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Hyper Scape

Hyper Scape - Ersteindruck

Ubisoft ist endlich bereit, den Battle-Royale-Markt anzugreifen und deshalb haben wir direkt mal ein paar Runden gespielt.

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Seit Fortnite die Welt im Sturm erobert hat, sind eine ganze Reihe an Battle Royales aufgetaucht, in denen wir unentwegt um den ach so süßen Sieg kämpfen können. Der überwältigende Erfolg von Call of Duty: Warzone hat bewiesen, dass noch einiges Leben in dem umkämpften Genre steckt und genau deswegen will nun auch Ubisoft in diesen Bereich reinschnuppern. In der digitalen, futuristischen Welt von Hyper Scape treffen knallharte Schießereien auf blitzschnelle Bewegungen und mächtige Fähigkeiten.

Im Jahr 2054 ist die Erde kein schöner Ort mehr. Einst die Perle des Sonnensystems leidet unser schöner Planet jetzt unter Umweltproblemen und sozialer Ungerechtigkeit. Ihre Bewohner suchen Zuflucht in einer freien, digitalen Welt, das sogenannte „Hyper Scape". Es ist ein sich immer weiter ausdehnender, sozialer Ort, an dem die Nutzer nicht länger an die Einschränkungen ihrer physischen Körper gebunden sind. Vergleichbar ist das in etwa mit dem Ort Oasis aus Ready Player One.

In Hyper Scape können die Nutzer bestimmte Orte besuchen, um sich dort in der Ego-Perspektive miteinander zu messen. Aber so toll das Konzept auch ist, das Spiel Hyper Scape ist letztlich nur ein Battle-Royale. Die Bewegungen und Schusswechsel erinnern an Apex Legends, die Welt an Crackdown und wie üblich kämpfen die Nutzer darum, das letzte noch verbleibende Team in einer Lobby mit 100 Spielern zu werden. Das Game hat drei Schwerpunkte: Mobilität, Fähigkeiten und Gunplay. Letzteres fühlt sich großartig an und kann mit den soliden Shooter-Mechaniken von Warzone und Apex locker mithalten.

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Manche Waffen sind jedoch deutlich besser als andere. Das Sturmgewehr „Ripper" ist eine großartige Allround-Knarre, die stabil feuert und ordentlich Schaden selbst auf mittlere Distanz verursacht. Auf der anderen Seite haben wir Waffen, wie die Mini-Gun, die weniger Schaden verursacht, nicht so treffsicher ist und länger braucht, um überhaupt anzulegen. Dieses Problem wird durch das Upgrade-System noch verstärkt: Wir erhalten Waffen höheren Levels, indem wir Knarren vom gleichen Typ finden und damit unsere Ausrüstung verbessern, was den Schaden und die Munitionskapazität erhöht.

Für Waffen wie die Ripper funktioniert das gut, aber die schwächeren Waffen werden auch mit höherem Level gegen die mobileren und in allen Situationen verlässlichen Schießprügel verlieren - zumindest ist das meine Spielerfahrung. Ein weiteres gutes Beispiel sind Kämpfe auf engem Raum: In der Theorie sollte eine Schrotflinte hier dominieren, aber der Granatwerfer (Standard-Loot) besiegt die Schrotflinte mit den Näherungsminen fast auf ganzer Linie. Gerade weil der Granatwerfer keinen direkten Treffer erfordert, ist er auf begrenztem Raum so effizient.

Neben den Waffen hat Hyper Scape noch eine ganze Reihe an Fähigkeiten für uns im Gepäck, sogenannte Hacks. Die Talente können ein neuer Move oder aufstellbare Ausrüstung sein und das Tempo der Schlacht drastisch verändern. Aufstellbare Wände oder explosive Minen lassen uns Gebiete kontrollieren, während Teleport oder Unsichtbarkeit dabei helfen, aus brenzligen Situationen zu entkommen oder findige Kämpfe zu initialisieren. Die Hacks bieten viele Gelegenheiten, das eigene Team in der Schlacht zu unterstützen.

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Die Hacks sind in drei Kategorien aufgeteilt: Die ersten zwei umfassen persönliche Fähigkeiten und aufstellbare Gadgets, während der dritte Bereich der Unterstützung dient (also Heilung oder Schutz für das Team bietet). Das Problem mit den Unterstützungs-Hacks ist, dass unser Team auf relativ kleinem Raum beieinander stehen muss, damit sie wirksam sind. Mitten im Kampf ist das nicht unbedingt ideal. Auch die Fähigkeiten lassen sich miteinander zu höherwertigen Hacks verknüpfen, dabei wird in erster Linie die Abklingzeit gedrosselt.

Die Bewegungen der Spieler lassen sich mit denen aus Apex Legends vergleichen, was eine gewisse Vertikalität mit sich bringt. Höhe ist kein Hindernis und wir können in der Luft ausweichen, da Doppelsprünge, mobile Fähigkeiten und die überall zu findenden Sprungpads dafür sorgen, dass wir nur selten am Boden kämpfen müssen. Dadurch, dass Hyper Scape den Spielern solche Fähigkeiten zur Verfügung stellt, kann das Karten-Design enger und trotzdem mehr Möglichkeiten zum Ausweichen bieten, als bei anderen Battle Royales.

Im Gegensatz zu Fortnite und Warzone ist die Karte Neo-Arcadia kleiner, aber gleichzeitig abwechslungsreicher. Sie ist in neun Bezirke mit eigenen Hotspots aufgeteilt, dazwischen ist weniger offenes Gelände und urbane Bereiche. Das Design ist inspiriert von europäischer Architektur gemischt mit futuristischen Konzepten und es erschafft eine hybride, wunderschöne Welt. Die Dichte der städtischen Umgebung mit dieser Art Gameplay unterstützt schnelllebige Scharmützel.

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In Hyper Scape gibt es keinen Sturm und keine Gaswolke, die uns zusammenpfercht. Stattdessen verrotten Gebiete bei fortschreitendem Match und hinterlassen ein flaches, offenes Areal, das keine Deckung mehr bietet. Es ist also überlebenswichtig in die nächste Zone zu laufen und ständig in Bewegung zu bleiben. Für mich war es schwer, mich daran zu gewöhnen, denn andere Battle Royales geben uns Möglichkeiten an die Hand, um Fehler auszubügeln, wenn wir in langgezogene Feuergefechte verwickelt werden. Hier ist das oft ein Todesurteil und das fehlende Loot in den verrotteten Gebieten macht es nicht besser.

Glücklicherweise ist nicht alles Hardcore in Hyper Scape, denn das sogenannte Echosystem ist vielleicht eine der besten Neuerungen für die Battle-Royale-Formel. Nach unserem Ableben müssen wir nicht warten, bis unsere Teamkameraden uns zurückkaufen oder rebooten, denn wir existieren als Echo weiter im Spiel. Wir können herumlaufen, Gegner markieren und weiterhin mit unserem Team kommunizieren. Echos können nicht kämpfen, angegriffen oder von Gegnern gesehen werden und man belebt sie an Reset-Punkten wieder. Die Teile spawnen jedoch bei gefallenen Gegnern, was im Umkehrschluss bedeutet, dass euer Team aggressiv spielen muss, um euch zurück ins Spiel zu holen. Die Reset-Punkte verschwinden in den untergegangenen Zonen, es gibt also bei fortgeschrittenem Spiel weniger Gelegenheiten zurückgeholt zu werden.

In Hyper Scape gibt es noch eine zweite Möglichkeit zu siegen. Die Spieler müssen nicht alle Gegner ausschalten, denn es reicht die Krone einzusammeln, die in den letzten Momenten des Matches auftaucht. Das Team, das die Krone für 45 Sekunden in den Händen hält, gewinnt, was natürlich nicht so leicht ist, da man für alle restlichen Teilnehmer der Partie markiert wird, sobald man sich die Krone aufsetzt. Ihr werdet also zum Ziel aller verbliebenen Teams, die eure genaue Position kennen. Das ist eine schöne Idee, um angeschlagenen Teams ein Comeback zu ermöglichen, denn es sorgt dafür, dass auch volle Squads stets auf der Hut sein müssen.

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Natürlich könnt ihr euren Champion in Hyper Scape mit neuen Skins, Emotes und Nahkampfwaffen ausrüsten. Die kosmetischen Gegenstände werden über den Battle Pass freigeschaltet oder tauchen im geplanten Shop auf. Ubisofts Attacke auf das Battle-Royale-Segment scheint ein interessanter Neuzugang für das Subgenre zu werden. Die Kombination aus knackigen Feuergefechten, hoher Mobilität, mächtigen Fähigkeiten und intensivem Gameplay macht Hyper Scape zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber in diesem hartumkämpften Segment.

Einzigartige Features, wie das Echosystem und die verrottenden Zonen, sorgen für neue Spielmechaniken, an die sich die Spieler erst einmal gewöhnen müssen. Hoffentlich kann Hyper Scape mit der richtigen Unterstützung und regelmäßigen, neuen Inhalten das frische Spielgefühl aufrechterhalten und reiht sich nicht in die Sparte der Spiele ein, die mit den bereits etablierten Marken nicht mithalten können.

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