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Uncharted 4: A Thief's End

Uncharted 4: A Thief's End

Für den Multiplayer spendiert Naughty Dog ein paar neue Features. Wir haben ein paar erste Eindrücke davon gesammelt.

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Große Blockbuster-Produktionen haben beeindruckende Marketing-Maschinen im Hintergrund laufen, die Abermillionen kosten und einen großen Teil der Investitionen für den Publisher ausmachen. Das sorgt für den Druck, einem größtmöglichen Publikum zu gefallen, damit die Kosten dafür wieder eingespielt werden. Daher versucht man sich an einem merkwürdigen Mischmasch zwischen Multiplayer und Singleplayer. Dies führt zu fantastischen Solo-Erfahrungen wie Tomb Raider, denen noch ein mieser Mehrspielermodus angeheftet wird. Auf der anderen Seite wird etwa den Battlefield-Spielen zur Vervollständigung eine mittelmäßige Kampagne als Anhängsel angefügt.

Die Uncharted-Reihe hat dieses Problem recht gut vermieden. Seit der Veröffentlichung von Uncharted 2: Among Thieves gibt es sowohl ein beeindruckendes Solo-Abenteuer mit Nathan Drake, als auch eine gut gestaltete, actionreiche, aufregende Multiplayer-Komponente. Mit Uncharted 4: A Thief's End soll der Kniff der Vorgänger wiederholt und gleichzeitig dem Rezept ein paar spannende neue Elemente hinzufügt werden. Wir haben in Paris hinter verschlossenen Türen eine Demonstration des neuen Multiplayers gesehen.

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Uncharted 4: A Thief's EndUncharted 4: A Thief's End
Der Mehrspielermodus läuft in 900p mit 60 Bildern in der Sekunde, während auf der anderen Seite die Solo-Kampagne in 1080p mit 30 Bildern in der Sekunde läuft.

Nun, lassen wir zunächst die Zahlen sprechen. Der Mehrspielermodus von Uncharted 4: A Thief's End läuft in 900p mit 60 Bildern in der Sekunde, während auf der anderen Seite die Solo-Kampagne in 1080p mit 30 Bildern in der Sekunde läuft. Naughty Dog will zum Start des Spiels am 8. März acht verschiedene Karten anbieten. Und obwohl es keine direkten Mikrotransaktionen im Spiel gibt, können wir für unseren Charakter mit Hilfe von sogenannten Naughty Dogs-Punkten verschiedene kosmetische Verbesserungen kaufen. Beide Punkte dürften für reichlich Diskussion sorgen, aber wir gehen erst einmal schnell weiter zu ein paar der Neuerungen, die wir beim Spielen mit oder gegen Freunde erleben können.

Die Session ging damit los, dass Lead Multiplayer Designer Robert Cogburn die neuen Partner vorgestellt hat, die von der künstlichen Intelligenz gesteuert werden. Wir können sie rufen und damit einige spezielle Aufgaben auf dem Schlachtfeld durchführen. Der Sniper kann einen anständigen Beobachtungspunkt ausmachen und von oben auf unsere Gegner schießen. Der Jäger wird sich direkt nach dem Rufen den nächsten Spieler schnappen und ihn in den Würgegriff nehmen. Dadurch ist dieser verwundbar für einen Angriff. Zu guter Letzt haben wir noch den Downer, der als Feldarzt fungiert. Wenn wir getroffen werden, ist er zur Stelle, um uns wieder in den Kampf zurückzuholen. Diese Partner können verbessert und angepasst werden, wenn wir im Level aufsteigen. Damit können wir sie an unseren Spielstil anpassen. Darüber hinaus hat Naughty Dog bestätigt, dass alle drei in der kommenden Beta spielbar sind und dass es im fertigen Spiel im nächsten Jahr noch mehr geben wird.

Es ist eine interessante Spielmechanik, die noch stärker betonen sollte, dass der Multiplayer von Uncharted 4: A Thief's End mehr als alles andere ein Teamspiel ist. Cogburn hat das speziell während der Präsentation erwähnt und gesagt, dass die alten Uncharted-Multiplayer-Level noch wie Arenen gestaltet waren. Man konnte Grunde von jeder Richtung, in jedem Moment einen Treffen kassieren. Die Level in dem neuen Spiel sind allerdings schmaler und rechteckiger, so dass sie besser für das Zusammenspiel im Team funktionieren.

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Bei den Mysticals handelt es sich um mächtige Objekte, die wir aus den verschiedenen Kapitel der Uncharted-Saga kennen.

Es gibt aber auch noch ein paar Elemente, die dem Spieler das Gefühl geben sollen, wirklich mächtig zu sein. Eines davon, welches auch zu den wesentlichen Neuerungen gehört, heißt Mysticals. Dabei handelt es sich um mächtige Objekte, die wir aus den verschiedenen Kapitel der Uncharted-Saga kennen. Sie geben uns vorübergehende ein paar starke Fähigkeiten im Kampf, die auch auf der Pressekonferenz im Trailer zu sehen waren. The Wrath of Eldorado ist ein Totem, der andere Spieler um uns herum verletzt. Der Chintamani-Stein kann unsere Kameraden entweder heilen oder wiederbeleben. Und The Spirit of the Jin, erlaubt es uns auf der Karte zu teleportieren. Auch diese Gegenstände können verbessert und angepasst werden.

Ein weiterer Schwerpunkt für Naughty Dog war es, etwas mehr Persönlichkeit aus der Solo-Kampagne auch in den Multiplayer zu bringen. Dies passiert hauptsöchlich durch die verschiedenen Charaktere. Die bisherigen Fassungen vom Mehrspielermodus hatten einen speziellen Ansager - wie etwa der Ansager im Crucible von Destiny. Dieser hat Spieler mit einem Überblick für das laufende Match versorgt. Nun ist es unser eigener Charakter, der uns mit diesen Informationen versorgt. Das soll uns laut Naughty Dog enger mit dem Mehrspieler-Charakter zusammenbringen -sei es nun Lazarovitch aus Uncharted 2: Among Thieves oder aber Marlow aus Uncharted 3: Drake's Deception.

Die oben erwähnten Elemente - von den Partnern bis hin zu den Mysterien - sind Teil der kommende Beta, die im Dezember startet. Nach kurzem Anspielen kann ich sagen, dass diese verschiedenen Teile sich zu einer einzigartigen Multiplayer-Erfahrung zusammenfügen, die nicht nur in das Uncharted-Universum gehören, sondern sich auch genauso durchdacht und zugehörig anfühlen wie die Solo-Erfahrung selbst. Wenn man ein Spiel mit Einzel- und Mehrspielermodus entwickelt, dann sollte man es so machen wie Naughty Dog. Sie scheinen den Nagel jedes Mal auf den Kopf zu treffen.

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