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Super Smash Bros. Ultimate

Zwischenfazit nach 19 Monaten: Halbzeit bei Super Smash Bros. Ultimate

Nachdem der zweite Fighters Pass im Nintendo-Brawler startete, wollten wir noch einmal über das tolle Spiel sprechen.

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Super Smash Bros. Ultimate ist in seinem zweiten Jahr angekommen und die nächste Runde des Fighters-Pass-Season-Passes hat vor einigen Wochen begonnen. Laut dem Game Producer Masahiro Sakurai werden die darin enthaltenen sechs Charaktere die letzten für das Spiel sein, was vernünftig klingt, denn irgendwann muss man sich ja auch wieder neuen Projekten zuwenden.

In unserer Kritik bekam Super Smash Bros. Ultimate die höchste Note. Nicht einmal das tolle Super Smash Bros. Melee konnte diese Leistung abrufen. Die E-Sports-Szene wird vermutlich die Nase rümpfen, aber Nintendo zielt mit seinem Liebesbrief auf ein größeres Publikum ab, als die reinen Hardcore-Kampfspieler, denen es ja ebenfalls gut gefällt.

Jetzt sind eineinhalb Jahre vergangen und wir haben neben dem neuen Fighters Pass mehrere, große Updates gesehen. Für mich scheint es sinnvoll, sich das Spiel noch einmal vorzuknöpfen und zu sehen, was sich seit der Veröffentlichung getan hat. Die leichte Antwort: eine Menge, denn Nintendo hat das Projekt auf einem Level unterstützt, den man so noch nicht von den Japanern erlebt hat.

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Vieles davon haben wir natürlich dem Fighters Pass #1 zu verdanken. Der erste neue Kämpfer war Joker aus der Persona-Reihe, was für Spekulationen über mehrere Persona-Spiele auf der Switch gesorgt hat. So ist es nicht gekommen, doch Joker wurde schnell populär und passt toll ins bestehende Ensemble. Außerdem ist die Area Mementos eine der coolsten des Spiels. Mit Joker war klar, dass Nintendo weitere Gäste ins Spiel holen würde und Nummer Zwei war genau das - ein Gast in einer fremden Welt.

Gemeint ist der Held aus Dragon Quest, der schnell zu den absolut besten Charakteren von Super Smash Bros. Ultimate gehören sollte und es selbst nach vielen Updates noch ist. Ich finde ihn persönlich ein bisschen langweilig, aber er macht seinen Job und begeistert die Dragon-Quest-Fans. Nummer Drei bekam besonders viel Aufmerksamkeit: Banjo-Kazooie. Das Duo stammt aus Nintendos Zeit mit den britischen Entwicklern von Rare, aber die gehören mittlerweile zu Microsoft. Microsoft und Nintendo scheinen ebenfalls gut zusammenzuarbeiten und in dem Duo steckt viel Liebe, auch wenn Banjo-Kazooie bei wettbewerbsorientierten Kämpfern nur im Mittelfeld landet. Dafür träumen die Fans seither von Gastauftritten von Sony und Microsoft (warum kein Ratchet oder der Master Chief?).

Ein großer Reiz von Smash Bros. sind die unüblichen Kämpfer. Das ist laut Nintendo und Sakurai auch ein wenig die Idee hinter dem Spiel. Nach Ken und Ryu aus Street Fighter hat es sich toll angefühlt, als die SNK-Legende Terry Bogard als vierter Kämpfer angekündigt wurde. Dank seiner klassischen Kampfspiel-Moves ist er ein guter Kämpfer für Neueinsteiger und seine Fähigkeiten gelten als überdurchschnittlich. Für SNK-Fans ist Terry Pflicht, denn mit ihm bekommen wir das King-of-Fighters-Stadion und unglaubliche 50-SNK-Songs mitgeliefert. Der Mann ist jeden Penny Wert.

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Der letzte Charakter aus dem ersten Fighters Pass war Professor Byleth, eine der Hauptfiguren aus Fire Emblem: Three Houses. Es gab eine männliche und eine weibliche Version, allerdings ist Byleth insgesamt eher unpopulär. Viele Spieler fanden, es gäbe bereits genug Fire-Emblem-Charaktere und sie hätten lieber mehr von Nintendos legendären Ikonen oder weitere, spektakulärere Gäste gesehen. Byleth ist auch im Wettbewerb nicht sonderlich stark und wohl der schwächste Kämpfer aus dem Fighters Pass 1.

Super Smash Bros. Ultimate wurde schnell zum populärsten Teil der Serie und gilt heute - mit mehr als 20 Millionen verkauften Exemplaren - als das erfolgreichste Kampfspiel aller Zeiten. Im E-Sports ist die Reputation eher niedrig, zumindest feiern die Fans Melee immer noch stark. Aber weil das Spiel so gut ist, wird es gerne gestreamt, daher ist es unter den Kampfspielen immer noch sehr groß. Es erwartet euch also eine sehr lebhafte Community - und das auch fast zwei Jahre nach der Premiere.

Das macht sich auch beim Online-Spiel bemerkbar. Kampfspiele sind diesbezüglich ein schwieriges Genre, weil meist irgendwann nur noch die Hardcore-Spieler bleiben, was für Gelegenheitsspieler brutal ist. Das gilt auch für Smash Bros., das trotz seiner freundlichen Optik in brutalen Niederlagen enden kann, bei denen man sich komplett hilflos fühlt. Für mich besteht der größte Spaß darin, gegen Leute zu spielen, die ich kenne, denn das sorgt für eine größere Bandbreite und erfreulichere Kämpfe. Der Netz-Code ist leider auch nicht so gut wie bei anderen Giganten des Genres (obwohl viele Kampfspiele auch heute noch von schlechten Online-Matches aus dem vergangenen Jahrtausend geplagt werden).

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Nintendo hat das Spiel immer wieder verbessert und ausbalanciert, aber auf sehr konservative Art und Weise. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, auf die wir ewig warten mussten. Charaktere wie Peach und Wolf haben extrem genervt, als das Spiel neu war, doch sie wurden irgendwann auf eine Linie mit den anderen Kämpfern gebracht (insbesondere mit Patch 3.1). Große Turniere waren häufig die Basis für Nintendos Entscheidungen - was sich als kluge Vorgehensweise herausstellte.

Nintendo hat das Spiel nicht nur mit neuen Charakteren und Updates lebendig erhalten. Es gab auch andere Dinge, wie die Spirits des Spiels und die Gast-Kostüme für die Miis. Die kann man für kleines Geld dazukaufen und sie liefern oft spektakuläre Zusätze. Auf diese Weise bekommt ihr etwa Altaïr aus Assassin's Creed, Cuphead oder die Rabbids von Ubisoft. Außerdem gibt es häufig Spirit-Events, in denen wir kreative Interpretationen klassischer Spiele erleben, wie zuletzt Octopath Traveler. Diese Ereignisse dauern üblicherweise eine Woche an, bevor sie durch etwas Neues ersetzt werden.

Kurz gesagt - in Super Smash Bros. Ultimate ist immer was los und das wird sich auch in Zukunft nicht so schnell ändern. Der Fighters Pass 2 hat gerade erst begonnen und wird sich noch bis weit ins nächste Jahr hinein fortsetzen. Den Anfang hat Min Min aus dem Nintendo-Brawler Arms gemacht - eine ehrlich gesagt überraschende Wahl. Sie spielt sich jedoch toll und macht ordentlich Spaß, obwohl sie vielleicht etwas komplizierter zu spielen ist, als ihr guttut.

Neben den bereits genannten Charakteren wurde noch die Piranha-Pflanze veröffentlicht. Sie war erst ein Vorbestelleranreiz und kann heute dazu gekauft werden. Das Unkraut aus Mario ist ein mittelmäßiger, schwer zu spielender Charakter, der gleichzeitig der perfekte Neuzugang ist, weil sie alles personifiziert, wofür Smash Bros. steht - beliebte Maskottchen außerhalb ihrer Komfortzone. Super Smash Bros. Ultimate ist eineinhalb Jahre später sogar noch besser als zur Veröffentlichung und es gab nie eine bessere Gelegenheit, sich dem Spaß noch anzuschließen.

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