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Kritiken
Marvel Ultimate Alliance 2

Marvel Ultimate Alliance 2

Ein Marvel-Comicheld hat ein abwechslungsreiches Leben: Neben dem normalen Tagesgeschäft muss er ab und zu gegen die eigenen Verlagskollegen antreten - wie zum Beispiel in Marvel Super Heroes. Dann wird das Kriegsbeil vergraben und es geht gemeinsam gegen Bösewichte wie in Marvel: Ultimate Alliance. Oder aber, wenn es mal ganz dick kommt, beides auf einmal - und das nennt sich dann Marvel Ultimate Alliance 2.

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Den passenden Storyhintergrund für Marvel Ultimate Alliance 2 liefert der Bestseller Civil War: Nach einem tragisch endenden Superhelden-Einsatz mit hunderten ziviler Todesopfer fordert die US-Regierung von allen Superhelden, dass sie sich registrieren lassen und ihre geheimen Identitäten preisgeben. Die SHIELD-Truppe um Nick Fury soll dieses Dekret zur Not mit Gewalt durchsetzen, doch einen solchen Eingriff in die persönliche Heldenfreiheit kann Captain America nicht hinnehmen. Nach den ersten Verhaftungen ist die Superheldengemeinde zweigeteilt, und die beiden Lager versuchen unter Zuhilfenahme all ihrer Kräfte die Gegenseite in die Knie zu zwingen.

Dies sorgt im Spiel nicht nur für einen spannenden roten Faden, sondern auch für großen Wiederspielwert: Nach dem ersten Akt muss der Spieler sich entscheiden, auf welcher Seite er steht. Danach richten sich die Aufgabenstellungen der folgenden Missionen sowie die zur Verfügung stehenden Partner. Das Game bietet hier 24 bekannte Charaktere aus dem Marvel-Universum, unter denen sich auch einige Schurken befinden. Deren Zusammenstellung mag für Casual-Fans, die Marvel eher aus dem Kino kennen, etwas merkwürdig anmuten.

Neben bekannten Lieblingen wie den X-Men, Spiderman und Hulk tummeln sich abgehobene Gestalten wie die geschwollen redenden Götter Thor und Herkules oder Mensch gewordene Ninja Turtles wie Iron Fist und Deadpool. Dies hat allerdings für die Comic-Fans auch spielerischen Mehrwert, da es während und zwischen den Missionen immer wieder zu Multiple-Choice-Gesprächen kommt. Treffen hier Figuren mit gemeinsamer Vergangenheit aufeinander, gibt es zusätzliche Dialoge - die zur Vergabe von Boni führen.

Doch nicht nur in Sachen Smalltalk ist ein gutes Händchen bei der Heldenwahl gefragt: Im Kampf bietet jede Figur eine ganz eigene Palette von Angriffsmustern. Nahkampftechniken beherrschen sie natürlich alle, im klassischen Brawler-Stil gibt es zwei verschiedene Angriffe in Kombination mit Sprüngen und Würfen, wobei ein Großteil des Levelinventars en passant zur Waffe gemacht werden kann.

Noch spannender sind natürlich die Kräfte, die vorlagentreu umgesetzt sind. Zu Beginn verfügt jede Figur über zwei solcher Spezialfähigkeiten, die durch Aufleveln auf vier erweitert werden können. Das Repertoire reicht von Wolverines Schnetzelattacken über Projektilangriffe von Iceman und Gambit bis zu defensiven Manövern wie Storms platzschaffenden Sturmböen. Natürlich können die Charaktere, die fliegen können... auch fliegen.

Durch die Möglichkeit, jederzeit die Kontrolle auf einen der vier gleichzeitig kämpfenden Helden zu übertragen, entsteht so ein hohes Maß an Abwechslung. Noch besser ist es aber, wenn menschliche Mitstreiter zum Pad greifen - Entsprechend vier dürfen gleichzeitig ran, und spätestens dann explodiert die eigentlich unspektakuläre Grafik in ein Partikelinferno. Superhelden, explosive Fässer und eine Next-Gen-Physikengine sind die Zutaten, die Star Wars: The Force Unleashed im direkten Vergleich schon fast statisch erscheinen lassen.

Das Beste sind sowohl grafisch als auch destruktiv allerdings die Fusionsangriffe: Nachdem durch normale Angriffe die Fusionsanzeige aufgeladen wurde, dürfen zwei Figuren ihre Spezialkräfte bündeln, um verheerenden Schaden an Zwischen- und Endgegnern beziehungsweise Levelinventar und Kanonenfutter anzurichten. So reißt Das Ding einen riesigen Betonbrocken aus der Straße, der dann von der Menschlichen Fackel in Brand gesetzt wird und wenig später donnernd in den Gegnerreihen landet. Die Grundprinzipien dieser Angriffe wiederholen sich zwar, so dass nicht bei allen Kombinationen zwischen den 24 Figuren völlig neue Attacken zu erwarten sind, aber die jeweilige grafische Umsetzung sorgt immer wieder für Freude.

Bis das Heldenkader komplett ist, vergeht aber auch einige Zeit. Zu Beginn steht rund die Hälfte zur Verfügung und kann beliebig zum Viererteam zusammengestellt werden. Durch "passende" Gruppierungen ergeben sich dabei Statusvorteile - ein Team aus X-Men hat zum Beispiel höhere Lebensenergie, die Fantastischen Vier zusammen wesentlich stärkere Fusionsattacken. Das Aufleveln der individuellen Charaktere fällt zwar simpler aus als im Vorgänger, doch gibt es immer noch genug Möglichkeiten: Mit Kraft- und Erfahrungspunkten werden die verschiedenen Angriffe und Fähigkeiten verbessert. Interessanterweise können einmal vergebene Punkte jederzeit wieder zurück genommen und neu verteilt werden, was eine Spielwiese für Experimente eröffnet. Mit einsammelbaren Medaillen, von denen drei Stück gleichzeitig angelegt werden können, erhält das Team darüber hinaus diverse Boni.

Auch Abseits vom Sammeln der Power-ups, Charakterinfos und Artwork-Pakete bietet das Spiel reichlich Kurzweil: In den Superheldenzentralen locken diverse Simulator-Missionen zur Medaillenjagd, während ein Trivia-Quiz das eigene Fachwissen zum Marvel-Universum abfragt und mit Erfahrungspunkten lockt.

Das Spiel ist somit, genau wie sein Vorgänger, ein Muss für alle Marvel-Fans, die nicht gerade eine totale Abneigung gegen das prinzipiell leicht chaotische Spielprinzip von Dungeon-Brawler-Button-Mashern im Stile von Baldurs Gate: Dark Alliance haben. Besondere Bonuspunkte gibt es von uns für die fesselnde Story, in der natürlich ein Gastauftritt von Comic-Papa Stan Lee nicht fehlen darf, für den tollen Umfang an Sammel- und Freispielbarem wie neuen Kostümen und Simulatormissionen sowie das immer wieder unschlagbare Superheldenfeeling.

Marvel Ultimate Alliance 2
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08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Fulminante Heldenkräfte, Mehrspieler-Fun, spektakuläre Physik, viel Liebe zum Detail
-
Teilweise altbackene Grafik
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