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Resident Evil: Revelations

Resident Evil: Revelations

Die Zeit exklusiver Titel scheint vorbei zu sein. Nun nimmt sich auch Capcom sein 3DS-Resident Evil vom letzten Jahr vor und bringt es für Xbox 360 und PS3.

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Resident Evil: Revelations erwartet dasselbe Schicksal wie Resident Evil 4. Das erschien ursprünglich für den Gamecube und unternahm von dort aus ein paar Ausflüge auf andere Plattformen - und das hat dem Erfolg des Titels keinesfalls geschadet. Ganz so einfach wird es für Resident Evil: Revelations aber dann wohl nicht werden. Immerhin wird mit dem Titel eine Handheld-Version auf Geräte portiert, die technisch eine ganz andere Leistungen erbringen. Das ist keine leichte Aufgabe. Einige wird es trotzdem freuen, schließlich gibt es so Nachschub im Resident Evil-Universum. Verständlich, kamen bisher doch nur Besitzer eines Nintendo 3DS in den Genuss von Resident Evil: Revelations.

Wer außerdem im letzten Jahr von der neuen Richtung in Resident Evil 6 enttäuscht war, findet in Resident Evil: Revelations das klassische Konzept wieder. Abgesehen von der visuellen Rundumerneuerung - und dabei denken wir eher eine HD-Neuauflage als an eine überarbeite Portierung - geht es aber auch in dieser Fassung auf große See und zwar mit allem, was dazu gehört.

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Resident Evil: RevelationsResident Evil: Revelations
Wer vom letzten Ausflug mit Resident Evil enttäuscht war, findet in diesem Spiel das klassische Konzept wieder.

Statt in Resident Evil: Revelations einer kontinuierlichen Geschichte zu folgen, entschied sich Capcom für klar unterteilte Kapitel. Zum einen lassen sich damit die einzelnen spielbaren Charaktere und ihre Perspektiven besser voneinander abgrenzen. Zum anderen war es so so möglich, den Stil und die üblicherweise kürzere Spielzeit pro Runde voll auf den Handheld abzustimmen. Und das funktioniert nicht einmal so schlecht, wie man vielleicht zunächst annehmen mag. Alan Wake war immerhin mit derselben Struktur auf der Heimkonsole ziemlich erfolgreich.

Unser kleiner Ausflug in das vierte Kapitel endet nach etwa einer halben Stunde mit dem Statistik-Bildschirm. Einige Kapitel sind kürzer, andere sogar noch länger. Aber erst in der Rückschau wird deutlich, wie wenig wir in dieser Zeit eigentlich gemacht haben. Im Grunde haben wir nur ein paar Räume erkundet und eine Handvoll Zombies erschossen. Und trotzdem jagt uns immer wieder einen kalten Schauer über den Rücken. Anders als in Resident Evil 6 spüren wir in den langsamen Passagen von Resident Evil: Revelations nämlich echtes Unbehagen.

In der Rolle von Jill Valentine erkunden wir zum Beispiel das riesige Innere eines Kreuzers, der nach dem Biohazard-Ausbruch von Zombies bevölkert wird. Richtig gruselig wird es, wenn sich dann plötzlich widerliche Mutationen aus der Dunkelheit auf uns stürzen. Der sparsame Umgang mit der knappen Munition in den schummrigen, engen Korridoren ist dabei auch auf dem 32 Zoll-Samsung-Fernseher so nervenaufreibend wie auf dem 3,5 Zoll-3DS-Bildschirm.

Resident Evil: Revelations
Die Umsetzung ist eine merkwürdige Mischung, denn die Charaktere sind hübsch, aber die Umgebung ist es nicht immer.

Aber keine Sorge, mit Chris Redfield gibt es auch weiterhin den einen oder anderen Kugelhagel. Capcom hat die Action- und Survival-Elemente der Horror-Serie gut auf die Figuren und die sich immer wieder kreuzenden Erzählstränge der Geschichten verteilt. Die Aufteilung ist dabei wesentlich sinnvoller und das Tempo besser angelegt, als wir es mit den unterschiedlichen Spielstilen in Resident Evil 6 erlebt haben.

Die Umsetzung ist aber trotzdem eine merkwürdige Mischung. Zwar wirken die zentralen Charaktere auf der Heimkonsole ordentlich, die Zwischensequenzen, Umgebung und Gegner harmonieren allerdings nicht immer mit den HD-Anpassungen. Vergrößert wirken die glatten Wände und Räume karg und Details sucht man vergebens. Natürlich hat nicht jedes Gebiet im Spiel dieses Problem. Anstatt aber in der Spielerfahrung völlig zu versinken, werden wir immer wieder daran erinnert, für welche Plattform der Titel ursprünglich entwickelt wurde.

Gleiches gilt auch für die Albino-Mutationen. Diese widerlichen weißen Zombies waren auf dem 3DS im schummrigen Licht besonders gut zu sehen und daher auch recht leicht zu erledigen. Auf dem Fernseher wirken sie dagegen eher lahm und der größere Bildschirm raubt ihnen leider ihre beinahe klaustrophobische Bedrohlichkeit.

Resident Evil: Revelations
Die Albino-Mutationen wirken eher lahm und der größere Bildschirm raubt ihnen leider ihre beinahe klaustrophobische Bedrohlichkeit.

Immerhin hat Capcom ein gutes Händchen dafür, den Bildschirm nicht zu überladen. Keine leichte Aufgabe, immerhin musste das Geschehen zweier Bildschirme auf einem kombiniert werden. Granaten und andere Waffen wählen wir über das Steuerkreuz aus. Angezeigt wird unsere Auswahl dann, ebenso wie die Karte, mit Hilfe durchsichtiger Bildschirmsymbole. Die 3D-Karte und weitere Menüpunkte rufen wir mit dem Select-Knopf auf.

In Verbindung mit der Spannung auf dem Bildschirm sorgt aber vor allem die Musik für eine ganze Menge Atmosphäre. Und sie ist definitiv so gut wie vorher. Resident Evil: Revelations ist kein einfacher Ableger der Serie, sondern ein echtes, vollwertiges Resident Evil - schon deshalb sollte man einen Blick riskieren. Gerade als Handheld-Version der Reihe ist der Titel wirklich brillant.

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