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Final Fantasy VII: Remake Intergrade

Final Fantasy VII: Remake Intergrade - Der Wechsel von PS4 auf PS5

Wir kehren auf der Playstation 5 nach Midgar zurück, um einen Vergleich mit der Playstation-4-Originalversion anzustellen.

Final Fantasy VII: Remake Intergrade steht kurz vor der Veröffentlichung auf der Playstation 5. Mit dieser neuen Spielversion, die einige Aspekt des Originals verbessert, möchte Square Enix die Fans dazu ermutigen, Midgar erneut zu besuchen (und gleichzeitig neue Spieler einladen, die zuvor nicht dabei waren). Die Neuveröffentlichung von FF7: Remake enthält mit „Episode Intermission" eine brandneue Geschichte, die der Protagonistin Yuffie gewidmet ist. Genügt euch das als Entschuldigung, um das Buster-Schwert erneut zu schwingen?

Für eine Kritik hatten wir noch nicht genügend Zeit und außerdem steht die Zusatzepisode des Wutai- Ninjas noch nicht zur Verfügung. Was wir bislang jedoch einblicken konnten, sind die Versionsunterschiede zwischen Final Fantasy VII: Remake auf PS4 und PS5.

Wie auffällig ist die Verbesserung von FFVII: Remake auf der aktuellen Hardware-Generationen?

Wer das Playstation-4-Original bereits auf der alten Konsole gespielt hat, der muss zunächst seinen Spielstand übertragen. Dazu braucht ihr die aktuelle Spielversion von FF7: Remake auf der Konsole, auf der sich auch euer Speichertand befindet. Square Enix hat eine Option implementiert, mit der ihr eure gespeicherten Dateien in die Cloud verfrachten könnt. Vor dort aus müsst ihr euren Speicherstand nach dem Upgrade auf die PS5 wieder importieren. Der Speichertransfer ist für alle kostenlos, doch die PS5-Version Intergrade bekommt ihr nur, wenn ihr Final Fantasy VII: Remake auch bezahlt habt. Wer es vor ein paar Monaten über PS Plus erhalten hat, ist nicht zum Upgrade berechtigt.

Was auf dem Papier ganz einfach klingt, ist in der Praxis eine nervige Angelegenheit. Es gibt zwar immerhin keine Begrenzung für die Anzahl der Speicherstände, die ihr übertragen könnt, aber ihr dürft immer nur einen Speicherstand auswählen, der anschließend hochgeladen wird. Wer mehrere Dateien übertragen will, der wird eine Weile mit der fummeligen Aufgabe beschäftigt sein. Profi-Tipp: Legt nach Abschluss des Spiels (nachdem die Credits über den Bildschirm laufen) einen Spielstand an, um die Kapitel frei wählen zu können.


  1. Startet FFVII: Remake auf der Playstation 4

  2. Ruft die Funktion zum Übertragen von Spieldateien auf

  3. Wählt den gewünschten Speicherstand aus, den ihr übertragen möchtet und klickt auf "Speicherdaten hochladen"

  4. Schließt das Spiel

  5. Öffnet FFVII: Remake Intergrade auf der Playstation 5

  6. Ruft die Funktion zum Übertragen von Spieldaten auf und wählt "Speicherdaten herunterladen"

Keine Wartezeiten, mehr grafische Darstellungsoptionen

Nun zur großen Frage zurück: Lohnt sich der Wechsel denn überhaupt? Nun, es gibt eine Reihe von Unterschieden, dabei sind die drastisch gekürzten Ladezeiten sicherlich am auffälligsten. Was auf PS5 jetzt nur noch etwa drei bis fünf Sekunden dauert, konnte die PS4 30 bis 60 Sekunden lang lahmlegen. Da bleibt kaum noch Zeit, die Ratschläge zu lesen, die Square Enix auf den Ladebildschirmen platziert hat.

Final Fantasy VII: Remake Intergrade

Ein weiteres neues Feature der aktuellen Konsolengeneration sind die aktualisierten Grafikeinstellungen. Im Performance-Modus wirbelt Cloud und Co. mit 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm, was sich sehr befriedigend anfühlt. Im Gegensatz dazu liefert der Qualitätsmodus 4K-Auflösung, allerdings nur bei der halben Bildrate. Wie bei vielen anderen Spielen gilt: Das ist nicht schlimm, aber wer schon länger mit 60 fps spielt, der will in der Regel nicht mehr zurückgehen. In Bewegung sieht das ARPG in beiden Varianten fantastisch aus.

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Mehr Details, neue Beleuchtung für bessere Aussichten in Midgar...

Es gibt weitere Ergänzungen im Bereich Beleuchtung, Detailgenauigkeit von Objekten und Texturen für Charaktere, Waffen und Umgebungen. Das hat zur Folge, dass die berüchtigte Tür zu Clouds Wohnung nun kein verschwommenes Durcheinander mehr ist. Die Aussicht auf Midgars Slums auf dem Weg zum zweiten Reaktor bleibt zwar ein Texturmatsch, doch Square Enix konnte einen schönen 3D-Effekt integrieren.

Die Entwickler haben einige statische Lichter zugunsten eines natürlicheren Beleuchtungseffekts mit zusätzlichen, dynamischen Lichtquellen entfernt. Zwar gehen dabei einige Lichtstrahlen verloren, die dem Spiel zuvor einen filmischen Touch verliehen hatten, dafür bevölkern nun einige frische Reflexionen metallische und glasbasierte Materialien.

Das beklemmende Gefühl der unmittelbaren Reaktorumgebung wird nun dank einem neuen Nebeleffekt und zusätzlichen volumetrischen Lichtern akzentuiert, wovon die geisterhafte Atmosphäre an diesem Ort stark profitiert. Diese Optimierungen haben mich erst nicht richtig überzeugt, doch das Endergebnis ist tatsächlich besser als erwartet.

Bestimmte Sequenzen wurden in der PS4-Version in der Engine des Spiels vorgerendert, um Ressourcen zu sparen und die allgemeine Belastung zu reduzieren. In der Intergrade-Fassung auf der PS5 kann man deutlich sehen, dass diese Sequenzen in Echtzeit erstellt werden, weil sich die Bildrate in Abhängigkeit von euren gewählten Grafikeinstellungen anpasst. Ein bestimmter Moment mit einem Charakter aus der Vergangenheit in der letzten Stunde des Abenteuers ließ uns das erkennen.

Um das verbesserte grafische Flair zu genießen, führt Intergrade einen neuen Fotomodus ein, in dem wir mit Filtern, Zooms, Winkeln oder anderen Belichtungswerten herumspielen können. Das Werkzeug kann schöne Fotos aufnehmen, doch das Bewegen der Kamera ist ziemlich eingeschränkt.

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...aber es nutzt die neue Hardware nicht voll aus

Der Dualsense-Controller wird nur an einigen wenigen Stellen genutzt. Haptisches Feedback und Spannung auf den Triggern gibt es nur sehr sporadisch in den Motorradabschnitten am Anfang und am Ende des Spiels. In diesen Sequenzen weisen die hinteren Schultertasten einen gewissen Widerstand auf und der Controller reagiert anders, aber das ist weit von dem entfernt, was wir bei anderen PS5-Spielen sehen.

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Alles in allem ist FFVII: Remake Intergrade also eine ziemlich unkomplizierte Anpassung für die aktuelle Hardware-Generation von Sony. Die Entwicklungen sind bemerkenswert, doch nicht alle Bereiche werden voll ausgeschöpft. Die schnellen Ladezeiten und die flotten 60 fps werden aber immerhin dafür sorgen, dass neue Spieler die bisher beste Version des Spiels in die Finger bekommen.

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