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The Outer Worlds

The Outer Worlds

Obsidian Entertainment ist mit einem weiteren First-Person-Rollenspiel zurück, das vor allem Fans von Fallout: New Vegas anspricht.

Das Halcyon-Cluster und seine vielen Kolonien geraten ins Straucheln, denn viele der dort beheimateten Fraktionen sind mittlerweile verfeindet. Einige wollen herrschen, andere suchen nach Freiheit oder sorgen sich um das Wohlergehen ihrer Leute. The Outer Worlds sind in Aufruhr und es ist an einem einsamen Kolonisten vom Kälteschlafschiff The Hope, sich für eine Seite zu entscheiden und Halcyon wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Welcher das auch immer sein mag.

Zu Beginn des Spiels erwachen wir in unserer Kälteschlafkapsel. Wir sollten eigentlich gemeinsam mit den anderen Kolonisten aufwachen, aber die sind im düsteren, kalten All verschollen. Dr. Phineas Wells weckt uns aus dem Kryo-Zustand und anschließend dürfen wir unseren Spielcharakter erstellen. Wells kommentiert diesen Vorgang und spricht über ihre Eigenschaften, während wir individuell Charakterpunkte verteilen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem brutal-starken Vollidioten, dessen verbleibende Intelligenz auf physische Fähigkeiten aufgeteilt wurde? Wells hat dazu nur zu sagen, dass wir wahrscheinlich nicht das hellste Licht auf dem System sein werden... Mit dieser schnappischen Erklärung wird der Ton von Obsidians neuem Rollenspiel etabliert.

Das Erstellen unseres Charakters ist extrem wichtig, da es festlegt, was wir in den Missionen tun können und was nicht. Mentale Fähigkeiten, wie Überzeugungskraft, Hacken oder das Knacken von Schlössern, bestimmen auf welchem Wege wir an Informationen gelangen - ob wir Leute überreden müssen, Computer hacken, oder verschlossene Türen öffnen; der Konfrontationen also aus dem Weg gehen. Wenn unser Held hingegen ein Meister mit verschiedenen Waffen ist, schalten wir unsere Gegner einfach aus.

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Eine gescheiterte Mission ist nie das Ende, sondern führt uns nur auf einen anderen Weg zum Ziel.

Natürlich dürfen wir während des Spiels weitere Fähigkeitspunkte verteilen und somit unsere Rolle und unsere Spezialisierungen anpassen. Neben den Skillpunkten erhalten wir Perks (davon aber recht wenige), die verschiedene Aspekte, wie das Rüstungs-Rating, unser Gewichtsmanagement oder die Stärkung von Kampffähigkeiten beeinflussen. Zu all dem gesellt sich noch der "Tactical Time Dilation"-Skill, vergleichbar mit dem V.A.T.S. aus Fallout, der die Zeit verlangsamt, uns aber weiter in Echtzeit ballern lässt.

Genau wie in Obsidian Entertainments nuklearem Rollenspiel Fallout: New Vegas finden sich überall Gegenstände oder Tränke, die unsere Werte verbessern. Wir können den Kram auch mit der Kohle kaufen, die wir bei den Missionen verdienen oder nebenbei aufklauben. Häufig haben wir viele Gegenstände nur für den Fall der Fälle mit uns herumgeschleppt. Denn wenn wir unser Outfit ändern oder die richtige Mixtur zu uns nehmen, ist unser Charakter womöglich in der Lage, einen schwer gesicherten Computer oder ein dicke Tür zu hacken zu knacken.

The Outer Worlds erkunden wir nicht allein, sondern mit äußerst fähigen Begleitern. Wir sind hauptsächlich mit dem technikaffinen Mechaniker rumgelaufen und haben unseren Reinigungsroboter-Freund vor Kämpfen zum einschüchternden Söldner umgebaut. Die Gefährten haben in den Kämpfen eine Spezialfähigkeit, die mit links oder rechts auf dem D-Pad ausgelöst wird. Diese Fertigkeiten sind extrem hilfreich, wenn es darum geht, Gegnermassen zu überwältigen. Die Begleiter-Talente helfen uns mit zusätzlichen Schaden oder hilfreichen, anderen Effekten. Wir verbessern unsere Crew mit unseren Perks, unsere eigenen Skillpunkte tragen zum Beispiel dazu bei, dass beispielsweise die Abklingzeiten verkürzt werden.

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Jede Aktion hat Konsequenzen und das steigert den Wiederspielwert noch mal erheblich.

Ihr merkt sicher schon, dass The Outer Worlds viele Überschneidungen zu Fallout: New Vegas aufweist. Die Missionsstruktur ist ähnlich, da es viele Möglichkeiten gibt, dank der sich Missionsaufgaben durch optionale Erkundungstouren oder trickreiche Dialoge umgehen lassen. Der fantastische Humor ist tief im Spiel verankert und The Outer Worlds wirkt deshalb wie ein geistiger Nachfolger von New Vegas (und es sieht auch recht ähnlich aus). Das mag klingen, als wäre seit 2010 nichts passiert, aber das stimmt natürlich nicht. Das Game fängt die Essenz von New Vegas ein und erfüllt trotzdem die Erwartungen an die heutige Hardware.

Die Spieler können ihr eigenes Abenteuer ohne große Progressions-Beschränkungen gestalten. Wie sich euer Charakter entwickelt und auf welcher Seite sie oder er stehen wird, das entscheidet ihr selbst. Die Missionen machen unglaublich viel Spaß und lassen uns meisterhaft ins Spiel eintauchen, obwohl einige Missionen umgangen werden können. Eine gescheiterte Mission ist nie das Ende, sondern führt uns nur auf einen anderen Weg zum Ziel. Jede Aktion hat Konsequenzen und das steigert den Wiederspielwert noch mal erheblich.

Die Immersion wird allerdings ein wenig dadurch gestört, dass gescheiterte Missionen kaum bedeutsame Konsequenzen haben. Sie landen in der Liste der gescheiterten Missionen, werden aber in Dialogen nie wieder erwähnt und wir erhalten einfach weiter Quests, als wäre nichts geschehen. Das kann Obsidian eigentlich besser und ist im Grunde der einzige derbe Kritikpunkt, den wir dem Spiel machen wollen.

Trotzdem hatten wir eine großartige Zeit während unserer Abenteuer auf den Planeten des Halcyon-Clusters und in den wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaften mit ihren zahlreichen Geheimnissen. Die Figuren sind interessant und lustig und es ist ein großer Spaß ihren Gesprächen zu lauschen. Die Missionsstruktur und die vielen möglichen Ausgänge wurden wunderbar gestaltet. Alle Spieler, denen Fallout: New Vegas gefallen hat, dürfte Obsidian Entertainments interstellares Abenteuer
umhauen.

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The Outer Worlds erkunden wir nicht allein, sondern mit äußerst fähigen Begleitern.
09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
tolle Geschichte, lustige Gefährten, coole Talente und Perks, Begleiten passen ihre Ausrüstung selbstständig an, Fähigkeiten haben Einfluss auf Dialoge, fantastisches Action-Gameplay, alle Aktionen spielen eine Rolle.
-
einige Texturen sind chaotisch, manche Quests verbuggt.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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KRITIK. Von Lisa Dahlgren

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