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Spider-Man: Edge of Time

Spider-Man: Edge of Time

Mal wieder steht Spider-Man an einer Konsole und drückt den Knopf. Er wird wieder von einer kleinen Aura blauer Orbs umkreist, die dann automatisch im Kostüm der Spinne verschwinden. Und wieder einmal frage ich mich, warum das alles schon seit Stunden der gleiche Quatsch ist. Immer wieder macht man das gleiche, immerhin aus wechselnden Perspektiven des originalen Spider-Man Peter Parker und seines Kollegen Miguel O'Hara aus dem Jahr 2099.

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Die beiden Actionhelden können fliegen, Netz spinnen, kloppen, hüpfen, kloppen, hüpfen - nur unterbrochen durch das ewige Aufzerren von Türen und Schaltern, indem man länger als nötig auf eine Taste hämmern muss. Und natürlich das Knöpfedrücken an Konsolen. Ab und an gibt's nette Sequenzen im freien Fall, die aber besser wirken als sie am Ende dann sind.

Dabei hatte alles so hübsch angefangen, damals "früher, in der Zukunft". Spider-Man: Edge of Time startet mit einem spielbaren Intro, das wirklich hübsch und cool gemacht ist. Wir lernen die beiden Spider-Man-Kollegen kennen und ihren Widersacher Walker Sloan (gesprochen von Val Kilmer), der seinen Arbeitgeber Alchemax in der Vergangenheit neugründen will, so dass es in der Zukunft der alles beherrschende Marktführer ist und er selbst der mächtigste Mann der Welt. Ein Wahnsinniger aus dem Bilderbuch eben.

Die beiden Superhelden geraten nun in diesen Strudel aus zwei Zeitebenen hinein und wir müssen mit ihnen abwechselnd und pseudoparallel den Irren zur Strecke bringen. Die Geschichte ist dabei tatsächlich ganz nett, aber man muss sich durch so viel langweiliges Gameplay plagen, um einige der besser konzipierten Bosskämpfe und Storywendungen zu erleben.

Spider-Man: Edge of Time
Man kann ein paar nette Stunden mit dem Spiel haben, am Ende ist es aber ein eher billig gemachtes Action-Adventure.

Auf dem Weg könnte man sich an einem anständigen Upgrade-System entlang hangeln, aber das fehlt leider. Das von Beenox verwendete ist unübersichtlich, weil sich durch die Struktur des Spiels die beiden Helden manche der Verbesserungen teilen können, andere aber wiederum nur für den alten oder neuen Spider-Man gelten. Dadurch hat man drei Ebenen zum Verbessern, aber immer nur ein Konto, wo die Kohle dafür abgebucht wird. Man sitzt also immer da und denkt sich, man hätte falsch investiert. Mal abgesehen davon, dass die Upgrades so marginal und überflüssig sind, dass man sie auch hätte weglassen können.

Nett gemacht sind die quasi live eingespielten Herausforderungen, die einen dazu anhalten, Gegner in einer bestimmten Zeit zu erledigen, keine Treffer einzustecken oder besonders schnell eine Passage zu erledigen. Sie sind wunderbar beiläufig integriert, haben allerdings auch keinen großen Effekt, außer irgendwelchen Sammelunfug wie digitale Action-Figuren oder Artworks freizuschalten oder verhältnismäßig wenig Upgrade-Orbs in die Kasse zu spülen. Außerdem verpasst man sie immer wieder mal in der Hektik des Gefechts, weil die per Knopfdruck aktiviert werden müssen.

Solche Logikprobleme werden durch dumme Logikfehler ergänzt, wie etwa jener, als man im Kampf mit Anti-Venom den Bösewicht durch eine Tür schleudert, aber dann nicht durch die gehen muss, sondern in Superzeitlupe zurück zu Sloan schleichen kann, um ihm beim seelenruhigen In-der-Gegend-Stehen zuzuschauen. Das wirkt wie die Kulisse einer schlechten Arztserie und im Hintergrund knurrt der mutierte Eddie, den man nach zwei zähen Minuten zurückschleichen dann in der nächsten Zwischensequenz trifft.

Man kann ein paar nette Stunden mit dem Spiel haben, am Ende ist es aber ein eher billig gemachtes Action-Adventure. Besonders die lieb- und farblose Grafik, insbesondere bei den Texturen und Details in den Levels fällt auf und steht in krassem Gegensatz zu den hübsch animierten Spinnenmännern. Das Kampfsystem ist leider viel zu langweilig, als das es einen wirklich bei Launen halten würde. Die Gegner sind allesamt nur Kanonenfutter auf dem Weg zu den Bosskämpfen. Wer sich die Mühe macht, schaltet noch einen Hardcore-Modus frei, wo dann alles noch einmal länger dauert, weil die Kämpfe nicht spannender werden, sondern eben nur länger. Das Spiel muss man jedenfalls allerhöchstens als Fan von Spider-Man spielen.

Spider-Man: Edge of Time
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06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
Bosskämpfe, nette Geschichte
-
langweilges Gameplay, triste Level, lieblose Grafik
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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