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Persona 5: Dancing in Starlight

Persona 3: Dancing in Moonlight / Persona 5: Dancing in Starlight

Atlus schmeißt eine fette Bühnenshow und lädt dazu alle Persona-Fans ein.

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Tony Hawk's Proving Ground aus dem Jahre 2007 war eines der ersten Spiele auf meiner damals frischen Xbox 360. Vom ganz okayen Skatespiel habe ich nicht nur Tony und meinen unverletzbaren Emo-Skater in Erinnerung behalten, ich weiß noch wie viel Spaß meine Freunde und ich mit einer fantastischen Demoversion von Guitar Hero III hatten. Publisher Activision hat damals eine Testversion des Rhythmustitels auf die alte Disk gepackt und weil wir jungen Rocker erst viel später kompatible Plastikgitarren besaßen, meisterten wir die wenigen Songs eben mit dem Controller.

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Persona 5: Dancing in StarlightPersona 5: Dancing in Starlight
Richtig gelungen verbindet Atlus Story und Gameplay noch nicht, dafür präsentieren sie ihre neuen Games schon jetzt stilsicher.

An diese schönen Momente hat mich kürzlich Atlus erinnert, denn mit ihren beiden Rhythmusspielen Persona 3: Dancing in Moonlight und Persona 5: Dancing in Starlight greifen sie dieses Konzept auf und verbinden es mit dem Persona-Kult (der mich so sehr verzaubert). Auf diesem Gerüst inszeniert der Entwickler eine gewaltige Bühnenshow, die jedoch nur Fassade des rhythmischen Gameplays ist. In den beiden eigenständigen Spielen geht es darum, im richtigen Moment die vorgesehenen Tasten zu treffen, nebenbei wird eine seichte Geschichte erzählt - kein weltbewegendes Programm also.

Der Term "Geschichte erzählen" ist ehrlicherweise etwas ausgeschmückt... In der Version, die wir gespielt haben, waren Story-Episoden (noch?) vom eigentlichen Gameplay getrennt, die Handlung fand also in einem separaten Menüpunkt statt. Dort erleben wir kurze Story-Momente mit den verschiedenen Charakteren im Visual-Novel-Stil. Sobald wir im Spiel voranschreiten, sprich Lieder meistern oder andere Herausforderungen abschließen, schalten sich mehr und mehr Geschichtsfetzen frei, die uns weitere Einblicke in das Szenario gewähren.

Die Rahmenhandlung der beiden Spiele ist zunächst gleich: Der Protagonist und seine Freunde geraten in einen Wettstreit der Wächter des Velvet Rooms. Denen ist seit unseren Abenteuern langweilig geworden, weshalb sie nun herausfinden wollen, wer von ihnen die beste Party schmeißt. Hierzu beschwören sie ihre jeweiligen Schützlinge und deren Vertraute herbei, um eine Tanzcrew auf die Beine zu stellen. In Persona 3: Dancing in Moonlight werden die Mitglieder von SEES (dem Specialized Extracurricular Execution Squad) in den mysteriösen Club Velvet gebracht, in Persona 5: Dancing in Starlight sind es die Phantom Thieves. Ihr fragt euch, warum plötzlich alle tanzen können? Das hat irgendwie etwas mit der mentalen Stärke der Tänzer zu tun, jedenfalls drehen sich einige der sozialen Story-Events darum. Ist aber auch vernachlässigbar, glaube ich.

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Persona 5: Dancing in StarlightPersona 5: Dancing in Starlight
Persona 3: Dancing in Moonlight unterscheidet sich spielerisch nicht von Persona 5: Dancing in Starlight - es zeigt uns nur ein anderes Szenario.

Vorangetrieben wird das alles durch unsere Bühnenperformance. Das erfolgreiche Absolvieren von Tanz-Sessions des fantastischen Persona-Soundtracks schaltet weitere Gegenstände, mit denen sich unsere Tänzer optisch anpassen lassen, Punktemodifikatoren und neue soziale Ereignisse frei. Der gewählte Schwierigkeitsgrad scheint keine große Rolle auf den Fortschritt zu haben, es gilt nur unsere "Hype Gauge"-genannte Lebensanzeige im optimalen Bereich zu halten und das Publikum durch anhaltende Komboserien zufriedenzustellen.

Im Gegensatz zu den Rhythmusspielen von Harmonix und Activision bietet uns Atlus mit Persona 3: Dancing in Moonlight und Persona 5: Dancing in Starlight ein rundes Spielfeld an, aus dessen Mitte die "Noten" nach außen an den Bildschirmrand gleiten. Berühren diese Elemente die Kreislinie, müssen wir die entsprechenden Befehle ausführen, ansonsten verliert unsere Performance kontinuierlich an Überzeugung. In hitzigen Situationen kann das richtig stressig und überaus fordernd sein, Sega erreicht dabei jedoch nie das Ausmaß eines Guitar Hero (wir spielen ja schließlich nur mit einem Controller).

Die Performance der Tänzer scheint sich in erster Linie an Zuschauer zu richten, zumindest bekam ich bei dem bunten Treiben auf dem Bildschirm kaum etwas vom Herumgehampel der Figuren mit. Dieser Eindruck steigert sich während der sogenannten Fever Time sogar noch: Treffen wir im Verlauf des Auftritts bestimmte Noten, aktiviert sich eine Punktemultiplikator-Phase, Genrekenner haben das zum Beispiel bei den Titeln der Rockband-Reihe schon einmal gesehen. Während der Fever Time hilft uns ein zweiter Charakter auf der Bühne aus, was diverse Boni mit sich bringt und vor allem für Highscore-Jäger spannend ist.

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Persona 5: Dancing in StarlightPersona 5: Dancing in Starlight
Punkte gibt es auch für den Zeitpunkt, an dem wir die Noten treffen. Wer wiederholt zu früh dran ist, verliert seine Trefferserie..

Mich konnten die beiden Tanzspiele von Atlus jedenfalls überraschen und ich freue mich schon jetzt darauf, wieder mehr Zeit mit den Leuten aus dem Persona-Universum zu verbringen. Die Spielmechanik ist simpel und gleichzeitig herausfordernd und der Freischalt-Wahn passt ganz gut in ein repetitives Highscore-Konzept. Wer Persona und Rhythmusspiele mag, der scheint mit Persona 3: Dancing in Moonlight und Persona 5: Dancing in Starlight nicht allzu viel falsch machen zu können. Das hier wird eine seichte Unterhaltung werden, mit der Fans eine gute Zeit haben, selbst wenn das Herumgetanze nicht so euer Ding ist.

Am 4. Dezember veröffentlicht Atlus Persona Dancing: Endless Night Collection, ein Bundle aus Persona 3: Dancing in Moonlight und Persona 5: Dancing in Starlight, in Europa. Ein Download-Code für den PS4-Port von Persona 4: Dancing All Night (bislang PS-Vita-exklusiv) wird ebenfalls in der physischen Verkaufsedition bereitliegen.

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