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Kritiken
Predator: Hunting Grounds

Predator: Hunting Grounds

Illfonics jüngstes Unterfangen in der Welt der lizenzierten Videospiele bietet mehr zwar eine Menge Potenzial, ist aber erneut ungenügend.

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Viele Jahre sind vergangen, seit der außergewöhnliche Bodybuilder Arnold Schwarzenegger zum ersten Mal auf der großen Leinwand gegen einen bedrohlichen Yautja-Krieger antrat. Seitdem ist viel passiert, Arnie zum Beispiel ist in die Politik gewechselt und wurde zum Gouverneur von Kalifornien gewählt. In seine alte Rolle kehrte er nie zurück, obwohl seine Figur Dutch abgesehen von den Aliens als einer der am stärksten verankerte Charaktere der Predator-Serie gilt.

Das Franchise lebte ohne ihn weiter und brachte weitere Spin-Offs hervor, Filme ebenso wie Videospiele (die wurden meist an die Xenomorphs aus Alien gekoppelt). Während Illfonics Konzept eines kräftemäßig unausgeglichenen Multiplayer-Spiels mit dem Predator in der Hauptrolle schon früher einmal versucht wurde, ist das asymmetrische PvP-Subgenre mittlerweile erfolgreicher als je zuvor. Die Spiele sind zwar nicht unbedingt technische oder visuelle Wunder (Dead by Daylight und Friday the 13th: The Game beweisen das), doch hinter ihnen stehen unglaublich engagierte Fangemeinden, die für jedes Update zurückkehren.

Diesen Fans wird seit jeher viel zugemutet, zu viel vielleicht. Denn obwohl Illfonic einige Erfahrung im Bereich der asymmetrischen Horrorspiele hat (sie halfen unterstützend bei Evolve mit) litt Friday the 13th: The Game zum Start unter strittigen Lizenzproblemen, unterdurchschnittlichem Gameplay und fehlenden Inhalten. Als Black Tower Studios vor Jahren die Entwicklung des Titels übernahm, hatten sie alle Hände voll zu tun und noch immer ist der Titel nicht dort, wo er ursprünglich angesetzt war. Wir stellen das nur so stark heraus, damit ihr direkt wisst, welche Art von Problemen euch in diesem neuesten Projekt der Amerikaner erwarten.

Predator: Hunting Grounds
Predator: Hunting GroundsPredator: Hunting Grounds
Als bedrohlicher Alienjäger mit Wärmebild- und High-Tech-Waffen ausgestattet durch die Baumkronen zu schleichen, hat einiges für sich.

Predator: Hunting Grounds folgt grundsätzlich einer vielversprechenden Prämisse. Man entscheidet sich beim Spielstart dazu, ob man lieber als Squad menschlicher Soldaten variable Missionsziele verfolgt, oder ob ihr lieber den hoch technisierten, mächtigen Jäger mimt, der den vier Soldaten die Hölle heiß macht. Der tödliche Predator lokalisiert seine Beute mittels Wärmebildkamera und er hat ein ausgefeiltes Arsenal zur Verfügung, um die Menschen aufzuschlitzen oder sie abzuschießen. Die Schädel unserer Opfer können wir als Trophäe an unseren Gürtel schnallen, um noch erschreckender zu wirken. Die Spieler auf der anderen Seite der Nahrungskette müssen einfach nur versuchen am Leben zu bleiben. Viele ihrer Optionen sind defensiver Natur, doch wehrlos sind sie deshalb nicht. Sie können sich verschanzen, mit Schlamm bedecken, um dem Thermalscan zu entgehen, und wenn alle Stricke reißen, fliehen sie einfach mit dem Hubschrauber.

Es ist eine einfache Zielsetzung und jedes Spiel folgt für beide Seiten dem gleichen Muster. Als Soldat spielt ihr in einem Feuerteam, das jeweils drei Ziele erfüllen muss, bevor sie zum Abholpunkt gelangen. Bevor wir die Karte hoffentlich heil verlassen dürfen, müssen wir an den Hub-Standorten irgendetwas machen und dabei KI-Soldaten töten. Abgesehen von den Bots, die nur so tun, als würden sie unsere Pläne vereiteln, lauert das Raubtier wahrscheinlich hoch oben in den Bäumen auf den geeigneten Moment zum Zuschlagen. Der Predator ist ziemlich leicht zu hören, denn dank seiner schweren Statur hört man jeden seiner Schritte und im Sprint lässt er den Boden erzittern. Die Baumwipfel biegen sich unter seinem Gewicht und wenn ihr einen Laserstrahl seht, solltet ihr entweder zurückschießen oder lieber gleich in Deckung gehen. Der Predator sollte trotzdem nicht unterschätzt werden, da er wendig, flink und absolut tödlich ist.

Der Solo-Jäger hat pro Mission nur ein einziges Ziel: die Menschen mit allen notwendigen Mitteln auszurotten. Wir müssen dabei zwischen menschlichen Spielern und KI-Schergen unterscheiden, da wir nur gewinnen, wenn die anderen Mitspieler tot im Dreck liegen oder alternativ an unserem Gürtel baumeln. Man kann die KI-Zielscheiben nutzen, um das Feuerteam abzulenken und sich anzuschleichen oder gezielt Chaos säen, um die Koordination des Kill-Squads zu sprengen und isolierte menschliche Spieler im Alleingang zu eliminieren. Die Möglichkeiten sind jedenfalls da und anfangs ist das alles auch noch ziemlich lustig - zumindest bis es sich wieder und wieder wiederholt. Predator: Hunting Grounds bietet aktuell leider noch nicht sehr viele Inhalte, deshalb mangelt es dem Titel an Abwechslung.

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Predator: Hunting GroundsPredator: Hunting Grounds
Einer unserer Lieblingsfehler im Spiel. Während des Matches tauchte er bei uns aber nicht auf.

Das beginnt schon bei den drei Karten, die sich nicht allzu sehr voneinander unterscheiden. In jedem Bereich gibt es verschiedene Standorte, zwischen denen die Teams rotieren müssen, um wechselnde, aber immer gleiche, generische Aufgaben abzuschließen. Es läuft immer darauf hinaus, dass sich die menschlichen Spieler verschanzen müssen, während KI-Gegner anrücken. Der Predator kann in diesem Zeitfenster agieren oder auf eine bessere Gelegenheit warten, doch wenn er warum auch immer nicht in Aktion tritt, dann macht das menschliche Squad Zielübungen auf stumpf agierende, völlig ungefährliche Stehaufmännchen, die nicht mal im Rudel eine Gefahr darstellen.

Kosmetische Anpassungsoptionen sind die Karotte vor der Nase der Spieler in Predator: Hunting Grounds. Es ist höchst erfreulich, dass wir für diese Dinge keinen Cent ausgeben müssen, da die Skins, Perks, Waffen und Outfits allesamt mittels Spielfortschritt freigeschaltet werden. Wir verdienen für unsere Performance in den Matches Spielwährung (die übrigens auch zufällig im Spiel aufgesammelt werden kann) und erhalten pro Levelaufstieg Beutekisten mit zufälligen Gegenständen. Doppelter Kram wird direkt in die Spielwährung umgemünzt, mit der ihr die spannendsten Sachen gezielt freischaltet. Die meisten Waffen und Fertigkeiten sind an das Erreichen eines bestimmten Levels gekoppelt, was nicht allzu schwierig ist, da man ziemlich schnell aufsteigt.

Eine echte Plage sind die vielen technischen Probleme, unter denen dieses Spiel aktuell leidet. Texturfehler, Abstürze und Konnektivitätsprobleme frustrieren während der langen Warteschlangen immer wieder. Es ist fast ein Witz, dass das Matchmaking erneut auf Peer-to-Peer-Verbindungen setzt und nicht auf dedizierte Server - deshalb gibt die Verbindungsqualität des Predators den Ton an. Als Jäger können wir manchmal allerdings nicht mal auf die Bäume klettern oder unseren Laser ordnungsgemäß abschießen, was uns deutlich ungefährlicher werden lässt. Ein besonders lustiger und weit verbreiteter Fehler ist der graue Pixelmatsch, der wahlweise den Predator (auf dem PC) oder die Soldaten (auf PS4) befällt. Illfonic meint, den Fehler mit dem letzten Patch behoben zu haben, das können wir aber nicht bestätigen.

Predator: Hunting Grounds
Predator: Hunting GroundsPredator: Hunting Grounds
Die Schädel unserer Opfer können wir als Trophäe an unseren Gürtel schnallen, um noch erschreckender zu wirken.

Etwas das ebenfalls sehr ärgerlich ist, ist das Thema Crossplay. Freunde auf der anderen Plattform einzuladen, ist ohne weiteres aktuell nämlich gar nicht möglich, da die Freundeslisten nicht gekoppelt wurden. Prinzipiell scheint die Technik aber zu funktionieren, zumindest tauchen die jeweiligen Icons der anderen Plattform in der Schnellsuche regelmäßig auf. Es wäre aber natürlich deutlich schöner gewesen, mit Freunden auf dem anderen System zusammenspielen zu können und wir sind uns fast sicher, dass das bestimmt noch nachgepatcht wird (es könnte aber vielleicht eine Weile dauern).

Predator: Hunting Grounds ist insgesamt eine unterhaltsame Erfahrung und eines der besseren Beispiele für ein lizenziertes Spiel, das auf einem Film basiert. Als bedrohlicher Alienjäger mit Wärmebild- und High-Tech-Waffen ausgestattet durch die Baumkronen zu schleichen, hat echt einiges für sich. Es ist gleichzeitig spaßig, mit einem Team gleichgesinnter Spieler an wechselnden Zielen zusammenzuarbeiten, aber es wird schnell klar, dass die eigentliche Action das unvorhergesehene Element des Predators ist, mit dem diese Spielerfahrung für beide Seiten steht und fällt.

Technische Probleme und das sich wiederholende Gameplay ärgern immer wieder, deshalb überzeugt Predator: Hunting Grounds vor allem dann, wenn eure Lobby voll mit euren Freunden ist und ihr gemeinsam die volle Teamerfahrung genießt. Wem das verwehrt bleibt, dem wird trotz aller Anpassungsgegenstände und Fortschrittsmechaniken schnell die Puste ausgehen. Wenn Illfonic nicht bald mit frischen Inhalten zurückkehrt, brauchen sie die kleinen und großen Probleme deshalb gar nicht erst zu beheben. Was uns hier aktuell geboten wird, reicht einfach vorne und hinten nicht aus.

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05 Gamereactor Deutschland
5 / 10
+
belohnendes Level-System, Spielwährung häuft sich schnell an, spaßiges Kern-Gameplay (falls es funktioniert), tolles Sound-Design, unterhaltsame Anpassungsoptionen.
-
wiederholt sich schnell, nur drei Karten, viele Fehler, grafische Probleme, Crossplay-Funktion ist halbgar.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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