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Splinter Cell: Blacklist

Splinter Cell: Blacklist

Sam Fisher ist blass geworden und grau. Aber es ist nicht diese coole Blässe, die man als fitter Agent in den Fünfzigern hat. Abschreiben aber sollte man ihn deswegen nicht...

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Sam Fisher hat ein Problem - neben all seinen Problemen, die er als 4th Echolon Teamleiter beim Bekämpfen einer Terroristengruppe namens The Engineers hat. Sam Fisher ist blass geworden und grau. Aber es ist nicht diese coole, erhabene Blässe, die man als im Leben stehender Agent in den Fünfzigern hat. Und auch nicht das herrlich abgerockte im anderen Extrem. Er wirkt irgendwie fertig, mit sich und der ganzen Tom Clancy-Nummer. Abschreiben aber sollte man ihn deswegen nicht...

Sam Fisher wiederholt sich in Splinter Cell: Blacklist selbst. Er zitiert sich und leiht sich bei modernen Shootern, was es sinnvolles zu leihen gibt, um das eigene Konzept sanft zu ergänzen. Das Spiel bietet viel. Eine Kampagne, die man allein oder offline und online im Koop zocken darf. Dazu mit Spies vs. Mercs (Spione gegen Söldner heißt das bei uns) einen Multiplayer, der ohne Zweifel zu den besseren Kandidaten gehört und neben Monstern wie Battlefield 3 oder Call of Duty locker besteht. Aber auch dieser Multiplayer ist am Ende „nur" eine gekonnte Neuinterpretation eines alten Multiplayers aus der Serie. Netterweise haben sie denn natürlich als Classic-Variante im Original auch noch mit eingebaut.

Bei der Kampagne ereilt einen schnell das Gefühl, dass man auch ohne sie leben kann. Die Story ist aus dem immer gleichen Clancy-Brühwürfel aufgekocht. Nicht unlecker, aber den Geschmack hat man viele Male erlebt. Sam muss mit seinem Team einer Terrorgruppe das Handwerk legen, die den Vereinigten Staaten eine Blacklist serviert haben - einer tödlichen Abfolge von immer heftiger werdenden Terroranschlägen. Anfangs wird nur ein Munitionsdepot einer Militärbasis in Guam gesprengt. Aber der Knall ist laut in Washington gehört worden.

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Splinter Cell: BlacklistSplinter Cell: Blacklist
Wer im Koop spielt, erlebt mit Isaac Briggs wenigstens eine neue Facette, allerdings bleibt der Elitesoldat leider weitgehend farblos.

Sam muss also wieder ran. Wer im Koop spielt, erlebt mit Isaac Briggs wenigstens eine neue Facette, allerdings bleibt der Elitesoldat leider weitgehend farblos. Nerd-Sidekick Charlie Cole sieht wegen seiner eigenartigen Augen aus wie der jungen Steve Buscemi und Anna Grimsdottir ist mittlerweile zu aalglatt geraten.

Das Vierer-Team macht sich an Bord des Tech-Bombers Paladin auf den Weg aus eine Reise rund um die Welt, um die Terroristen dingfest zu machen. An Bord der Paladin spielt das Strategic Mission Interface (SMI) eine bedeutsame Rolle. Es dient als Übersichtskarte für die Missionen, von dort gelangt man aber auch direkt in den Multiplayer oder kann seinen Charakter sowie die Waffen aufrüsten und individuell anpassen - ebenso wie das Flugzeug selbst.

Auf der Karte ist sogar ein Minigame eingebaut, das zufällig auftaucht und uns die Karte nach einem Ort absuchen lässt. Es ist ein feiner Gag und liefert beim erfolgreichen Absolvieren weitere Vorteile wie mehr Geld oder besseren Zugang zu Upgrades.

Splinter Cell: Blacklist
Leise und laut, aggressiv und smart - Sam Fisher kann jede Sekunde ein anderer sein. Die Levelarchitektur erlaubt es zudem, diverse Routen zum Ziel zu nehmen.

Gerade beim Anpassen geht das Spiel tief und bietet enorm viel. Das macht sich vor allen Dingen im Multiplayer bemerkbar, der nicht nur dadurch wie eine bombastische Mischung aus Schere-Stein-Papier- sowie Katz-und-Maus-Spiel daherkommt. Aber erstmal zum Basteln. Das fliegende Hauptquartier liefert uns nach dem Upgrade nette Bonus-Features wie eine Werkstatt von Briggs, um Waffenprototypen zu bauen oder einfach etwas zusätzliche Aufklärung von oben von Anna, die uns Agenten unten am Boden hilft, mögliche Gefahren zu umgehen. Wir können auch das Bordgefängnis pimpen, um mehr Infos aus unserem den Fans bestens bekannten Gefangenen zu pressen.

Upgrades kosten Geld. Das kann man sich in Splinter Cell: Blacklist auf vielen Wegen erspielen. Das Shadownet etwa hält Hunderte Herausforderungen, die sich in Ghost-, Panther- und Assault-Challenges aufspalten. Je nach Spielstil bekommt man Geld für besonders ruhige und fiese Kills oder gekonnt brachiales Vorgehen, für Headshots oder schlaues Erdrosseln von hinten aus der Dunkelheit. Das alles ist ebenso wenig neu, aber es ist auf jeden Fall erstaunlich, wie gut es den Entwicklern gelingt, uns nahtlos zwischen den Spielstilen wechseln zu lassen.

Leise und laut, aggressiv und smart - Sam Fisher kann jede Sekunde ein anderer sein. Die Levelarchitektur erlaubt es zudem, diverse Routen zum Ziel zu nehmen. Wir dürfen Quadcopter-Drohnen fernsteuern, im Nahkampf zuschlagen und aus der Deckung attackieren. Lichtschalter lassen sich drücken und Glühbirnen ausballern. Es ist erstaunlich, wie frei man sich fühlt, obwohl das Spiel gnadenlos geskriptet ist, was man an größtenteils identischen Laufwegen und statischem Gegnerverhalten allzu deutlich bemerkt.

Splinter Cell: Blacklist
Die Grafik ist durchschnittlich und wirkt manchmal fast ein wenig trübe.

Vier Schwierigkeitsgrade gibt es, wovon der höchste am meisten Spaß verspricht, weil er uns dazu zwingt, das beste aus den Möglichkeiten zu machen und ruhig, besonnen, eben wie ein echter Agent zu spielen. Le leichter man den Schwierigkeitsgrad wählt, umso schneller verfällt man der Idee, einfach mit viel Waffengewalt durch den Haupteingang zu stürmen. Die Grafik ist durchschnittlich und wirkt manchmal fast ein wenig trübe. Richtig schick ist jedenfalls anders, da holen Rockstar mit Grand Theft Auto V deutlich mehr raus und Crysis 3 oder Battlefield 3 sehen einfach hübscher aus. Während der Weltreise besuchen wir diverse Länder, bei Tag und bei Nacht. Langweilig wird einem nicht, aber es ist eben auch so, dass einem zu keiner Zeit so wirklich die Kinnlade runterklappt.

Eigentlich ist es sonst ja häufig umgekehrt, aber Splinter Cell: Blacklist wird man wohl für den Multiplayer in Erinnerung behalten wollen. Es ist ungerecht, aber das Game hat Problem: Es erscheint kurz vor den neuen Konsolen - ist ausgereift, aber auch ausgereizt. Und nicht so ausgereift wie Battlefield 4, Grand Theft Auto V oder das neue Call of Duty sein werden. Immer kommt es zu einem Zeitpunkt, wo die Konkurrenz nicht groß ist. Man sollte dem alten Sam in jedem Fall eine Chance geben. Auch wenn das Solo-Abenteuer insgesamt sehr bekannt wirkt, mangelt es ihm nicht an Spielspaß. Und dem Multiplayer sowieso nicht.

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