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Total War: Warhammer III

Total War: Warhammer III - Überlebenskampf im Astralfeld

Das neueste Kapitel von Creative Assemblys Echtzeitstrategiespielreihe beginnt mit Blut, Eis und Feuer.

  • Kim Olsen

Wir hatten das Vergnügen, einen sehr kleinen Teil vom neuen Total War: Warhammer III zu spielen: den Spielmodus „Survival Battle". In unserer Mission wurden zwei Fraktionen vorgestellt, Kislev und die heißblütigen Dämonen von Khorne. Falls ihr mit dem Universum nicht vertraut sein solltet: Kislev ist quasi das eiskalte Gegenstück des Chaosgottes. Wir befehligten in diesem Szenario Tzarina Katarin Bokha, die Eiskönigin von Kislev. Eis mag in einem Reich, das hauptsächlich aus Feuer und Blut besteht, nutzlos erscheinen, doch wir befinden uns auch in einer Umgebung mit fast unbegrenztem magischen Potential und deshalb stellt sich unsere Magie aus äußerst effektiv gegen das dämonische Pack dar.

Die infernalen Streitkräfte des Chaosgottes greifen uns in Wellen an und wenn wir uns erfolgreich verteidigen, erhalten wir Ressourcen, die zum Beispiel in den Ausbau von Gebäuden, Befestigungen oder Türmen fließen. Es ist zunächst unser Ziel, den feindlichen Ansturm entweder komplett aufzuhalten oder ihn zumindest so lange zu verlangsamen, bis Verstärkung aus einem rettenden Portal zu uns aufschließt. Leider erwarten uns in diesem feurigen Höllenloch an jeder Ecke Dämonen, doch mit der Zeit erobern wir neue Gebiete und Portale, bis wir letztlich dem örtlichen Herrscher, einem großen Dämon, gegenüberstehen.

Da Kislev über hybride und sehr mobile Einheiten verfügt, braucht ihr euch nicht so sehr vor Flankenangriffen zu fürchten. Diese Rasse ist durch ihre Mobilität dazu in der Lage, feindliche Formationen mit gezielten militärischen Provokationen zu durchbrechen. Das Tempo der Schlachten fühlte sich großartig an, aber es wird schnell sehr komplex. Wenn ihr gegen einen größeren Dämon und seine Schergen antretet, kommen zudem Langstreckenartillerie zum Einsatz. Die KI wurde so weit verbessert, dass uns ihre Flankenversuche tatsächlich zum Problem werden können. Ich gebe gern zu, dass ich das Spielgeschehen ab und zu pausiert habe, um meine Optionen abzuwägen, nachdem ich mir einen Gesamtüberblick über das veränderte Schlachtfeld verschafft habe.

Total War: Warhammer III
Total War: Warhammer IIITotal War: Warhammer III

Diese Invasion soll in der Kampagne eine Art „Entscheidungskampf" zwischen den legendären Lords sein. Die Idee ist, strategische Punkte einzunehmen und auf diese Weise Vorräte zu erhalten, die anschließend für Truppen, Upgrades und Befestigungen ausgegeben werden können. Die ständigen Wellen der Dämonen und ihre kontinuierlichen Angriffe aus allen Richtungen sorgen dafür, dass wir schnell sprichwörtlich im Chaos versinken. Für Spieler, die solchen Kämpfen eher durch unehrenhafte Taktiken entgehen, bedeutet das eine Umstellung.

In meinem Spiel wirkte es so, als ob der Zugang zu billigeren Einheiten zusehends eingeschränkt wird, nachdem wir einen neuen Standort auf der Karte eingenommen haben. Uns stehen dann zwar neue, bessere Einheiten zur Verfügung, allerdings kosten die auch mehr. Aus strategischer Sicht macht es natürlich Sinn, entbehrliches Kanonenfutter als Lockvogel zur Verfügung zu haben, doch das Spiel drängt uns dazu, aktiv den Kampf zu suchen. Beispielsweise bekommen wir einen Debuffs auferlegt, solange wir nicht eine bestimmte Anzahl von Orten erobert haben. Zu defensiv dürft ihr dabei auch nicht aufgestellt sein, denn ihr müsst die Kills selbst erzielen. Sichert sich ein Verteidigungsturm den Abschuss, bringt uns das leider keine Blumen ein. Deshalb müssen wir uns immer wieder neue Schlachtfelder suchen und vorsichtig mit Vorräten umgehen.

Die Upgrade-Optionen der Einheiten sind ziemlich gut gemacht, allerdings schein das Heilen der Verwundeten sowie das Auffüllen von Munition bereits den größten Teil meines Budgets zu verschlingen. Das Meta, neue Truppen zu erwerben, vorhandene zusammenzutun und ebenso wie Gebäude stetig zu verbessern, fügt dem Spiel eine weitere Ebene hinzu, weshalb es eine kluge Entscheidung ist, den Fokus auf die möglichst effektive Magiereserve zu entfernen. Das macht übrigens auch in Bezug auf die Story Sinn, da wir in ein Astral eingedrungen sind, einer Ebene aus purer Magie in einer parallelen Dimension.

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Die Einführung von Frostmagie mit ihren mächtigen Verlangsamungseffekten und dem direktem Schaden ist wirklich eine schöne Neuerung, die längst überfällig war. Sie erweitert die gigantischen Truppengefechte mit einem sehr wesentlichen, neuen Element, das in der Tabletop-Vorlage längst eine wichtige Rolle spielt. Da der neue Spielmodus viel schneller als das normale Spiel ist, werden Spieler, die an langsame Armeen gewöhnt sind und sich nur auf Einheiten mit großer Reichweite verlassen, ein brutales Erwachen erleben. Aber ehrlich gesagt hat es auch viel Spaß gemacht.

Im Vorfeld hatte ich meine Zweifel, ob sich Kislevs Fraktion wirklich so unterschiedlich spielen würde, weil ich vermutete, dass es sich dabei im Grunde nur um eine optische Anpassung einer anderen, menschlichen Fraktion handelt. Obwohl ich mich nur auf die Erfahrungen einer relativ kurzen Vorschau-Session beziehe, konnten mich diese Truppen jedoch von sich überzeugen. Es gibt große Variationen und einige sehr interessante Ansätze bei den Hybrideinheiten. Zu meiner Überraschung haben wir den größten Teil, wenn nicht gar den gesamten Kislev-Kader gesehen, und ich persönlich freue mich darauf, mit diesen grimmigen Hybridkriegern zu spielen, die aus Eis und Not heraus geboren wurden.

Die Benutzeroberfläche wurde aktualisiert und verwendet nun Elemente und Farben aus anderen Total-War-Spielen. Mein Fall ist das ehrlich gesagt nicht, da das HUD in Total War: Warhammer II bereits alle erforderlichen Informationen klar und aufgeräumt zur Verfügung stellte. Platzierung und Funktion haben sich aber zugegeben kaum verändert, weshalb sich das Interface unterschiedlich, aber gleichzeitig auch vertraut anfühlt. Ich kann es nach diesem Ersteindruck jedenfalls kaum erwarten, dass die nächste Folge der Serie veröffentlicht wird. Dann werde ich mit einer großen Zweihandaxt in der Hand ins Schlachtfeld stürmen und wie jeder normale Warhammer-Fan „Blut für den Blutgott - Schädel für den Thron von Khorne" schreien.

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