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Kritiken
Intruders: Hide and Seek

Intruders: Hide and Seek

Wer hätte gedacht, dass aus dem Versteckspiel von Kindern im Handumdrehen tödlicher Ernst werden kann?

Intruders: Hide and Seek ist das erste Spiel von Tessera Studios und hat eine interessante Entstehungsgeschichte. In Spanien betreibt Sony das Programm „Playstation Talents", das Nachwuchsproduktionen unter die Lupe nimmt und fördert. Mit dieser Unterstützung konnte ein erster Prototyp zum vollen Spiel ausgearbeitet werden. Und nun erscheint das Ganze auch bei uns im Vertrieb von Daedalic Entertainment. Das besondere an dem Titel ist, dass er auf PSVR gespielt werden kann (und unserer Meinung nach auch so gespielt werden sollte). Aber auch Interessenten ohne das VR-Headset können sich das Spiel anschaffen und es traditionell in 2D spielen.

Unter „Hide and Seek" ist im englischsprachigen Raum das ganz normale Versteckspiel von Kindern bekannt. Und tatsächlich schlüpfen wir in dem Titel in die Haut des jungen Teenagers Ben, der mit seinen Eltern und seiner Schwester Irene in das frisch renovierte Ferienhaus der Familie fährt. Doch schon das Tutorial, das uns in die nicht weiter komplizierte Controller-Steuerung einführt, ist eine Art Hommage an P.T., das leider eingestellte Spiel der Silent Hill-Reihe. Damit steht direkt außer Frage, dass es bei Intruders: Hide and Seek im weiteren Verlauf zunehmend gruseliger zugeht.

Doch in der Einführung ist davon noch nichts zu merken. Wir sitzen im SUV unserer Eltern, halten mal den Kopf aus dem Fenster oder dem Schiebedach und lernen die simplen Interaktionsmöglichkeiten kennen, die durch ein großes Symbol unmissverständlich angezeigt werden. So bekommen wir von unserer Schwester ein Funkgerät, das später eine große Rolle spielt.

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Bei der Ankunft im Haus können wir dann erst einmal über die tolle Grafik der Unreal Engine staunen. Während die Außenbereiche spartanisch und künstlich wirken und die menschlichen Figuren im besten Fall als Schaufensterpuppen durchgehen würden, ist die Innenarchitektur wirklich beeindruckend. Da zeigt die PS4 Pro mal, was sie in VR drauf hat. Das Ergebnis muss nicht hinter dem hochbudgetierten Resident Evil 7 zurückstecken, an das übrigens auch die Steuerung erinnert.

Unsere Schwester fordert uns dann zum Versteckspiel heraus. Und nachdem uns die Stealth-Mechaniken vermittelt wurden, wird aus Spaß auch schon ernst: Nachts brechen drei übellaunige Verbrecher in das Haus ein und sperren die Eltern im Keller ein. Nun liegt es an Ben, sich ganz alleine durch die Räume zu schleichen und diverse Aufgaben zu erledigen, die ihm Irene über Funk mitteilt. In der Praxis bedeutet das Stealth in Reinkultur, denn wehren kann sich Ben gar nicht. Seine einzige Hilfe ist die Taschenlampe, ohne die man in dem dunklen Haus teilweise gar nichts sieht, die aber natürlich auch die Aufmerksamkeit der Bösewichte auf sich zieht.

Haben sie uns entdeckt, hilft nur noch wegrennen und verstecken, was allerdings nicht immer von Erfolg gekrönt wird. Ein wenig austricksen können wir die Gegner aber mit VR. Denn wenn wir uns in die Höhe strecken oder uns zur Seite lehnen, um an Hindernissen vorbei zu lugen, können wir trotzdem nicht gesehen werden. Auch das aufmerksame Studium der Karte hilft, um den besten Weg zum nächsten Ziel zu finden.

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Im Verlaufe der Story werden im Stile eines Walking Simulators die Hintergründe der immer dichter werdenden Story klar. Denn der „Besuch" der maskierten Gestalten ist keineswegs ein Zufall. Es tun sich so einige Abgründe auf und auch die Location wird ein klein wenig über die bekannten Räume hinaus erweitert. Wie bei vielen VR-Titeln ist man nach zwei bis drei Stunden durch, allerdings ist das Spiel online zum fairen Preis von etwa 20 Euro erhältlich. Sammelgegenstände und Dokumente bieten einen gewissen Wiederspielwert und Trophäenjäger freuen sich über einen recht einfach zu erhaschenden Platin-Pokal.

Unterm Strich ist Intruders: Hide and Seek ein unterhaltsames und spannendes Stealth-Adventure, dessen einziges Manko neben den etwas eingeschränkten Interaktionsmöglichkeiten die Bugs sind, die in unserem Testdurchgang häufig auftraten. Ganze vier Mal war es uns nach dem Erreichen einer Zwischensequenz nicht möglich, weiterzuspielen, weil unsere Figur in einem Schrank steckte und sich nicht mehr bewegte. Zum Glück ließ sich das recht einfach beheben, indem wir in der Kapitelanwahl den entsprechenden Bereich neu anfingen.

Auch scheint das Spiel ein bisschen überempfindlich zu sein, was die Erkennung von Kollisionen der virtuellen Kamera mit Objekten angeht. In solchen Fällen schaltet das Bild einfach auf schwarz, was ein bisschen blöd ist, wenn man sich ständig in engen Schränken, Luftschächten oder unter Betten versteckt. Zum Glück sind diese Probleme nicht allzu schwerwiegend und so fühlten wir uns trotzdem gut unterhalten.

07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
toll gestaltetes Ferienhaus, originelle Idee, spannendes Gameplay und Story
-
so einige Bugs, relativ kurze Spielzeit, wenig VR-Interaktion
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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