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Kritiken
The Division 2

The Division 2: Warlords of New York

Das Umgebungs-Design? Referenzklasse! Die Boss-Fights? Abwechslungsreicher als wir es gewohnt sind! In diesem Fall lohnt es sich, zu den Anfängen zurückzukehren.

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Wie sich herausstellt, haben uns Ubisoft und Massive den besten Teil der ersten kostenpflichtigen Erweiterung von The Division 2, Warlords of New York, noch nicht gezeigt, als wir letzten Monat die Gelegenheit hatten, eine frühere Version anzuspielen. Gleichzeitig setzten sie uns in einem Bereich der neuen Kampagne ab, der bereits unterstrich, inwiefern sich Warlords of New York vom Hauptspiel abhebt. Soviel vorab: Das fertige Spiel wird dem Potenzial gerecht, das wir bei unserem Studiobesuch in Schweden erkannten.

Einer der Hauptunterschiede ist natürlich das Setting und Warlords of New York fängt den Spirit von Lower Manhattan schlichtweg hervorragend ein. Die Grafiker erschaffen Ruinen und vom Krieg gezeichnete Umgebungen, die einerseits fantastisch aussehen und sich andererseits deutlich vom Washington-D.C.-Setting unterscheiden. Einige Spieler äußerten Bedenken wegen des Sommer-Szenarios und des fehlenden Schnees in Warlords of New York, doch die Mischung aus alten Weihnachts-Dekorationen und sonnigen Wetterbedingungen hat einige tolle Screenshots hervorgerufen.

Es entsteht eine andere Atmosphäre, wenn ihr durch die engen Straßen, Gassen und kleinen Appartements von Warlords of New York lauft. Vielleicht verändert sich sogar eure Art zu spielen, da ihr die Möglichkeit habt, Gegner mit Shotguns und SMGs aus nächster Nähe zu erledigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Shoot-Outs in größeren, offeneren Gebieten mehr gibt. Lasst es uns mal so sagen: Das Finanzviertel und die anderen Gebiete von Lower Manhattan verfügen über eine Reihe von Gebäuden, die so groß sind, dass uns sowohl vertikal als auch horizontal einiges an Platz geboten wird.

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Warlords of New York bringt uns zurück in eine wunderschöne Stadt, in der es vor spannenden Details nur so wimmelt.

Als Sahnehäubchen erweisen sich die vielen Details und coolen Knobeleien, die über die Spielwelt verteilt sind: Verlassene Fahrzeuge, Müllberge, zerstörte Wolkenkratzer, streunende Hunde... immer wieder begeistert uns das Environmental Storytelling und verleitet uns zu neuen Theorien über das, was an den entsprechenden Orten geschehen ist. Dass die Umgebung vielleicht ein Drittel oder Viertel so groß wie das bekannte Setting ist, erlaubt den Entwicklern, jede Menge Geheimbereiche einzubauen, die nur mit ausgiebigem Erforschen, Parcouring oder Nachdenken zu erreichen sind. Mit toller Ausrüstung belohnt zu werden, fühlt sich einfach noch mal deutlich besser an, wenn ihr vorher einen Sicherungskasten ausschaltet, an ein paar Computern herumwerkelt oder ein Kletterseil entdeckt, das so gut versteckt ist, dass ihr beinahe das Gefühl bekommt, ihr wäret der Einzige, der es gefunden hat. Diese Dinge treffen übrigens nicht nur auf die offene Welt, sondern auch auf die Missionen zu.

Natürlich seid ihr nicht nach New York zurückgekehrt, um Sightseeing zu betreiben. Euer Auftrag: Schaltet Aaron Keener und seine Lieutenants aus! Jeder dieser abtrünnigen Division-Agenten verfügt über individuelle Fähigkeiten und Gadgets. Einige der Missionen, die ihr in beliebiger Reihenfolge erledigt, um einen der Antagonisten zu finden, laufen nach bekanntem Muster ab, allerdings enthalten viele von ihnen, inklusive der Boss-Fight-Missionen, spaßige Knobelaufgaben, die ihr finden könnt. So habt ihr die Gelegenheit, das Tempo etwas rausnehmen, wenn ihr gerade keine Lust mehr habt, durch die Gegend zu laufen und rumzuballern. Die Rätsel sind allerdings nicht die einzigen Elemente, die neben all der Action Würze ins Spiel bringen.

Den Bosskampf gegen Theo Parnell haben wir bereits in unserer Vorschau gespoilert, daher möchten wir an dieser Stelle nicht im Detail auf die anderen vier eingehen. Wir möchten nur sagen, dass keiner der Kämpfe vorhersehbar oder langweilig ist, da sich jeder der Bosse aus seinem jeweiligen Arsenal an Fähigkeiten bedient. Eben diese individuellen Skills gehen übrigens auf euch über, wenn ihr einen der Endgegner besiegt.

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Wenn ihr Level 40 erreicht und die Story abschließt, wird ein deutlich interessanteres Progressionssystem freigeschaltet, mit dem ihr Punkte auf eine große Anzahl verschiedener Attribute verteilen könnt.

Umso enttäuschender, dass die Handlung immer noch so viel Spaß macht, als würde man verschiedene Kleckser Taubenkot auf den Straßen Manhattans zählen. Herauszufinden, warum die fünf früheren Division-Agenten sich von der Gruppe losgesagt haben, könnte in der Theorie ja durchaus spannend sein. Dummerweise fühlen sich viele der ECHOs und Audiologs so banal an, dass als Begründung auch gereicht hätte: „Wir geben euch einen Keks, wenn ihr die Division hintergeht." Das ist dann auch einer der Gründe dafür, dass uns das vermeintlich schockierende Ende eher anteillos zurückließ. Dasselbe gilt für die zehn neuen Level-Stufen, die den Maximallevel von 30 auf 40 heben.

Vielleicht sind wir ja einfach zu dumm es zu verstehen, aber wofür ist dieses Update gut, wenn die gesamte Ausrüstung und das Progressionssystem dahingehend verändert wurden, dass der Level eine wesentlich kleinere Rolle als zuvor spielt? Wenn ihr Level 40 erreicht und die Story abschließt, wird ein deutlich interessanteres Progressionssystem freigeschaltet, mit dem ihr Punkte auf eine große Anzahl verschiedener Attribute verteilen könnt (vergleichbar mit dem Badass-System in Borderlands 3). Warum wird dieses System nicht einfach direkt zur Verfügung gestellt? Weshalb zwingt uns das Spiel zum Grinden und gibt uns Ausrüstung, die ganz schnell wieder überholt ist? Wie wir vermuten, sollen mit dieser Ausrichtung auch diejenigen angesprochen werden, die in erster Linie sehen wollen, wie ihre Werte in die Höhe steigen.

Zum Glück sind das nur kleinere Makel in einer ansonsten großartigen Erweiterung. Warlords of New York bringt uns zurück in eine wunderschöne Stadt, in der es vor spannenden Details nur so wimmelt. Zugegeben, seit dem Februar-Update kann jeder Spieler von The Division 2 nach New York zurückkehren, wer nicht für die Erweiterung zahlt, wird jedoch einige spannende Inhalte verpassen. Die neuen Missionen verdeutlichen, wie stark Massive auf das Feedback der Fans gehört hat. Viele der neuen Aufträge werden euch in interessante Gebiete führen, in denen ihr reichlich Geheimnisse und Rätsel finden könnt, bevor ihr euch den abwechslungsreichen Bosskämpfen stellt, in denen ihr nur überlebt, wenn ihr euch auf eure Gegner einstellen könnt.

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Besiegt ihr die Bosse, erhaltet ihr spannende Belohnungen wie die Sticky Bomb oder den Köder-Skill. Eigentlich rechtfertigen diese Dinge allein schon die Anschaffung und dabei haben wir bislang nicht mal den Aspekt erwähnt, dass zukünftige Seasons die Innovationen aufgreifen werden, um sie mit wieder neuen Ansätzen zu verknüpfen. In der Summe sind wir also mehr als bereit, von einem großartigen Revival zu sprechen - selbst wenn die Erweiterung allein nicht wahnsinnig viel Neues bieten würde, wenn sie nicht mit dem Episode-3-Update verknüpft wäre, die im Februar erschien.

08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
beeindruckende Umgebungen, viele Rätsel und Geheimnisse, coole Bosskämpfe
-
die Handlung ist immer noch billig, die zehn neuen Level-Stufen sind überflüssig
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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