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Second Extinction

Second Extinction - Xbox Game Preview

Der kooperative Dino-Shooter vermischt Left 4 Dead mit Turok. Das Ergebnis könnt ihr nun auch auf der Xbox im Early Access spielen.

Eine Mischung aus Turok und Left 4 Dead klingt einfach großartig und deshalb ist mir das Herz aufgegangen, als ich den Trailer zu Second Extinction gesehen habe. Beide Spielereihen liegen schon lange auf Eis und aus diesem Grund klingt es nach einer guten Idee, das Gameplay der beiden Marken miteinander zu verbinden. Der Koop-Shooter von Systemic Reaction ist seit Oktober auf dem PC via Steam Early Access erhältlich und nun ist das Spiel im Rahmen des Game-Preview-Programms auch für Xbox-Konsolen gestartet worden.

Normalerweise würde ich jetzt über die Hintergrundgeschichte des Spiels schreiben, aber Second Extinction hat so etwas gar nicht. Nach einer kurzen Zwischensequenz werden wir direkt in die Action geworfen und sollen vor mutierten Dinosauriern fliehen, die auf uns Jagd machen. Funkgespräche sorgen für ein wenig Kontext, aber erwartet keine Erklärungen oder unerwartete Entwicklungen. Es gibt auch keine Kampagne, da man aktuell einfach nur versucht, mit seinen Teamkameraden verschiedene Aufgaben zu erledigen, ohne dabei in Stücke gerissen zu werden.

Second Extinction hat derzeit zwei Hauptmodi: Mission Select und Expedition. Mission Select führt euch geradewegs in Minen voller Dinos, in denen ihr mit Dynamit beladene Loren detonieren lassen oder nach vermissten Forschern suchen sollt. Die Expeditionen sind entspannter, denn obwohl ihr ebenfalls daran arbeitet, die Dinosaurier-Invasion zu stoppen, erkundet ihr die Karte in eurem eigenen Tempo. Nebenbei erledigt ihr Nebenquests, sammelt Ressourcen und genießt auch mal den Ausblick.

Second Extinction
Second ExtinctionSecond Extinction

Momentan stehen fünf Charakterklassen zur Auswahl, die alle individuell bewaffnet sind und jeweilige Spezialfähigkeiten mitbringen. Zwei Beispiele: Rosy ist mit einer Minigun bewaffnet und kann ihr Team heilen. Ortega ist ein leichtfüßiger Kämpfer mit einem Sturmgewehr. Mir gefällt, wie sehr sich die Klassen gegenseitig ergänzen und dass wir unseren Spielstil entsprechend an diese Schablonen anpassen müssen.

Das Gunplay ist solide und das verfügbare Waffenarsenal abwechslungsreich. Es gibt sechs Knarren, die ihr über drei getrennte Skill-Bäume (Durchschlagskraft, Stabilität und Kontrolle) weiter verbessern könnt. Um Punkte zu verteilen, benötigt ihr die richtigen Materialien, die ihr für das Erlegen des entsprechenden Dinosauriers erhaltet. Das sorgt für eine schöne Gameplay-Schleife im Stile von Monster Hunter, da ihr euch irgendwann unweigerlich auf die Jagd nach mächtigen Dinos begebt.

Das Design der mutierten Dinosaurier ist ebenfalls beeindruckend. Einer der riesigen T-Rexe spuckt Säure und es erwartet euch eine Vielzahl an Bedrohungen, für die ihr unterschiedliche Strategien entwickeln müsst. Der gut gepanzerte Ankylosaurus kann zum Beispiel nur mit einem präzisen Granatenwurf auf den Rücken gedreht werden (nur in dieser Haltung offenbart er seinen Schwachpunkt). Das Design der Gegner ist toll, aber sie spawnen sehr schnell neu. Mein Koop-Partner und ich wurden häufig von wiederkehrenden Dinos überrannt, während wir noch mit einer anderen Welle beschäftigt waren.

Second ExtinctionSecond Extinction

Seit Oktober steht lediglich eine Schneekarte zur Verfügung, auf der wir unsere Missionen erledigen. Die Karte ist nicht gerade klein, aber ich habe mich schnell nach ein wenig mehr Abwechslung gesehnt. Zwischen den Aufgaben wird viel gelaufen, denn die Abstände sind groß und es stehen keine Fahrzeuge zur Verfügung. Die langen Wege und die kontinuierlichen Angriffe der Dinosaurier nehmen tatsächlich die meiste Spielzeit in Anspruch.

Was mich wirklich enttäuscht hat ist, dass Second Extinction alleine eigentlich nicht spielbar ist. Wenn ihr solo spielt, werdet ihr schnell von Wellen fieser Dinos überrannt und niemand kann euch wiederbeleben. Warum gibt es diese Option überhaupt? Ich verstehe, dass Second Extinction mit dem Koop-Gedanken im Kopf entwickelt wurde, aber der Schwierigkeitsgrad sollte sich der Größe des Teams anpassen, wie wir das nicht zuletzt bei Monster Hunter sehen, das offensichtlich eine Inspiration war.

Das Potential ist da, aber Entwickler Systemic Reaction muss sich noch um jede Menge grundlegender Probleme kümmern, ehe das Spiel veröffentlicht werden sollte. Zurzeit steht nur eine Karte zur Verfügung und das Gameplay besteht hauptsächlich aus anstrengenden, sehr langen Wanderungen und endlosen Kämpfen gegen heranstürmende Dinosaurierwellen. Immerhin ist das Gunplay knackig, es gibt viele Upgrades und das Dinosaurier-Design ist beeindruckend - und damit meine ich auch den taktischen Anspruch.

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