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Total War: Warhammer III

Total War: Warhammer III - Ersteindruck der Kampagne

In wenigen Wochen wird Creative Assemblys nächstes Warhammer-Projekt veröffentlicht. Wir haben uns die Kampagne bereits ansehen dürfen.

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Viele Fans waren sichtlich enttäuscht, als Total War: Warhammer III letztes Jahr verschoben wurde. Seitdem hat Creative Assembly den verschiedenen Fraktionen des Strategiespiels Gameplay-Videos spendiert und uns auf diese Weise über die zusätzliche Wartezeit hinweggeholfen. Die meisten Leute haben mit den Entwicklern Nachsicht und sind bereit, ein wenig länger auf ein ausgefeilteres Endprodukt zu warten. Denn wenn uns fünf Jahre mit Total War: Warhammer etwas gezeigt haben, dann, dass selbst kleine Änderungen und Optimierungen dabei helfen, dieses fantastische Tabletop-Universum in die digitale Welt zu bringen. Wir konnten das neue Game etwa einen Monat vor der Veröffentlichung ausprobieren, um uns von diesen Anpassungen selbst ein Bild zu machen.

Creative Assembly begann die kurze Vorschauphase mit einer angenehmen Überraschung, denn sie haben uns eine neue Rasse spielen lassen, die bislang nicht angekündigt wurde: die Dämonen des Chaos. Bevor ich jedoch darauf zu sprechen komme, möchte ich lieber mit der Fraktion Grand Cathay beginnen. Die meisten spielbaren Völker von Total War: Warhammer existieren schon seit über 30 Jahren, doch Grand Cathay ist kein Hauptvolk der Warhammer-Welt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fraktionen ist daher nur wenig über sie und ihre Einheiten bekannt. Die Entwickler haben es jedoch geschafft, sie so in das Spiel einzubinden, dass diejenigen, die das Tabletop-Spiel nicht spielen oder bereits kennen, nicht einmal bemerken würden, dass diese Rasse neu ist.

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Grand Cathay vereint chinesische Elemente in sich, beispielsweise gibt es Drachenherrscher in Menschengestalt, die ihre große Nation mit einer noch größeren Mauer vor äußeren Feinden beschützen. Die Grand Cathay müssen sich aber nicht gegen Mongolen verteidigen, sondern gegen Chaos-Dämonen und um das zu erreichen werden Jadekrieger, lebende Terrakottakonstrukte, Alchemie, Schießpulver und bäuerliche Infanterie eingesetzt. Es gibt wirklich viele Parallelen zum Reich der Mitte, darunter auch Seidenstraßen-Handelskarawanen, die überraschend taktisch anmuten. Das neue Harmoniesystem ist ebenfalls sehr spannend, denn es zwingt den Spieler dazu, in allen Dingen ein Gleichgewicht zu wahren. Eure regionalen Gebäude dürfen sich weder zu stark auf aggressive Belange konzentrieren, noch dürft ihr eure Verteidigung priorisieren. Ist eure Armee zu stark von einem bestimmten Truppentyp durchzogen, gehen euch verschiedene Boni verloren, auf die ihr in der Schlacht nicht verzichten wollt.

Da sich die verschiedenen Fraktionen so unterschiedlich spielen, ist es umso wichtiger, den taktischen Überblick zu behalten. Die Grand Cathay sind schwache, agile Einheiten, die sich auf die Lauer legen, aus dem Hinterhalt heraus zu schießen beginnen und dann mit schwerer Infanterie anrücken. Ich konnte mit einer Kombination aus wohlüberlegtem Einsatz von Magie und der Nutzung des Yin-Yang-Harmoniesystems eine viel stärkere Chaos-Marodeur-Truppe besiegen, die meinen Konvoi angriff. Zu verdanken habe ich das auch dem Terrain, das in diesem Spiel eine viel größere taktische Rolle spielt. Sogar Oger konnten mit ein paar schnellen Manövern besiegt werden, ihr müsst sie nur austricksen.

Mit den Dämonenprinzen hat Creative Assembly nun auch den letzten Pfad auf dem Weg zur ewigen Verdammnis eingeschlagen. Die Dämonengestalt eines jedes Chaosgottes wird freigeschaltet, nachdem man eine bestimmte Währung ausgegeben hat, die man durch Siedlungen und Kämpfe erhält. Es gibt auch einen Fraktions-Skilltree, der das Sammeln dieser Götterwährung beschleunigt. Das Verderbnissystem sorgt dafür, dass jeder, der euer Land betritt, die Macht eures Lieblings-Chaosgottes zu spüren bekommt. Euer General - übrigens immer ein Dämonenprinz - ist übrigens in der Lage, die eigenen Körperteile auszutauschen. Wenn ihr starken Dämonen Hörner und einen Schwanz abschlagt, könnt ihr diese Items während des Kampfes wechseln, um den Einheitentyp des Generals anzupassen. Das ist praktisch, wenn ihr keinen feurigen Tank mehr benötigt, sondern einen reinen Zauberer. Im Wesentlichen ist diese Funktion nur eine (zugegeben ziemlich coole) Wiederverwertung der magischen Items, auf die auch andere Fraktionen zugreifen dürfen.

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Das Ausrüstungsmenü der gesammelten Artefakte wurde natürlich optisch überarbeitet und es gibt viele neue Systeme in Total War: Warhammer III. Das fortschrittliche Diplomatiesystem etwa wurde teilweise aus Total War Saga: Troy übernommen und es fügt sich großartig ein. Die Belagerungsschlachten laufen im neuen Total War allerdings sehr anders ab und ich muss sagen, dass ich mit einigen Design-Entscheidungen noch nicht einverstanden bin (die Städte sind zum Beispiel nicht mehr rundum mit Mauern und Toren abgesichert). Die Kampfschauplätze verlagern sich in diesem Titel häufig ins Stadtinnere, wo es Kontrollpunkte und Engpässe gibt. Es gibt ein System aus Versorgungspunkten, das sehr komplexe Schlachten ermöglicht, die man als Verteidiger diesmal auch tatsächlich gewinnen kann. Ich vermisse es zwar fast schon ein bisschen, dass meine Truppen in die Luft gejagt werden, bevor sie mit Belagerungstürmen und Rammböcken an den gegnerischen Mauern andocken, doch auch als Angreifer sind die Belagerungen wirklich das totale Chaos.

Die Spielwelt wurde natürlich ebenfalls verändert und sie ist nun viel dichter als noch im letzten Warhammer-Ableger. Die Reiseentfernungen fallen kürzer aus, es gibt eine üppigere Vegetation und eine Menge nicht spielbarer Fraktionen, die einem das Leben schwer machen können (aber völlig unabhängig voneinander agieren). Das Hinzufügen all dieser neuen Fraktionen und die ständigen Begegnungen tragen dazu bei, dass sich die Welt lebendiger anfühlt. Das ist ironisch, denn die Mächte des Chaos sind technisch gesehen magische Energie, die sich physisch manifestiert...

Die Farbpalette und -temperatur von Total War: Warhammer III orientiert sich sehr am hellen und etwas glänzenden Farbschema von Total War Saga: Troy, bzw. Total War: Three Kingdoms, die beide sehr hübsche Spiele waren. In meinen Augen sieht der Titel dadurch aber zu sehr nach einem Computerspiel aus und weniger wie ein 3D-Kunstwerk, was das zweite Spiel nahezu perfekt nachbilden konnte. Die Benutzeroberfläche wurde generell mit vielen Elementen aus den letzten beiden Spielen erweitert und obwohl ich nicht mit allen Änderungen einverstanden bin, muss ich zugeben, dass sich das Spiel optisch frisch, neu und lebendig anfühlt. Weniger als einen Monat vor der Veröffentlichung wirkt Total War: Warhammer III vielversprechend und selbstbewusst. Am 17. Februar erscheint das Spiel auf dem PC.

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