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Kid Icarus: Uprising

Kid Icarus Uprising

Nintendo hat uns auf seiner 3DS-Veranstaltung in Amsterdam einen Haufen Spiele gezeigt. Eines davon zeigt vielleicht am besten, was die kleine Maschine kann - und das ist Kid Icarus Uprising. Es wird von Menschen entwickelt, die die neue Plattform in- und auswendig kennen. Wer das Game spielt, bekommt eine ziemlich gute Idee von der hell leuchtenden 3DS-Zukunft.

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Kid Icarus Uprising ist eine direkte Fortsetzung des 24 Jahre alten Relikts Kid Icarus aus der grauen NES-Vorzeit, wo man sich mit dem Engel Pit springend und schießend seinen Weg durch Medusas Monster-Armee bahnte. Das Spiel war ein Jump'n'Run, wo man langsam sein Arsenal und die Fähigkeiten von Pit erweiterte - innovativ für seine Zeit. Und es war höllisch schwierig.

Trotz seiner Herkunft sieht Kid Icarus Uprising nicht sofort aus wie sein Vorgänger. Verantwortlich für den Titel ist ein Herr namens Masahiro Sakurai, unter anderem Schöpfer von Super Smash Bros. Brawl, und der hat dem Spiel einen eher auf Action ausgerichteten Fokus verpasst. Ob Pit nun zu Fuß oder fliegend unterwegs ist, man schießt Horden von bösen Medusa-Monstern aus dem Weg, mit der freundlichen Hilfe von Palutena. Das hier ist also eher ein Third-Person-Shooter, der Zelda-mäßige Bosskämpfe mit Arcade-Attitude und aufrüstbaren Waffen kombiniert.

Optisch ist das Spiel ein Fest der Farben. Es ist ohne Zweifel einer der hübschesten 3DS-Titel bisher. In einem bombastischen Flugabschnitt etwa füllt eine kolossale Medusa den gesamten Hintergrund aus, während ihre Armee uns im Vordergrund angreift. Das sieht besonders bei voll aufgedrehtem 3D-Effekt spitze aus. Medusa im Hintergrund, davor schweben die Monster und Pit ragt noch ein Stückchen weiter heraus. Aber auch ohne 3D-Effekt, der allerdings eine große Hilfe beim Ausweichen vor den Angriffen ist, bewegt sich die Grafik auf Augenhöhe mit hübschen Wii-Spielen.

Kid Icarus: Uprising
Mit dem Schwert aufs Medusa-Helfer-Monsterauge gekloppt - das sieht besonders in 3D beeindruckend aus.

Die Steuerung will ganz viel mit ganz wenig erreichen. In der Luft dient der Stylus zur Steuerung des Fadenkreuzes auf dem oberen Bildschirm, während wir Pit mit dem Analogpad bewegen. Am Boden lässt sich die Kamera mit schnellen Stylus-Wischbewegungen ausrichten. Der Zeigefinger ruht eigentlich immer auf der linken Schultertaste, denn die feuert entweder Schüsse oder zieht die ausgewählte Schlagwaffe durch die Gegnermassen. Drei verschiedene Waffen waren in der Demo spielbar, jede mit ihren eigenen Vorteilen: ein ausgewogenes Schwert, eine Kurzdistanz-Klaue, mit der man aber schneller läuft sowie ein Feuerball, der mehr Schaden anrichtet, je länger und weiter er fliegt.

Wenn man das Fadenkreuz vor dem Feuern für einen Moment über dem Feind schweben lässt, resultiert das in einer verheerenden Attacke. Daher läuft die durchaus übliche Taktik für Arcade-Shooter, den Feuerknopf permanent gedrückt zu halten, hier ziemlich ins Leere. Im Gegenteil fördert das Spiel einen abwechslungsreichen und durchdachten Ansatz in Sachen Schusstechnik und belohnt präzise gesetzte Treffer.

Auf den oberen Bildschirm zu schauen, während man auf dem unten mit dem Stylus zielt, das ist etwas gewöhnungsbedürftig, fühlt sich nach einer Weile aber erstaunlich natürlich an. Mit dem Stylus sowohl zu zielen als auch die Kamera auszurichten, wenn man am Boden unterwegs ist, das ist dagegen weniger überzeugend gelöst. Ob das wirklich zu einem dauerhaft nervigen Konflikt bei der Steuerung führt oder sie dadurch irgendwie komisch wird, lässt sich derzeit nicht sagen. Dazu war die Spielzeit einfach zu gering.

Eine andere große Sorge bleibt, ob sich die große Menge an Abwechslung aus der Demo in der Vollversion des Spiels fortsetzen wird. In der Demo passierte nämlich die ganze Zeit etwas Neues: vom Shooter zum Plattformer mit verschiedenen Power-Ups gewürzt sowie Boss-Kämpfen und einer Runde grinden auf dem Rail in kurzer Abfolge. Beeindruckend, aber wie gesagt: Das war "nur" eine kurze Demoversion.

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KRITIK. Von Christian Gaca

Das hier ist alles andere als eine Neuauflage. Es ist ein völlig neues, sehr umfangreiches Spiel. Und dazu ist es verdammt gut.



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