders an, weil die Geschichten viel besser vorgetragen werden.

Die Dialoge bieten den Spielern, die mehr über die Hintergründe erfahren möchten, reichhaltige Optionen und viel mehr Tiefgang. Die Gespräche setzen gelegentlich einen Fähigkeitscheck voraus, bei dem bestimmte Optionen nur mit den richtigen Skills ausgewählt werden können. Wir haben in einer Szene eine Schwäche zu unserem Vorteil nutzen können und konnten dadurch eine rivalisierende Gruppe überzeugen, wir wären zu schwach, um für sie bestimmte Güter ins Lager zu bringen. Mit unserem Charisma konnten wir dem Paar, das wir vor dem Vault trafen, davon überzeugen, uns mit Vorräten und einer Waffe zu versorgen. Das System sorgt dafür, dass wir die Vergabe der Fähigkeitspunkte wirklich gut überdenken sollten.

Überall auf der Karte trafen wir auf menschliche Charaktere, die entweder unsere Hilfe benötigten oder uns aufhalten wollen. Wir haben Vorräte gegen Whiskey und Wein mit betrunkenen Plünderern getauscht und uns gegen mit Schaufeln bewaffnete Kultisten verteidigt. Die Einführung der NPCs hat das Abenteuer viel unterhaltsamer gemacht, konnte aber nicht verhindern, dass es zu technischen Problemen kam. Die erwähnten Plünderer glitchen immer wieder ineinander und ein NPC verschwand einfach, als wir mit ihm sprechen wollten. Zu diesen Problemen kam es immer wieder, aber wir haben auch eine frühe Testversion für diesen Eindruck gespielt.

Das Update behebt einige der vielen Fehlschläge von Fallout 76 und verbessert die allgemeine Erzählstruktur und Immersion durch den Einsatz von NPCs enorm. Wir mochten die optionsreichen Dialoge mit den Skillchecks, wodurch sich das Spiel gleich weniger einsam und leer anfühlt. Wir mussten allerdings auch einige Glitches und Bugs überstehen und man wird natürlich das Gefühl nicht los, dass all die Neuerungen von Anfang an hätten dabei sein sollen. Trotzdem ist Wastelanders ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wir sind gespannt, wen oder was wir als Nächstes im Wasteland antreffen werden.

Der Wastelanders-DLC erscheint am 14. April für PC, PS4 und Xbox One als kostenloses Update für Fallout 76. Das Spiel wird am gleichen Tag sein Debüt auf Steam feiern.

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