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Ion Assault

Ion Assault

Top-Down-Shooter mit Referenzen zu Geometry Wars und Asteroid, der aber auch eigene Ideen hat.

  • Ingo Delinger

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Das Xbox Live Arcade-Spiel Ion Assault wirkt auf den ersten Blick wie ein beliebiger Klon der beiden eben genannten Spiele, aber die Gemeinsamkeiten sind doch geringer, als man auf den ersten Blick vermutet. Ähnlich wie bei Geometry Wars, steuern wir ein kleines Raumschiff auf begrenztem Raum und treffen auf Gegner, die unterschiedlichen Bewegungs- und Angriffsmustern folgen. Ziel ist es, die umherfliegenden teilbaren Asteroiden zu pulversieren.

Wer wild drauflosballert, wird dieses Ziel jedoch nicht erreichen. Das Geschütz des Raumschiffs ist nämlich eine Art Staubsauger, der die auf dem Spielfeld zu tausenden umherfliegenden Partikel aus der näheren Umgebung des Raumschiffs aufsaugt. Dies geschieht durch Drücken der Schultertaste. Je länger man auflädt, desto mehr Power hat der Schuss. Wildes Geballer ist so also unmöglich.

Einerseits brauchen die Gegner und Astroiden eher kräftige Schüsse um zerstört zu werden, anderseits ist nach dem Aufladen des Schusses die nähere Umgebung leergesaugt, soll heißen, dass erstmal wieder Partikel gesammelt werden müssen. Während des Aufladens fliegt das Raumschiff deutlich langsamer, was auf jedenfall für ein strategisches Element sorgt. Es gibt die üblichen passiven und aktiven Power-Ups, die aber erst aus Gegnern oder Asteroiden rausgeschossen werden müssen.

Das Spiel hat vier Stages, unterteilt in jeweils sechs Level, wobei der letzte Level jeweils ein großer Endgegner ist. Dank der Continue-Funktion haben wir da sehr schnell alles gesehen. Keine Ahnung, ob die dem Spiel unbedingt gut getan hat, da es so quasi unendlich viele Leben gibt. Andererseits leben diese Art Spiele ja eher von der Highscore-Jagd. Dazu muss aber auch das Spiel wirklich Spaß machen und der setzt leider bei Ion Assault, wenn überhaupt, erst sehr spät ein...

Das Spiel hat für ein Arcade-Game wirklich schöne Next-Gen Grafik. Schick sind vorallem die Partikel Effekte. Aber die Steuerung ist leider nicht wirklich gelungen. Gesteuert wird mit beiden Sticks. Der Rechte zum Drehen auf der Stelle, der Linke zum Bewegen. Leider steuert sich das Raumschiff wie der Cursor einer Maus. Das ganze Fliegen ist also eine einzige Strafe-Bewegung, ähnlich dem Mauszeiger eben. Fühlt sich beim Spielen schrecklich an.

Dazu kommt, dass bei dem Raumschiff nicht wirklich eine Unterscheidung zwischen vorne und hinten möglich ist. Es gibt zwar eine Art Laserpointer zum Zielen während der Schuss auflädt, aber eben nur dann. Das bedeutet zum Beispiel, dass während ein Endgegner umkreist wird, oft das kleine Zeitfenster, das einem zum Schießen gelassen wird, nicht nutzbar ist, da erst noch in Schussposition gedreht werden muss. Alles Dinge, die lange dafür gesorgt haben, dass das Game eher lustlos absolviert wurde. Zugegeben aber, dass das Ganze nach längerem Spielen wesentlich mehr Spaß gemacht hat. Aber schlecht gelöste Steuerung bleibt es trotzdem.

Was mich persönlich am meisten nervt ist allerdings der Soundtrack. Das ist natürlich reine Geschmacksache, aber keine Option einzubauen, die Musik abzustellen, ist schlicht unbegreiflich.
Ansonsten sind die In-Game-Sounds nett. Besonders wenn einem die Standard-S-Bahn-Stimme aus Command & Conquer, die auch die Upgrades ankündigt, am Ende "Achievement unlocked" ansagt.

Eine Kaufempfehlung gibt's wirklich nur für Die-Hard-Fans des Genres. Das Spiel hätte ohne die Design-Fehler eine bessere Bewertung verdient. Zumal das ganze auch Off- und Online-Koop gespielt werden kann. Mitstreiter zu finden, dürfte bei nur 1200 Spielern in der Rangliste allerdings eher schwierig werden.

Ion Assault
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Ion Assault
06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
interessante neue Ideen, strategische Elemente
-
schlecht gelöste Steuerung, keine Möglichkeit den Soundtrack abzuschalten, wenig Level
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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