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Moons of Madness

Moons of Madness

Das Sci-Fi-Abenteuer mit Lovecraft-Einschüben streckt seine Tentakel endlich auf die Konsolen aus.

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Die Spielumgebung profitiert von hochwertigen Soundeffekten, da die Entwickler verschiedene Mechanismen einer Weltraumstation nachbildet.

Moons of Madness ist für PC-Spieler kein Unbekannter, wenn man bedenkt, dass das Spiel bereits am 22. Oktober 2019 auf Steam veröffentlicht wurde. Konsolenspieler mussten jedoch warten, bis sie an die Reihe kamen, da das Spiel erst jetzt auf PS4 und Xbox One veröffentlicht wird. Die Erfahrung ist genau die gleiche, bis auf einige geringfügige Unterschiede in Bezug auf Auflösung und Bilder pro Sekunde, doch inhaltlich erwartet euch das gleiche Paket. Es ist ein First-Person-Erkundungsspiel, das als "Walking Simulator" bezeichnet werden könnte, allerdings mehr Interaktionen bietet, als vergleichbare Spiele.

Dieses Spiel dreht sich um die beiden Mars-Zwillingsmonde Phobos und Deimos, die als Schauplatz einer Horrorhandlung herhalten, in der Lovecraft-Ideen mit Science-Fiction vermischt werden. Die Erzählung spielt auf einer Station auf dem Mars, während der Spieler die Rolle von Shane Newehart übernimmt, einem Ingenieur und Hausmeister. Er hat die Aufgabe, die Basis am Laufen zu halten und kümmert sich als "Mädchen für alles" um die kleinen und großen Probleme. Funfact: Moons of Madness spielt im selben Universum wie The Secret World, das 2012 veröffentlichte MMORPG von Funcom (obwohl diese Informationen für den Genuss der Geschichte keine Rolle spielt).

Wie zu erwarten verschlechtert sich die Situation der Basis allmählich, was Shane - und den Spieler - dazu zwingt, in verschiedene Bereiche der Einrichtung vorzudringen. Die gesamte Anlage ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die wir mit einem Fahrzeug besuchen, obwohl der Spieler nicht selbst fahren darf. Das Gameplay besteht daher aus einer Reihe trivialer Aktionen, wie dem Drehen von Ventilen oder dem Aufsuchen von interessanten Orten, sowie grundlegenden Rätseln. Diese langweiligen Abschnitte tragen nichts zum Spielerlebnis bei, außer dass sie das Abenteuer verlängern.

Wie andere Spiele des Genres verwendet Moons of Madness hauptsächlich Geräte als primären Kommunikationsweg: Gespräche zwischen dem Protagonisten und anderen Charakteren via Funk oder der Informationsaustausch in Textform durch E-Mails und Forschungsdokumenten. Wir haben die Leistung der Synchronsprecher und insbesondere die Beziehung zwischen Shane und Declan Delaporte insgesamt genossen, da sie glaubwürdige Gespräche miteinander führten - für diese Leistung müssen wir auch den Autoren danken.

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b auf dem PC oder auf den Konsolen, Moons of Madness ist ein unscheinbares Spiel, das nicht besonders einprägsam ist, aber durchaus seine Momente hat.

Schließlich erhalten Lovecraft-Einflüsse und übernatürliche Elemente Einzug in den Science-Fiction-Hintergrund. Es gibt da einige interessante Sequenzen, insbesondere in Bezug auf Shanes Rückblenden, von denen einige teilweise effektiv erschrecken. Das Spiel schafft es jedoch nie, eine besonders beängstigende Atmosphäre aufzubauen oder die Spannung gar aufrechtzuerhalten. Die Darstellung der Schrecken ist grotesk und detailliert, aber nicht sehr beängstigend oder angespannt.

Auch wenn die Atmosphäre von Moons of Madness im Vergleich zu anderen Horror- und Mystery-Spielen nicht sehr effektiv sein mag, wurde die Station selbst mit einem bemerkenswerten grafischen Detail gebaut. Die Spielumgebung profitiert von hochwertigen Soundeffekten, da die Entwickler verschiedene Mechanismen einer Weltraumstation nachbildet und mit gängigen Symboliken spielt, wie ausbleibendem Sauerstoff und ähnlichen Szenarien. Es gibt auch Kreaturen, auf die wir in diesem Spiel treffen werden, aber wir möchten darüber aus Spoiler-Gründen nicht im Detail sprechen. Moons of Madness beinhaltet jedenfalls keine Art von Kampf, da sich die Entwickler diesbezüglich einiges von Soma abgeschaut haben - die Feinde werden selten zu einem echten Hindernis.

Die Handlung hält über das gesamte Spiel hinweg ein gewisses Interesse aufrecht, aber natürlich werden vor allem Lovecraft- sowie Science-Fiction-Fans mit diesem Stilmix angesprochen. Demenz ist ein großer Teil der Erfahrung und deshalb gibt es einige unerwartete Wendungen. Insgesamt hat diese Erzählung aber bei weitem nicht die Auswirkungen, wie andere ähnliche Spiele - die Story tritt nur selten in den Vordergrund. Ob auf dem PC oder auf den Konsolen, Moons of Madness ist ein unscheinbares Spiel, das nicht besonders einprägsam ist, aber durchaus seine Momente hat. Wir empfehlen es nicht allen Spielern, aber wenn ihr Titel, wie Conarium oder Soma genossen habt, werdet ihr auch auf den wahnsinnigen Monden des Mars eine anständige Erfahrung bekommen.

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Das Gameplay besteht daher aus einer Reihe trivialer Aktionen, wie dem Drehen von Ventilen oder dem Aufsuchen von interessanten Orten, sowie grundlegenden Rätseln.
06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
viele grafische Details, Marsstation wirkt glaubwürdig, Sprachausgabe hochwertig, ein paar effektive Jumpscares.
-
Interaktionen sind meist banal, Atmosphäre ist weder beängstigend noch besonders angespannt, das Spiel fügt dem Genre nichts Neues hinzu.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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