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Marvel's Guardians of the Galaxy

Marvel's Guardians of the Galaxy - Eindrücke aus Kapitel 5

Noch vor dem offiziellen Startschuss im Oktober konnten wir Zeit mit dem fünften Kapitel des Spiels verbringen.

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In den letzten Jahren haben wir einige Marvel-Spiele gesehen, doch die Spieler waren damit nicht immer zufrieden. Insomniac Games hat eineinhalb tolle Spider-Man-Spiele erstellt, wohingegen Titel wie Marvel's Avengers und Ultimate Alliance 3 hinter den Erwartungen zurückblieben. Wie die Qualität von Marvel's Guardians of the Galaxy aussieht, können wir noch nicht abschließend einschätzen, doch nach einer Stunde mit dem neuen Titel von Eidos Montreal glaube ich erkennen zu können, dass das Potential zum Hit zumindest vorhanden ist.

Im fünften Kapitel des Spiels begibt sich die Gang zu einer nahegelegenen Militärbasis. Wir müssen dort einen Auftrag absolvieren, um unsere horrenden Schulden zu begleichen, doch als die Truppe am vereinbarten Zielort eintrifft, stellt sie fest, dass der normalerweise schwer bewaffnete Stützpunkt völlig leer ist. Natürlich wollen die Helden herausfinden, was passiert sein könnte und es dauert nicht lange, bis wir auf seltsame, lila leuchtende Soldaten treffen. Die Separatisten haben die eigenen Männer niedergeschossen und es liegt nun natürlich an uns, diese Bedrohung zu beseitigen. Gleichzeitig wollen wir herausfinden, welche Hintergründe zu dieser schrecklichen Tat geführt haben.

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Während meiner Zeit mit dem Spiel stolperte ich über den Helm eines Feindes, den ich vielleicht besser hätte ignorieren sollen. In meiner Naivität habe ich gedacht, dass Star-Lord damit sicher etwas Sinnvolles anstellen könnte, doch am Ende ging die Sache schief und ich bin in einen Hinterhalt geraten. Das Spiel spaltet sich mit solchen kleinen Einfällen ab und zu auf, aber letztendlich gipfelt die Geschichte für alle im gleichen Ende.

Eidos Montreal nimmt sich einige kreative Freiheit, um die Hintergrundgeschichten der Charaktere dieses Universums umzusetzen. Das Team hat eigenen Aussagen zufolge jede Menge Material zusammengetragen, um die Outfits und die Superhelden-Persönlichkeiten von Star-Lord und seinen Freunden anzufertigen. Marvel's Guardians of the Galaxy bietet eine Menge optionaler Dialoge, in denen die Ursprünge jedes Mitglieds thematisiert werden. Durch die Interaktion mit bestimmten Objekten in den Räumen eurer Teammitglieder im Raumschiff Milano greift ihr darauf zu.

Wir kontrollieren in diesem Abenteuer ausschließlich Star-Lord, doch wenn es zum Kampf kommt, helfen euch die Spezialangriffe der anderen Wächter aus der Patsche. Diese verschiedenen Fähigkeiten lassen sich miteinander synchronisieren, um ernsthaften Schaden anzurichten, doch ihr müsst gleichzeitig die Abklingzeiten beachten und eure Fertigkeiten mit Bedacht einsetzen. Rocket zum Beispiel hat einen explosiven AoE-Angriff, Groot kann Feinde für kurze Zeit bewegungsunfähig machen, indem er sie mit Ranken behindert, und Drax stürzt sich mit seinen Doppelmessern auf Feinde. Es gibt auch spezielle Umgebungsangriffe, die nur von bestimmten Wächtern ausgelöst werden können: Drax kann zum Beispiel explosive Fässer werfen und Mantis schlitzt vollbeladene Paletten auf, die auf Feinde herabstürzen.

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Jeder Wächter hat einen eigenen Fähigkeitsbaum und ihr könnt gleichzeitig vier aktive Talente ausrüsten. Auch Star-Lord kann neue Fertigkeiten erlernen oder verbessern, indem er Schrott sammelt und Werkbänke besucht, an denen sich der findige Rocket seine kleinen Pfoten schmutzig machen muss. Eine Fähigkeit, die ich freigeschaltet habe, ermöglichte es mir zum Beispiel, die Schwächen meiner Feinde mit einem Scanner zu lokalisieren. Mit einem anderen Upgrade konnte ich länger in der Luft schweben. Die Entwickler erklärten mir, dass diese Talente rein optional sind und es keine Strafe für diejenigen geben wird, die die Geschichte so schnell wie möglich durcharbeiten wollen.

Es gibt noch einen weiteren, sehr interessanten Aspekt am Kampf und das ist das sogenannte „Huddle"-System. Dabei versucht man seine Verbündeten zu motivieren, indem man ihnen Textstellen aus kitschigen Songs der Achtzigerjahre vorspielt. Ihr müsst die Reaktionen eurer Begleiter richtig lesen und eine passende Textstelle finden, um ihre Stimmung zu heben oder falsches Selbstvertrauen zu dämpfen. Wenn ihr das erfolgreich schafft, belebt ihr gefallene Teamkollegen wieder auf diese Weise oder reduziert die Abklingzeiten aller Fähigkeiten. Gelingt euch dieser kleine Motivationsschub nur teilweise, wirken sich entsprechende Vorteile zwar immerhin auf euch aus, doch nur in weitaus geringerem Umfang. Ich mochte diese Mechanik sehr, da sie den verrückten Humor und den großartigen Einsatz von Musik kombiniert, für den die Vorlage bekannt ist.

Während ihr euch durch Feinde pflügt, baut ihr ein Momentum auf, das es euch ermöglicht, einige ziemlich auffällig gestaltete Quick-Time-Events auszulösen. Eure Leistung im Kampf wird ständig bewertet und wenn ihr eure Combos variiert und dabei selbst keinen Schaden nehmt, steigt die Punktzahl immer weiter in die Höhe. Während einer dieser Szenen sprang Rocket auf den Rücken eines schweren Feindes und deaktivierte dessen Schild, was ihn anfälliger für Angriffe machte. Ich gebe zu, dass sich QTE-Sequenzen im Jahr 2021 etwas veraltet anfühlen, aber es war interessant zu sehen, dass ihre Auswirkungen je nach Situation variieren.

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Das Level-Design wirkt ziemlich linear, da wir uns hauptsächlich durch beengte Orte fortbewegen, anstatt frei eine offene Umgebung zu erkunden. Im Stützpunkt des Nova Corps. gab es eine Handvoll optionaler Rätsel und Hindernisse, bei denen man den richtigen Charakter auswählen musste, um voranzukommen. Diese Abschnitte konnten mich allerdings auch nicht richtig überzeugen, da sie sich wie Füllmaterial anfühlten, anstatt wie eine aufregende und abwechslungsreiche Art der Erkundung. In einem Minispiel musste man einen unterbrochenen Stromkreis neu ausrichten, um eine versiegelte Tür aufschieben zu können - genau das gleiche Puzzle habe ich letztes Jahr im Hacking-Minispiel aus Watch Dogs: Legion ständig absolvieren müssen.

Ob das fünfte Kapitel von Marvel's Guardians of the Galaxy repräsentativ für das Gesamtprodukt ist, werden wir erst bei der Veröffentlichung erfahren, aber ich kann zumindest sagen, dass meine ersten Eindrücke recht positiv sind. Das Team von Eidos Montreal scheint den Ton und den Humor der Serie auf den Punkt gebracht zu haben und sie ergreifen selbst Initiative, um etwas zur Marke beizutragen. Der Kampf fühlt sich gut an, da mit der Synchronisierung von Spezialfähigkeiten auch ein strategisches Element eingebunden wurde. Das Huddle-System gefällt mir ebenfalls sehr gut, weil die Umsetzung so individuell wirkt. Marvel's Guardians of the Galaxy erscheint am 26. Oktober auf Nintendo Switch, PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series.

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