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Square Enix meldet große Verluste, Marvel's Avengers ist schuld daran

Zumindest auf Steam sind die Spieler bereits weggefallen.

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Auf dem Papier hätte Marvel's Avengers ein erfolgreiches Projekt sein sollen, denn allein die enorme Bekanntheit der Marvel-Helden müsste dem Titel die volle Aufmerksamkeit unfassbar vieler Menschen garantieren. Der Titel ist jedoch gefloppt und zwar grandios, da Crystal Dynamics mit ihrem Live-Service-Projekt nur gemischte Bewertungen erzielen konnten und alarmierend viele Spieler schon nach kurzer Zeit aufgehört haben zu spielen. Laut Githyp sind mittlerweile beinahe alle Steam-Spieler (n=96 Prozent) abgesprungen, zuletzt waren noch etwa 1200 Menschen online.

Obwohl wir wissen, dass Marvel's Avengers zumindest mehrere Millionen Exemplare verkauft hat, hängt der tatsächliche Erfolg eines solchen Spiels davon ab, wie viele Menschen regelmäßig den In-Game-Shop besuchen und dort etwas kaufen. Doch wenn die Spieler nicht da sind, können die hohen Erwartungen von Square Enix natürlich nicht erfüllt werden und das musste der Publisher nun einsehen. Aus diesem Grund meldete das Unternehmen auf dem letzten Investorentreffen Anfang September recht hohe Verluste, die vor allem auf die Performance von Marvel's Avengers zurückgehen.

Der Journalist David Gibson begleitete die Veranstaltung und schrieb Folgendes: "Square Enix meldete einen Verlust von 6,5 Mrd. Yen für den Bereich 'HD-Spiele', der vor allem von Marvel's Avengers angetrieben wurde. Sie wollen nicht sagen, wie viele Einheiten verkauft wurden, aber das Volumen lag bei 60 Prozent ihrer ursprünglichen Prognose. Das impliziert, dass die Herstellung des Spiels über 100 Millionen US-Dollar kostete, aber nur etwa 3 Millionen [Kopien] verkauft wurden."

In einem späteren Beitrag fügt der Redakteur hinzu: "Marvel's Avengers: Es sieht so aus, als ob die Gesamtkosten des Spiels näher bei 170 bis 190 Millionen US-Dollar liegen, da sie im Quartal nur 70 Prozent der Kosten (inklusive Marketing) eingefahren haben. Warum nach der Multiplayer-Beta nicht jemand gesagt hat, dass das Projekt gestoppt werden muss, bleibt ein Rätsel. Square ist fest davon überzeugt, dass sie sich davon erholen können..."

Wie bei so vielen anderen gefloppten Live-Service-Spielen wird Square Enix nun natürlich versuchen, den Trend mit der Einführung von Erweiterungen und neuen Inhalten umzukehren. Das ist in der Vergangenheit aber noch nicht sehr häufig gelungen, also liegt vor dem Team einiges an Arbeit. Wirklich schade, denn viele hatten mit der Einzelspielererfahrung wirklich ihren Spaß.

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KRITIK. Von Eirik Hyldbakk Furu

Die Geschichte ist wunderbar und das grundlegende Gameplay äußerst zufriedenstellend, doch der Mangel an Abwechslung, die lahme Ausrüstung und die technischen Probleme hindern dieses Spiel daran, sein volles Potenzial auszuschöpfen.



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