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Steel Diver

Steel Diver

Wir sind in Amsterdam abgetaucht mit der U-Boot-Simulation Steel Diver für den Nintendo 3DS. Ein Spiel, dass eigentlich gar keine Simulation sein will und eher wie ein kleines Meerwasseraquarium wirkt.

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Es hat eine rustikale und trotzdem coole Komponente, als Kapitän eines U-Bootes abzutauchen. Das Szenario bietet gute Voraussetzungen für ein Spiel. Die eigenen Nerven sind ständig angespannt durch die Notwendigkeit, sicher und ungesehen zu navigieren. Dazu die ständige Bedrohung durch die Tiefsee über einem. Gut, das Simulator-Genre war eigentlich eher immer zu verwirrend für mich, also hab' ich mit diesem Typ Spiel wenig Zeit verbracht. Doch das könnte sich mit Steel Diver ändern, Nintendos Versuch, mich zum U-Boot-Kapitän zu machen.

Das Spiel wird schon seit geraumer Zeit entwickelt. Wir sahen es das erste Mal vor sieben Jahren auf der E3. Damals sollte es demonstrieren, was der Touchscreen des DS zu leisten in der Lage ist. Nun wird es endlich veröffentlicht - auf dem DS-Nachfolger, dem Nintendo 3DS.

Steel Diver ist allerdings weit davon entfernt, eine U-Boot-Simulation zu sein. Klar, man schiebt immer noch sein Periskop aus dem Wasser, feuert Torpedos ab und navigiert durch gefährliche Gewässer. Aber all das ist vereinfacht bis aufs minimal Notwendige. Nintendo hat wieder einmal seine magischen Fähigkeiten wirken lassen und etwas derart kompliziertes wie ein U-Boot in etwas verwandelt, das von jedermann mit einem Plastikstift in der Hand gesteuert werden kann.

Das U-Boot wird komplett via Touchscreen manövriert. Eine Anzeige reguliert die Geschwindigkeit, eine andere fungiert als Tiefenmesser und ein Rad in der Mitte lässt die Metallzigarre auf- und abtauchen. Mit dem Stylus müssen die Funktionen übrigens streng nacheinander eingestellt werden, selbst wenn wir uns auf Kollisionskurs mit einem Riff befinden und sowohl Geschwindigkeit und Tauchtiefe in der falschen Positionen sind. Das ist nicht immer ganz so einfach.

Steel Diver
Der Handheld verwandelt sich in ein Aquarium, wo das kleine Unterseeboot zwischen versunkenen Galeeren entlang tuckert.

Das Spiel könnte trotzdem nicht weiter von einer Simulation entfernt sein, aber es behält diesen irgendwie nachdenklichen und langsam Stil, den man unmittelbar mit U-Booten in Verbindung bringt. Es braucht zum Beispiel einfach seine Zeit, bis das U-Boot stoppt oder Fahrt aufnimmt - und jeder kleine Zusammenstoß, jeder Torpedotreffer sind gefährlich für das fragile U-Boot. Geduld und kleine, vorsichtige Anpassungen des Kurses sind für den Erfolg also unerlässlich. Man kann nicht einfach die ganze Zeit mit Vollgas unterwegs sein. Lecks am Rumpf werden gestopft, indem der Stylus auf das sprudelnde Wasser gedrückt wird. Steel Diver, das ist auch die Umsetzung des reizvollen Nintendo-Humors in die gefährliche Welt der U-Boote.

Die Unterwasser-Umgebungen erwachen dann so richtig zum Leben, wenn der 3DS die zusätzliche Dimension ins Spiel bringt. Der Handheld verwandelt sich im 3D-Modus in ein Aquarium, wo das kleine Unterseeboot zwischen versunkenen Galeeren, kleine Tunnels und üppiger Bepflanzung entlang tuckert. Der 3DS streckt das Meer im Hintergrund, weit über die physischen Grenzen des Bildschirms hinaus.

Schnell war ich fast völlig absorbiert von der Rolle als U-Boot-Kommandant und wurde zur Kopie von Kapitän Haddock. Ich verfluchte jedes Mal die Welt, wenn mein U-Boot von einem Torpedo getroffen wurde oder den Meeresboden nur berührte. "Schwarzfüße! Feuerfresser! Hagel und Granaten! Mrkrpxzkrmtfrz! Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!" Als mir der freundliche, aber beharrliche Nintendo-Mitarbeiter in Amsterdam auf die Schulter tippte und sagte, es sei Zeit zu gehen - oh man, da war ich dann doch etwas verlegen...

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