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Splinter Cell: Blacklist

Splinter Cell: Blacklist

Wir waren bei Ubisoft in Toronto und haben einen Blick auf das neue Abenteuer von Sam Fisher geworfen und außerdem einen bekannten Modus ausprobiert: Spies vs. Mercs.

  • Mike Holmes

Spies vs. Mercs gibt es in Splinter Cell: Blacklist gleich in zwei Ausführungen. Einmal als eine klassische Variante, die eine relativ unangetastete Version vom beliebten Original-Modus widerspiegelt, wie wir ihn aus Splinter Cell: Pandora Tomorrow kennen. Gewünscht wurde sich die vor allem von langjährigen Fans der Serie, die den Modus bereits in Conviction vermissten. Die zweite Version heißt Blacklist und ist eher eine Variante des Originals. Obwohl nur wenige Veränderungen vorgenommen wurden, ändern diese das Spielgefühl dramatisch.

Beide Varianten sind richtig unterhaltsam und bergen ein enormes Potenzial, uns viele Nächte mit Freunden vor dem Fernseher in spannende Gefechte zu verwickeln. Wir haben zwar nur eine Handvoll Spiele in beiden Modi absolvieren. Doch schon jetzt ist wird deutlich, dass die Umsetzung des beliebten Modus ziemlich gut gelungen zu sein scheint.

Splinter Cell: BlacklistSplinter Cell: Blacklist
Abgesehen von den Anpassungsoptionen ist der klassische Modus ziemlich genau so, wie wir in schon kennen.

Zuerst ein paar Worte zur klassischen Variante, weil sich gerade die langjährigen Splinter Cell-Fans dafür sicher am meisten interessieren. Abgesehen von den Anpassungsoptionen, zu denen wir später noch ein paar Worte verlieren werden, ist der Modus genau so, wie wir ihn schon in vielen vorherigen Spielen erlebt haben. Gunther Galipot, verantwortlich für den Mehrspielermodus in Splinter Cell: Blacklist, erklärt uns: "Diese Variante haben wir fast komplett unangetastet gelassen. Ich wollte wirklich sicher gehen, dass gerade die Fans von Splinter Cell: Pandora Tomorrow ihr Spies vs. Mercs zurückbekommen."

Paarweise verwickeln wir uns in unglaublich spannende und taktisch anspruchsvolle Duelle. Die Mercs (Söldner) sind schwerfällig, werden aus der Ego-Perspektive gesteuert und sind wahre Tötungsmaschinen. In einem Aufeinandertreffen machen sie kurzen Prozess mit den Spies (Spione), um die an ihrem Vorhaben zu hindern. Die Spione sind dafür unglaublich wendig, aber ebenso tödlich wie ihre Gegner. Sie nutzen unterschiedliche Tricks, um ihren Hals in brenzligen Situationen doch noch aus der Schlinge zu ziehen.

Gesteuert werden sie im Gegensatz zu den Söldnern aus der Third Person-Perspektive, was nicht zu unterschätzen ist - immerhin können wir so unsere Umgebung wesentlich besser einsehen. "Ohne diese Art von Kamera ist man beinahe blind und man muss sehr vorausschauend vorgehen. Ist der Spion nicht gut vorbereitet, wird er nicht gerade lange überleben."

Splinter Cell: Blacklist
Gerade die Dunkelheit ist der beste Freund des Spions - also schnell den Computer hacken und wieder verstecken.

Und das sollte er, um sein Ziel zu erreichen. Die Spione müssen sich nämlich in drei Terminals hacken, die an unterschiedlichen Orten auf der Karte zu finden sind. Natürlich wollen die Söldner sie genau daran hindern. Beide Teams spielen dabei abwechselnd beide Klassen. Gewonnen hat am Ende das Team, das innerhalb von zehn Minuten in der Rolle der Spione die meisten Terminals gehackt hat.

Spielen wir als Söldner, sind wir enorm von der Taschenlampe und der Waffe abhängig. Des einen Leid ist aber bekanntlich des anderen Freud. Gerade die Dunkelheit ist der beste Freund des Spions. In ihr bewegt er sich lautlos Richtung Ziel. Doch schon der Schein eines brennenden Streichholzes genügt, um ihn in seinem Verstecken zu enttarnen. Als Söldner müssen wir deshalb stets auf die Aktionen der Spione reagieren und zum Terminal eilen, sobald ersichtlich wird, dass sich jemand daran zu schaffen macht. Schalten wir das gegnerische Teammitglied aus, bevor es seine Arbeit beenden kann, beginnt ein Countdown, der den Timer zurücksetzt, sobald er auf Null heruntergezählt hat. In dieser Zeit können jedoch andere Spione das Werk ihres Vorgängers fortsetzen, wodurch der Countdown erneut beginnt.

Aus Sicht der Spione ist es deshalb eine gute Taktik, mit dem Hacken zu beginnen und dann in der Dunkelheit zu lauern. Gute Verstecke zu finden ist überlebensnotwendig - die Kugeln der Söldner töten schnell. Ihre Stärken spielen sie hingegen mit tödlichen Nachkampfangriffen in engen Räumen aus. Schnell kann sich das Blatt aber wenden. Söldner sind bis an die Zähne gepanzert und damit weit überlegen, sollten sie in ein Feuergefecht verwickelt werden.

Splinter Cell: Blacklist
Während die Söldner nicht denselben Bewegungsspielraum genießen, sind sie zu ihrer Unterstützung mit explosiven Drohnen ausgerüstet.

Hat ein Hack-Angriff einmal begonnen, beginnt ein tödliches Katz-und Maus-Spiel. Während die Söldner versuchen, den Kreislauf zu unterbrechen, schleichen die Spione durch die Dunkelheit und versuchen, so lange wie möglich am Leben zu bleiben, um einen Punkt zu gewinnen. Dabei bleiben sie nahe am Terminal, wo sie allerdings nur wenige Verstecke finden. Einfach nur still zu bleiben und abzuwarten, ist deshalb nicht immer eine Option.

Erlebt haben wir das auf einigen Karten, die durch ihr kluges und sorgfältiges Design für die nötige Balance sorgen. Gerade das eher vertikal ausgerichtete Layout bietet den Spionen viele Verstecke und Vorteile im Bezug auf die Bewegungsfreiheit. Allerdings werden sie immer wieder von Lichtstrahlen aufgescheucht, die unentwegt die Decken und dunklen Ecken anstrahlen. Während die Söldner nicht denselben Bewegungsspielraum genießen, sind sie zu ihrer Unterstützung mit explosiven Drohnen ausgerüstet, die in höher gelegene Ebenen aufsteigen. Greifen sie darauf zurück, bleibt ihr Körper allerdings verwundbar zurück. Viele der leichtesten Angriffe führen wir beim Anspielen auf Gegner aus, die gerade mit ihren Maschinen die Umgebung erkunden.

Der Klassik-Modus ist anstrengend, wird aber durch Blacklist perfekt ergänzt. In diesem alternativen Modus spielen vier Spieler im selben Team. Allein die hohe Zahl an Mitspielern lässt ein mutigeres Vorgehen der Spione zu, wodurch das Spiel wesentlich hektischer wird. Gleichzeitig machen wir auch schneller Punkte und kommen so unserem Ziel näher. Insgesamt fühlt sich Blacklist so leichter zugänglich an und ist womöglich gerade zu Beginn etwas unterhaltsamer. Trotzdem bleibt das Hauptaugenmerk auf der klassischen Variante und es braucht nicht lange, bis man von deren Charme vollkommen überzeugt ist. Kurz bevor unsere Anspielzeit zu Ende ist, wählen wir uns deshalb für unser letztes Spiel eben doch den Klassik-Modus.

Splinter Cell: Blacklist
Im neuen Blacklist-Modus gibt drei unterschiedliche Rollen für Spione und Söldner, die wie Klassen funktionieren.

Worin sich allerdings beide Varianten deutlich vom Original unterscheiden, sind die vorhandenen Anpassungsoptionen. Viele unterschiedliche Spielstile finden hier ihre Unterstützung und obwohl wir nur Zeit hatten, um einige von ihnen zu testen, ist schon jetzt klar, dass hier tiefgründig gearbeitet wurde. Es gibt massig Optionen, die sich von passiven Fähigkeiten über nützliche Werkzeuge erstrecken. Wir freuen uns schon jetzt darauf, uns im fertigen Spiel eine maßgeschneiderte Spielerfahrung zu basteln und zu sehen, wie tiefgründig Splinter Cell: Blacklist in diesem Bereich dann am Ende wirklich ist.

Schon nach den wenigen Runden haben wir uns außerdem mit dem Intel Scout vertraut gemacht. Mit dessen Hilfe scannen wir die Umgebung ab und markieren Gegner für unsere Verbündeten. Es gibt außerdem einen Saboteur, der unterschiedliche Technologien nutzt, um das feindliche Equipment zu zerstören und einen Predator, der sich beinahe unsichtbar macht, um noch besser zu schleichen. Je unterschiedlicher das Team zusammengesetzt ist, desto höher ist unsere Chance zu gewinnen. Gerade zu einem späteren Zeitpunkt ist es so leichter, die unterschiedlichen Fähigkeiten zu kombinieren, um einen kleinen Vorteil auf dem Schlachtfeld zu erringen.

Es gibt aber natürlich auch drei unterschiedliche Rollen für die Söldner. Der Peacemaker bekommt dabei Gesellschaft von einem Hunter und dem Disruptor. Deren Fähigkeiten sind perfekt darauf abgestimmt, die Spezialitäten der Spione auszustechen und sorgen so für ein ausgeglichenes Spiel. Natürlich hat aber auch jede Klasse ihre Schwächen, die wir ausnutzen können und sollten.

Splinter Cell: Blacklist
Söldner spielen aus der Egoperspektive und Spione sehen ihr Umfeld aus der Third-Person-Sicht.

Wie uns Galipot nach der Präsentation erklärt, haben die Entwickler fieberhaft daran gearbeitet, die nötige Balance zwischen den beiden gegnerischen Teams zu garantieren. "Die Spione sind beispielsweise immun gegen Giftgas, wenn wir sie mit Gasmaksen ausrüsten. Als Söldner hingegen kann man sich davor schützen, geblendet zu werden, indem man ein Anti-Flash-Visier ausrüstet. Man kann seinen ganz eigenen Spielstil entwickeln und sich auf die Sachen spezialisieren, auf die man sich konzentrieren will."

Wie genau sich die Klassen gegeneinander aufheben, beschreibt Galipot so: "Der Disruptor blockt die Verhüllungsfähigkeiten des Predator, während dieser sich wiederum leichter an den Peacemaker heranpirschen kann. Der Saboteur kann Drohnen unschädlich machen. Gleichzeitig ist der Peacemaker aber immun gegen die technischen Angriffe des Saboteurs, weil er sich Adrenalin injizieren kann, dass nicht elektronisch ist." Die Bewegungen auf dem Kampffeld fühlen sich natürlich an und in Verbindung mit der umfangreichen und einsetzbaren Techniken fühlt sich das Kampfgeschehen von Splinter Cell: Blacklist einzigartig an. Fans des Originals können sich deshalb beruhigt zurücklehnen.

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